WIN 10 auf SSD installiert. Was nun?

und warum rät man dann, nur eine festplatte beim installieren angeschlossen zu haben?
Angesichts der Unfälle von… Laien… ist die Aussage insofern richtig wenn man eine Linie annimmt die beschreibt ab wie viel Installationen diese deswegen in die Büx gehen und die reale Zahl jener Unfälle diese Linie überschreiten.

Wo im Leben will ich denn explizit den Bootloader nicht auf dem physischen LW haben wo ich WIN (generell mein Betriebssystem) installiere? Irgendwo in Testlaboren, aber nie in der Alltagspraxis selbst von Admins. UEFI hin, Board-Ports her - das sollte eigentlich endlich mal gelöst sein.
Wenigstens bootfähig muss so eine Platte sein (werden), Bootreihenfolge ist dann ein vom Betriebssystem nicht angreifbarer Stolperstein.
Komfort wäre es andere Bootloader zu erkennen und den User wenigstens zu fragen ob der auf ›der anderen‹ Platte gelöscht werden soll. Denn alles nimmt einem MS aus der Hand - nur hier schafft man das nicht wo es dauernd Unfälle gibt.

CN8
 
Allygxtxr schrieb:
'Kleines' Problem.. Ich habe meine HDD abgesteckt, um zu gucken was sich tut.. Naja, nichts. Mit der SSD allein bootet mein Pc nicht. Was ist los?
Klar, weil der Bootloader auf die HDD geschrieben wurde. Das passiert immer dann, wenn die Platten im System nicht korrekt an den SATA PORTS angeklemmt sind.
Die Systemplatte gehört immer an den ersten SATA PORT ! Alle weiteren Platten dahinter. Das kann doch nicht so schwer sein. Das BIOS/UEFI reagiert auf angeschlossene Platten. Dabei hält sich diese an eine Priroritätenliste, wie im übrigen auch Windows. Die Platte, welche am niedrigsten SATA PORT angeklemmt wird, erhält den Vorzug, vor den anderen und das BIOS reagiert teilweise automatisch auf das An- Ab und Umklemmen von Platten an den SATA PORTS. Es richtet dann automatisch beim Neustart die Platte als Bootlaufwerk fest, welche sich am niedrigsten SATA PORT angeklemmt befindet. Raegiert man darauf nicht, kann Windows nicht mehr starten.

Beispiel: Man klemmt eine SSD als Systemplatte an den SATA PORT 4 an. Eine HDD klemmt man an den SATA PORT 3 an. Nun installiert man Windows 10 und wählt dafür im Partitionsmenü von Windows die SSD als Installationslaufwerk. Nun passiert das , was man vermeiden sollte, der Bootloader von Windows landet aber auf der HDD und nicht auf der SSD, weil die HDD an einem SATA PORT unter der SSD angeklemmt wurde. Die Windows Installation befindet sich natürlich auf der SSD.

War das verständlich ?

Nächstes Beispiel: Die SSD wurde an den SATA PORT 4 angeklemmt. An weiteren SATA PORTS befindet sich keine Platte. Windows installiert sich auf die SSD und schreibt auch den Bootloader auf die SSD.
Nach der Installation kommt man auf die Idee, weitere Platten ins System anzuklemmen.
Eine HDD landet an SATA PORT 1, eine weitere an SATA PORT 2. Was passiert jetzt, wenn der PC neu gestartet wird ?

1. Das BIOS listet jetzt automatisch die Platte am niedrigsten SATA PORT als Bootlaufwerk.
2. Windows kann den zugewiesenen Bootloader nicht mehr finden, weil 2 Platten auf niedrigere PORTS angeklemmt wurden.
3. Landen die HDD´s an den SATA Ports 5 und 6, passiert nichts weiter. Bootlaufwerk bleibt die SSD bzw. bei UEFI Installationen der Windows Boot Manager, der sich in der EFI Systempartition in einem Verzeichnis auf der SSD befindet.

Es kann jedoch vorkommen, das bei UEFI Installationen das BIOS/UEFI die SSD an die erste Bootstelle schiebt. Dann startet Windows auch nicht mehr, weil dann manuell der Windows Boot Manager wieder an die erste Stelle geschoben werden muss. Nur der Windows Boot Manager enthält alle Informationen für das System, auf welcher Platte und welches Verzeichnis in der EFI Systempartition der Bootmanager steht und damit gestartet werden kann.

u.s.w. , u.s.w.

Also gleich von Anfang an richtig klemmen und man hat keine Probleme mehr !
Systemplatte an den ersten SATA PORT, alle weiteren Platten dahinter.

Ich möchte jetzt nicht weiter ausholen, was passiert, wenn man noch ein Mischboard hat, aus ATA und SATA Anschlüssen. Weil darauf wären ATA Anschlüsse bevorzugt ... vor SATA.

Landet der BOOTLOADER erst mal auf einer anderen Platte, wird es schwer, das wieder zu richten. Der Weg führt dann über den Reparaturmodus von Windows ... wobei nur die Platte angeklemmt sein darf, welche den Bootloader erhalten soll ... Und ganz wichtig ist dann auch, die Reparatur mindestens 2 mal zu wiederholen ! (das machen die wenigsten).

Viele Grüße
 
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Die Systemplatte gehört immer an den ersten SATA PORT ! Alle weiteren Platten dahinter. Das kann doch nicht so schwer sein.
Für Laien die danach gar nicht fragen und dran denken ist das eine schier unendliche Hürde. (Eben weil MS ihnen überall sosnt das Denkn abgewöhnt hat.)
CN8
 
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