Backup-Probleme nach Verschlüsselung

Sixe44

Cadet 3rd Year
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Hallo,
ich bin neu im Thema, also bitte seid nachsichtig ;)
Speicherschema:

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Ich habe vor einiger Zeit (im letzten August) mein Systemlaufwerk mit Veracrypt verschlüsselt und mit Ashampoo Backup Pro 15 gesichert. Das hat immer funktioniert, das Systemlaufwerk ist nur ~200 GB groß und auf einer 500-GB-Partition meiner HDD gespeichert. Ich habe immer inkrementelle Backups gemacht. Das hat bis jetzt gut funktioniert.

Gestern wollte ich ein Backup erstellen und plötzlich war die 500-GB-Partition zu klein. Ich habe keine Ahnung, warum. (Problem 1)
Ich habe alte inkrementelle Backups gelöscht und das Backup neu gestartet, aber das gleiche Problem trat erneut auf.

Auf derselben HDD befindet sich auch eine Partition mit all meinen Daten. Ich sichere diese Daten mit Ashampoo auf einem externen Laufwerk (5 TB) . Die Datenpartition ist etwa 3 TB groß, wobei 1 TB frei ist.

Anfang Januar habe ich die Partitionen (Systemsicherung und Daten) der HDD (separat) mit Veracrypt verschlüsselt. Ich habe nun versucht, die Datenpartition auf der externen HDD zu sichern. Ich sichere nicht die gesamte Partition, sondern nur bestimmte Ordner, die ich ausgewählt habe; ich sichere also nicht den Container, sondern Dateien aus diesem. Ich habe festgelegt, dass Backups 30 Tage lang aufbewahrt werden sollen.
Das externe Laufwerk hatte zu Beginn noch etwa 1,5 TB freien Speicherplatz. Die Sicherung schlug fehl (leider habe ich das USB-Kabel gezogen ._.). Jetzt habe ich gesehen, dass das externe Laufwerk nur noch 500 GB freien Speicherplatz hat, sodass die Sicherung zusätzlich 1 TB beansprucht hat. Außerdem hat die Sicherung extrem lange gedauert. (Problem 2)

Ich habe mit ChatGPT herausgefunden, dass dies an der Verschlüsselung liegen könnte, die dazu führt, dass die verschlüsselten Daten für meine Sicherungssoftware wie völlig neue Daten erscheinen, insbesondere da ich Änderungen 30 Tage lang aufbewahre.

Ich gehe davon aus, dass die beiden Probleme unabhängig voneinander sind.

Ich weiß nicht, wie ich jetzt weiter vorgehen soll. Der Start der Sicherung meiner Daten (Problem 2) würde wahrscheinlich den verbleibenden Speicherplatz auf meiner externen Festplatte überschreiten (obwohl die Sicherung zu 99 % abgeschlossen und somit fast fertig war). Sollte ich es probieren? Wird sich das Problem nach 30 Tagen von selbst beheben, wenn die verschlüsselten Daten für die Backup-Software nicht mehr als „völlig neu” erscheinen? Gibt es angesichts der „Mischung” aus "verschlüsselten" ("" weil das Laufwerk ja gemountet ist) und unverschlüsselten Backups überhaupt ein gültiges Backup? Ich bin für jeden Rat dankbar.

Und was könnte der Grund für Problem 1 sein?
 
von innerhalb von Windows sollte es kein Problem sein, da dein Backupprogramm die Daten direkt lesen kann.
Wenn du von einem Bootstick bootest und offline das Backup machst, dann sieht dein Backupprogramm nur die verschlüsselte Platte, die er nicht sichern kann, oder er macht eine Sektorsicherung der gesamten Platte, die sich zudem nicht komprimieren lässt (da die verschlüsselten Daten wie Random-Data aussieht, wo sich nichts komprimieren lässt. Auf der 500GB-Partition wirst du min. 250GB frei haben müssen, um das Backup machen zu können.
 
Hi, danke für die Idee.
Alles läuft innerhalb von Windows. Ich boote nicht von einem externen Stick oder ähnliches.
Wie viel Speicher auf der 500 GB Partition über war, kann ich nicht mehr sagen (sie ist ja jetzt voll beschrieben). Das letzte Backup vor ca. 1.5 Woche lief noch problemlos durch und es war auch noch ordentlich Platz auf der Partition.
 
falls du eine andere backupsoftware testen willst, es gibt noch veeam windows agent free
 
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Ich habe den Übeltäter für Problem 2 gefunden.
Durch Veracrypt erhält die Datenpartition wenn man sie mountet einen anderen Laufwerksbuchstaben. Ich habe in Ashampoo die zu sichernden Ordner zwar geändert, aber es wird auf der externen Festplatte eine komplette Sicherung unter dem neuen Laufwerksbuchstaben angelegt. Dadurch habe ich nun eine Sicherung von vor der Verschlüsselung (als der Laufwerksbuchstabe noch D war) und eine Sicherung mit dem neuen, durch mounting erzeugten Laufwerksbuchstaben (E).

Problem 1 bleibt ungelöst. Aktuell hat die gescheiterte Sicherung fast 400GB, das inkrement von der letzten Sicherung hat 116GB. Das klingt viel zu viel für eine Partition, die nur 200GB umfasst. Noch Ideen?
 
