Wie leichtgläubig sind wir?

oh, entschuldige bitte. ich hab nicht gemerkt, dass die linx gefixt wurden :( naja, ich habs gesehn :D schon iwi dumm
 
Oh man, wenn ich nicht weiß was das ist dann unterschreib ich auch nicht.

Ich hätte erstmal nachgefragt was das ist und dann wäre der schon von alleine gegangen.
 
dann hättest du das gehört was er der dame auch erzählt hätte... eben was passiert aber nicht was es ist.
 
Dann hätt ich mir die Formel sagen lassen :p

Dann hätte er keinen Ausweg mehr gehabt :D
 
das sagt sich hier alles so leicht. im sicheren eigenheim, vor dem pc ist die welt doch ganz anders.

ich bin mir sicher ich würde denen auch auf den leim gehen WENN ich nich generell nichts unterschreiben.
 
Das ist so ähnlich wie der Titanic Artikel: "Natriumchlorid im Kochsalz entdeckt!!!!"
 
Naja, ich finde die Reaktion auf die Umfrage "leicht" übertrieben.
Ist es neu, dass viele Leute (und da schließe ich mich ein) etwas naiv und hilfsbereit sind?
In dem Link von Grimsdottîr (mit dem Versuch in D) wird es gut erklärt.
Wenn jemand charmant frägt, dann würden wohl die wenigsten kritisch nachhaken, worum es sich genau handelt (solang bei der Unterstützung der Person nur mit einer Unterschrift getan ist).

Übrigens, ich wäre darauf nicht reingefallen. Aber wahrscheinlich auch nur deswegen, weil ich fast jeden Tag mit chemischen Formeln und Namen für durchaus kompliziertere Verbindungen zu tun habe ;).


@ Mr. Incredible

Soll der Thread ein Aufruf zum weltweitem Misstrauen sein?
Man könnte die Umfrage auch unter dem Aspekt der Hilfsbereitschaft und des Vertrauen sehen.
Schlimmer fänd ich fast das gegenteilige Ergebnis: Keiner hätte unterschrieben, weil jeder einem engagierten 15-jährigen so viel Misstrauen gegenüber aufbringt und ihm deshalb nicht sofort bereit ist ihn zu unterstützen.


Die Umfrage sollte uns nicht die Leichtgläubigkeit der Leute kritisieren lassen, sondern die Methodik an sich, die bei (auch nicht wissenschaftlichen) Umfragen fast immer angewedet wird (wird auch in dem Link von Grimsdottîr erklärt).
 
Also man muss ja net unbedingt erschliessen können, dass Di(2)hydrogen(Wasserstoff-H)mono(1)oxid(Sauerstoff-O) = H²0, also Wasser ist. Aber wenn man sich nicht auskennt, kann man es doch wie die 6 Leute machen und für unstimmig stimmen. Aber einfach mal unterschreiben hmm..

Ist ja aber ne bekannte Strategie.. Handyverträge und co. werden auch umschrieben und man muss genau lesen, bevor man was kauft und nicht genau weiss was man da jetzt macht.
 
Liegt an 2 (oder 3) Dingen:

1: Der Großteil der Befragten Personen hat ohnehin eine Zustimmungstendenz zu Fragen (quasi) jedweder Art.

2: Wenn man permanent davon ausgehen würde, dass man betrogen und verletzt wird, könnte man nicht mal mehr Autofahren oder jemandem den Rücken zuwenden, den man nicht kennt. Das Gehirn muss doch auf relative Gutartigkeit spielen, um nicht vollkommen überfordert zu werden.

3: Wer hat schon Ahnung von Chemie.

Ansonsten aber gibt es ungeheuer viel Quatsch. Von BSE und Klauenseuche redet heute kein Mensch mehr. Damals ne Katastrophe. Selektive Wahrnehmung eben. Ich stelle mich ganz bestimmt nicht auf die Seite derjenige, die sagen "hätte ich doch durchschaut" oder "ist die Masse dumm".
 
