wie sicher ist zip/rar-verschlüsselung?

dermoritz

Lt. Commander Pro
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ich will sensible daten in archivieren auf dvd. als erstes kam mir zip/rar archivierung mit passwort in den sinn. nur wie sicher ist es (angenommen man verwendet ein gutes passwort).

gibt es was sicheres für diesen zweck? am liebsten mit passwort oder gespeichertem schlüssel.(ich will keine festplatten/ordnerverschlüsselung - da hab ich hier schon einige threads entdeckt)
 
Wenn du ein wirklich gutes Passwort bestehend aus Buchstaben, Zahlen, Sonderzeichen und auch noch Groß/Kleinschreibung verwendest, dann ist diese Methode sehr sicher. Das einzige ist: Man kann die Dateinamen erkennen auch wenn man das Passwort nicht weiss, indem man das Paket einfach öffnet. Also wenn du nicht willst, dass jemand deine Dateinamen lesen kann, dann ist diese Methode nichts für dich.

An Programmen kann ich dir leider keine Tips geben.
 
Ist da nicht in Windows was eingebaut?
Vista kann das, macht das auch überall.

Warum ist das nichts für dich?
 
Du kannst doch die Dateinamen auch verschlüsseln - musst bei der Eingabebox für das PW nur nen Haken in das Feld darunter setzen. Oder verwechsle ich da jetzt was?

edit: Gerade ausprobiert - geht! Du kannst das Archiv dann gar nicht ohne PW öffnen, geschweige denn entpacken (bei WinRAR).
 
Zuletzt bearbeitet:
WinRar ist dort sehr zu empfehlen.
Dort ist auch die Möglichkeit eingebaut, das auch die Dateinamen unter Schutz stehen und man kann sie nicht einsehen, wie hier im Post#2 behauptet.

Der Versuch das PW zu knacken, bzw durch hack rauszubekommen, soll auch sehr schwer sein.
Sicher ist es schon, aber es hängt auch nicht unerheblich vom Programm ab, welches das Archiv erstellt.
 
danke für die antworten!

ja bei winrar kann man auch die namen und sämtlich dateiattribute verschlüsseln und es verwendet: "AES (Advanced Encryption Standard) with a key of 128 bits."

das und eure aussagen langen mir :-)
 
Für den Normalverbraucher, denke ich, ist eine Archivverschlüsselung mit Winrar mehr als ausreichend. Da dauerts eine gewiss (lange) Zeit, vorausgesetzt das Passwort besteht aus mehreren Buchstaben,"Sonder"zeichen und Zahlen, das PW mit Hilfe von Brutforce zu knacken.

Bei Firmen, hm noja, wenn man den Algorithmus rausfindet, der zum Verschlüsseln verwendet wird, kriegt man bestimmt das Passwort in kürzester Zeit raus.
 
@eyedol: Es ist egal mit welchem Tool man eine RAR-Datei erstellt, da alle den gleichen Algorithmus verwenden! Was anderes wäre es wenn ein Tool zb keine Sonderzeichen im Passwort akzeptiert, was ich mir aber nicht so recht vorstellen kann.

@dermoritz: Was soll denn der Unterschied zwischen ner Platten-Verschlüsselung und RAR-Dateien mit Passwortschutz sein? Bei beiden hast du bei Verlust des Passwortes keine Chance an die Daten zu kommen, von daher versteh ich deinen Ansatz nicht so richtig. :confused_alt:

Wenn das Crypto-Verfahren einer Verschlüsselung keine Lücken aufweist, mit deren Hilfe man die Anzahl an Möglichen Schlüsseln reduzieren könnte (und somit die Rechenzeit), ist schon ein (kurzes) 8-stelliges Passwort bei Verwendung von Groß / Kleinbustaben, Zahlen & Sonderzeichen für Normalsterbliche ohne Supercomputer absolut unknackbar!

Es ergeben sich so PC-Rechenzeiten von mehreren Tagen bis mehrere Monate, ist also schon recht sicher. Und wenn das PW länger ist, steigen die Zeiten exponentiell an, bei 12 Zeichen zb benötigtt man mehrere Jahrzehnte bis Jahrhunderte!

IMO ist immer noch die sichere physikalische Aufbewahrung das beste, der wer muss schon als Privatmann zwingend seine Daten verschlüsseln?

Wie du ja schon selbst gemerkt hast, sind die Internetforen voll mit "Hilfe, hab mein PW vergessen und komme nicht mehr an die Daten ran!"-Threads! Und seltsamerweise nicht mit Themen wie "Hilfe, meine verschlüsselte Platte wurde gehackt!". :D

PCB

PS@Kandalf88: Algorithmen haben de Eigenschaft, das man selbst bei Kenntnis desselben damit nicht das Passwort zurückrechnen kann, es sind sog. One-way Algorithmen, die nur in eine Richtung funktionieren.
Bestes Beispiel ist Windows selbst, klar kennt es den eigenen verwendeten Algorithmus zur PW-Verschlüsselung, trotzdem kennt es nicht die PW der Anwender! Das PW wird mittels des Algorithmus in einen Hash-Wert umgewandelt und Windows vergleicht nur diesen Hash mit dem im System hinterlegten, sind beide gleich war das PW richtig.
 
Wie bereits gesagt - RAR verwendet AES-Verschlüsselung (das mit den 128 Bits konnte ich nun auf die Schnelle nicht finden). AES ist quasi der Standard unter den sicheren Verschlüsselungen (auch Programme von Steganos bzw. TrueCrypt verschlüsseln mit AES).

Wenn es dich interessiert - das von 7-Zip verwendete Dateiformat 7z verwendet ebenfalls AES-Verschlüsselung, allerdings sogar 256 Bit. :)

Daneben zeichnet sich 7z durch [...] Verschlüsselung nach dem AES-256-Standard aus.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator: (Lexikon-Link korrigiert)
Hey... Frage, gerade aufgefallen:

In der Wiki steht - so wie ich es auch immer behauptet habe - bei 7z:
starke Verschlüsselung: 7z implementiert starke Verschlüsselung nach dem Advanced Encryption Standard mit Schlüssellängen von 256 Bit (AES-256).

Allerdings bei 7-Zip:
7-Zip beherrscht ab der Version 4.43 beta auch die AES-Verschlüsselung (Rijndael mit 256 Bit Schlüssellänge).

Was heißt das? Heißt das, dass zwar die Möglichkeit der AES-256 schon immer bestand, aber sie noch gar nicht benutzt wurde, weil sie vom Programm selbst (7-Zip) noch nicht implementiert wurde?
 
Ein Programm wie Rarpassrecovery braucht 250 Jahre um nur ein aus 8 Klein/Grossbuchstaben betsehendes Passwort zu knacken mit einer Dualcore CPU
 
Nur dass die Computer-Leistung auch steigen wird und in 10 Jahren ein Rechner vllt. nur noch 1 Jahr braucht. ;)

Aber darum geht es gar nicht mehr, der Thread ist schon 2 1/2 Monate alt, bitte auf meine Frage konzentrieren! :)
 
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