Sixe44 schrieb:
Problem 1 bleibt ungelöst. Aktuell hat die gescheiterte Sicherung fast 400GB, das inkrement von der letzten Sicherung hat 116GB. Das klingt viel zu viel für eine Partition, die nur 200GB umfasst. Noch Ideen?
da wäre die frage, was sieht das backup programm? Datensalat wegen der verschlüsselung oder alle dateien und programme?
 
@empower Es sollte alle Dateien und Programme sehen. Ich verstehe nicht, warum das Backup plötzlich so groß wird - es lief seit August vollkommen problemlos.
 
Unverschlüsselt macht Sinn, denn auch eine solche Verschlüsselung kann Schaden nehmen, hatte ich alels schon!
 
@Questionmark Ich habe 3 Kopien der Daten und alle Header separat gespichert. Ich denke, das passt, aber danke für deine Bedenken :)
 
Die gesicherten Header sind nett, nur leider oft nichts wert wenn VeraCrypt mal nicht will. Alles schon gehabt, weshalb ich inzwischen immer eine unverschlüsselt Version meiner Daten als Backup habe. Was bringt mir am Ende ein verschlüsseltes Backup wenn ichs selbst nicht mehr nutzen kann.

Der Einsatz von VeraCrypt auf einem Daily Driver in Vollverschlüsselung find ich ohnehin fragwürdig.

Ohnehin find ich dein Konzept auch nicht gut.
Backup des Hauptsystems auf die Platte auf der eigentlich die Produktiven Dateninhalte liegen, die auch verschlüsselt sind und dann da gesichert werden?

Ist das System Backup dann letztlich doch auch mit VeraCrypt verschlüsselt?

Die Kette ist verworren und vermutlich nur um eine Festplatte zu sparen?
 
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Einfache Lösung: System bleibt unverschlüsselt, und alle Daten werden auf anderen Partitionen bzw. Laufwerken verschlüsselt abgelegt. Alternative: In Veracypt nur noch Container verwenden, die man in einem anderen Laufwerk direkt ablegt, und dann braucht man nur noch den Container komplett kopieren für eine Sicherung.

Das System würde ich nur bei mobilen Geräten verschüsseln, für zu Hause ist das eher unnötig, außer man lebt in einer toxischen WG mit akuter Gefährdung.
 
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Danke euch für die Verbesserungsvorschläge.

Mojo1987 schrieb:
Alles schon gehabt, weshalb ich inzwischen immer eine unverschlüsselt Version meiner Daten als Backup habe. Was bringt mir am Ende ein verschlüsseltes Backup wenn ichs selbst nicht mehr nutzen kann.
Das Backup auf der externen Festplatte oben ist unverschlüsselt. Ich hatte geplant, es zu verschlüsseln, werde aber dann davon absehen.
Mojo1987 schrieb:
Der Einsatz von VeraCrypt auf einem Daily Driver in Vollverschlüsselung find ich ohnehin fragwürdig.
Mojo1987 schrieb:
Ohnehin find ich dein Konzept auch nicht gut.
Backup des Hauptsystems auf die Platte auf der eigentlich die Produktiven Dateninhalte liegen, die auch verschlüsselt sind und dann da gesichert werden?
Kannst du bei beidem ausführen, warum?
Mojo1987 schrieb:
Ist das System Backup dann letztlich doch auch mit VeraCrypt verschlüsselt?
Die Systemplatte ist verschlüsselt und die Partition, auf der das Systembackup liegt, ist auch verschlüsselt.
Mojo1987 schrieb:
Die Kette ist verworren und vermutlich nur um eine Festplatte zu sparen?
Das hat tatsächlich nichts damit zutun. Wo würdest du eine separate Festplatte einsetzen und warum?



Ganz abgesehen von den ganzen Sidequests, die hier aufgemacht werden, würde ich gerne zurück zu meinem Problem 1 kommen.
 
Zu Problem 1 kann man schwer was sagen, wenn man nicht selbst am System ist. Du musst halt schauen, welche Backupdateien da wie viel Platz belegen und wie die Einstellungen da in der Backupsoftware sind. Da wird irgendwo was falsch eingestellt sein.
Ich persönlich betreibe mein lokales Haupt-System seit Jahren wie folgt ohne Probleme:
  • Alles mit VeraCrypt verschlüsselt
  • Laufwerk C wird auf meine Daten-HDD (Laufwerk D) in einem separaten Backupordner gesichert
  • Mit FreeFileSync wird Laufwerk D monatlich auf eine von mehreren externen Festplatten gespiegelt

Ich habe mehrere externe Festplatten in Rotation, wodurch ich da eine Art Versionierung habe.
 
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ActivEnergy schrieb:
Ich persönlich betreibe mein lokales Haupt-System seit Jahren wie folgt ohne Probleme:
👍
Allerdings ist mir monatlich viel zu selten…
…gerade beim Betriebssystem = WIN = Nutzerprofile mit all dem Zeug da drin was man nicht wirklich außerhalb gelagert bekommt 😟
Und auch reine Vollautomatik ist nicht meins. Ich verteile manuell weitflächiger. Es gibt nichts dämlicheres also doch den Kryptotrojaner der sämtlich greifbaren Laufwerke erwischt (ich hatte da mal was…), inklusive der mit den Images.

CN8
 
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