Ich bleibe bei der Meinung: Die Menschen hinterfragen Dinge zu selten. Auch was sie in den Medien gesagt bekommen, wird nie hinterfragt - traurigerweise kann man es meist aber auch gar nicht.
Wieviele Dinge, die ihr gesagt bekommt, wisst ihr denn schon wirklich? Ich glaube fest daran, dass Wasser aus zwei Wasserstoff und einem Sauerstoff Atomen besteht, aber wissen, selbst geprüft oder was auch immer hab ich es nie... das kann man auch gar nicht. Der Mensch wird ja quasi von klein auf darauf "erzogen", das zu glauben was man ihm sagt... leider gewöhnen sich zu wenig Leute wohl an, Dinge zu hinterfragen... und manche übertreiben das und werden zu Verschwörungstheoretikern...
 
eine welt wie du dir sie scheinbar wünscht funktioniert nicht. die hätte vlt. im mitelalter funktioniert aber nicht bei derart komplexen wissensgebieten bei denen selbst experten ihres faches nur einen minimalen teil abdecken. ich weiß ja nicht was du beruflich machst, aber wenn du ständig alles hinterfragst kommst du wohl zu wenig.

-> zwischen dem hinterfragen von meldungen in div. medien und hinterfragen von 'wissen' wie etwa ob wasser denn wirklich aus h2 o besteht ist m.e. ein riesen unterschied.

gerade bei medienmeldungen ist m.e. ein hinterfragen recht einfach möglich. da es ja sehr viele quellen gibt und nicht nur 'unsere' pro usa/gb/krieg berichterstattung. internet, sat.fernsehen,...

etwa bei den anschlägen in london letztens. da parkt eines in der parkverbotszone und das andere wird beim einparken beim rammen von mülltonnen gesehen und ist deshalb verdächtig.
und das sollen intelligente terroristen (vlt. noch aus akademikerfamilien) sein?
und genau diese beiden autos werden dann selbstverständlich noch rechtzeitig entschärft... ein schelm wer böses denkt.
 
Ich sage doch selbst, dass ich Dinge wie "Ist die Erde rund?", "Ist Wasser = H2O?" gar nicht hinterfragen kann - kein Wunder also, dass der Mensch dazu neigt, alles einfach zu glauben.
Aber der Mensch sollte auch wissen, dass nicht immer alles wahr ist, was ihm erzählt wird...

Im Übrigen liegt "Wahrheit" sowieso meist im Auge des Betrachters... Vor x-Tausend Jahren war es "wahr", dass die Erde eine Scheibe ist ^^
Es machte auch damals keinen Sinn für die Leute, das zu hinterfragen... aber es gibt Dinge, wo es halt durchaus Sinn macht...

Edit: Und man sieht ja schon daran, wie aufmerksam 90% der ComputerBase-Leser News lesen, man betrachte z.B. die Diskussion um die Arcor-ISDN-Flat... wieviele Menschen haben sich eine Meinung anhand der Überschrift gebildet, welche nicht mal erwähnte, dass es sich um eine ISDN-Flat handelt? Die Leute lesen Überschriften und bilden sich Meinungen, und das ist schlimm. Sie machen sich kein Bild um die Hintergründe...
 
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1668mib schrieb:
Ich bleibe bei der Meinung: Die Menschen hinterfragen Dinge zu selten.
[...]
Ich glaube fest daran, dass Wasser aus zwei Wasserstoff und einem Sauerstoff Atomen besteht, aber wissen, selbst geprüft oder was auch immer hab ich es nie... das kann man auch gar nicht.
[...]
Ich habe in der Schule und an der Uni z.B. diesen Apperat live arbeiten sehen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Hofmann-Zersetzungsapparat
Ich hoffe das reicht dir erstmal als Beispiel dafuer das man diese Tatsache das Wasser eben jene Summenformel hat ueberpruefen kann. Gibt da noch viele andere chem. Reaktionen mit Wasser.
Aber dein Problem das du dies noch nicht selbst ueberpruefen konntest loest das natuerlich nicht^^

Aber das die Menschen zu wenig hinterfragen, damit geb ich dir recht.:)
 
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1668mib schrieb:
Im Übrigen liegt "Wahrheit" sowieso meist im Auge des Betrachters... Vor x-Tausend Jahren war es "wahr", dass die Erde eine Scheibe ist ^^
Es machte auch damals keinen Sinn für die Leute, das zu hinterfragen... aber es gibt Dinge, wo es halt durchaus Sinn macht...

damit das nicht der fall ist, gibt es empirische methoden die eine derartige fehlinterpretation von eindrücken/ergebnissen erschweren.

warum machte es damals keinen sinn, heute/jetzt aber schon?
 
Du verstehst nicht wie ich das mit dem "Sinn des Hinterfragens" meine... die Menschen waren in der Zeit gar nicht in der Lage, festzustellen ob die Erde eine Scheibe oder Kugel ist - aber das Ziel des Hinterfragens sollte ja entweder das Bestätigen oder das Widerlegen sein (also dass ich nach dem Hinterfragen sagen kann "gut, ich komme zu dem Schluss dass man Wasser verbieten soll" oder eben "ich widerspreche der Ansicht und denke, man sollte Wasser nicht verbieten") und das - jetzt wieder auf die Erde bezogen - war halt ohne einen gewissen wissenschaftlichen Entwicklungsstand nicht wirklich möglich... auf welcher Grundlage sollte denn ein Mensch vor 3000 Jahren die Form der Erde hinterfragen? Er hatte bislang nur Indizien dass es eine Scheibe ist aber keine Indizien, die was anderes vermuten ließen - im Grunde wäre so ein Mensch einer die ich vorher als "Verschwörungstheoretiker" abgestempelt hab... zieht sich irgendwelche Dinge an den Haaren herbei... wobei man sieht, diese Leute können damit auch recht haben...
 
@ 1668mib

Das Hinterfragen ist nicht so einfach wenn man sich in einem Gebiet nicht auskennt!


Mal ein anderes Beispiel:
Sollte man (2S)-2-amino-3- [4-(4-hydroxy-3-iodo-phenoxy)- 3,5-diiodo-phenyl]propansäure verbieten?
Eine zu hohe Konzentration führt unter anderem zu Herzinsuffizienz und Abmagerung.
Summenformel: C15H12I3NO4

Wie schaut es mit 3-[2-[(3-(2-carboxyethyl)-5-[(3-ethenyl-4-methyl-5-oxo-pyrrol-2-ylidene)methyl]-4-methyl-1H-pyrrol-2-yl]methyl)-5-[(4-ethenyl-3-methyl-5-oxo-pyrrol-2-ylidene)methyl]-4-methyl-1H-pyrrol-3-yl] propansäure aus?
Zu viel davon verursacht Gelbsucht. Sollten wir nicht versuchen, die Substanz und die, aus der es entsteht streng zu limitieren?
Für alle die immer kritisch nachfragen:
Summenformel: C33H36N4O6

Selbst wenn ihr jetzt weiter kritisch nachfragt und euch die Strukturformel der Verbindungen geben lasst, wird euch das nichts nutzen (die kennen vielleicht 0,0001% der Menschen auf der Welt).
Und warum sollte ein normaler Mensch sich mit chemischen Formeln auseinandersetzen, wenn er nichts davon versteht?

Bei den obgen Substanzen handelt es sich um Triiodthyronin (Schilddrüsenhormon) und Bilirubin (Abbauprodukt des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin).
Selbst mit diesen Namen werden die wenigsten etwas anfangen können.

Mit den Beispielen will ich nur zeigen, dass es meist nichts bringt, die Summenformel zu wissen (und selbst bei relativ einfach Verbindungen ist das für einen Nicht-Chemiker meist ein Ding der Unmöglichkeit. Deswegen wird er auch selten danach fragen) um auf die Chemikalie schließen zu können. Da muss man einfach dem anderen gegenüber vertrauen.


Viel erschreckender als das fehlende Hinterfragen bei wissenschaftlichen Themen, finde ich das fehlende Hinterfragen z.B. in der Politik.
Eine Linkspartei und die weiter Rechts gestellten Parteien, können vollmundige Versprechungen machen. Steuererhöhungen wird es natürlich nicht geben, das Geld um die Versprechungen umzusetzen, wird einfach aus dem Hut gezaubert.
Diese Parteien versuchen einfach in ein paar Punkten den Nerv der Zeit zu treffen und den Leuten in Bezug auf diese Punkte Honig ums Maul zu schmieren.
Aber es funktioniert leider! Anstelle dass ich eine Partei wähle, die wenigstens ansatzweise ein Konzept hat (auch wenn ich dadurch ein paar Einschränkungen in Kauf nehmen muss) wird die Partei gewählt, die mir die tollsten Sachen verspricht.
 
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Ich bin eigentlich nicht sehr leichtgläubig. Dennoch falle ich leicht auf Späße meiner Freunde rein^^. Ich glaube fast alles, was die mir erzählen.
Aber wenn es um Politik usw geht, habe ich mir einen Satz meines alten Deutschlehrers gemerkt. Er sagte, immer wenn jemand etwas berichtet o. ä. musst man sich Fragen, wem nützt das und wer hat etwas davon.
 
@seppuku: Klar ist es nicht einfach und oft sogar unmöglich, aber dann sollte man auch nicht blindlinks eine "Entscheidung" fällen über Dinge, von denen man nichts versteht, wie man das hier halt gesehen hat.
 

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