mifritscher schrieb:
Der technische Hauptunterschied zw. 1.0 und 2.0 Geräten ist, dass 1.0 Geräte max. 24 Bit + 96 kHz sampling kann, 2.0 kann Zeugs wie 32 Bit und 384 kHz. Das allermeiste "normale" Zeug (Headsets, USB Lautsprecher, einfache USB Soundkarten und sowas), aber auch so einige "gut-einfache" DACs sind mit 24 Bit/96 kHz sehr gut bedient - viele Geräte nehmen sogar die 16 Bit/44,1 bzw. 48 kHz. Und dessen Chips verwenden durch die Bank 1.0.
Das ist aber dann Ursache und Wirkung verwechselt?
Ich mein, es ging um die Frage, ob es sinnig ist, einen derart alten Standard in 2026 noch zu verwenden. Ja, dass das in Verwendung ist, steht außer Frage. Das war nicht das Thema, mMn ist es deswegen dennoch fraglich, ob es sinnig ist, derart alte Standards dieser Tage weiter zu nutzen.
Denn es gibt eben Alternativen - UAC2 ist neuer und wäre von dem Problem nicht betroffen. UAC3 sieht sogar sogar eine Fallback Implementation vor um zurück auf UAC1 oder 2 zu fallen. Das heißt, ein altes Gerät könnte zumindest technisch den Fallback UAC1 oder 2 Modus nutzen ohne dass man in neuerer Software zwingend die alten Standards supporten muss usw.
Versteh mich nicht falsch - ich möchte nicht einen unnötig komplexen neueren Standard pauschal erzwingen. Rückwärts gesehen ist aber wie dieses Beispiel zeigt, das Unterstützten von ewig alten Standards eben auch ein Problem. Microsoft hat faktisch ein Komplexitätsproblem in Windows. In großen Teilen sind sie dafür selbst verantwortlich - die bauen den Kram ja - aber die gelebte Praxis wie eben hier mit UAC1 ist definitiv auch Teil des Problems.
Hätten die ganzen Hersteller ab 2017 bis heute auf UAC2 gesetzt, dann wären heute vielleicht paar wenige Altgeräte betroffen. Bei anderen Geräteklassen wird auch auf die neueren Standards gesetzt - ohne dass das im Zweifel direkten Nutzen hat, was häufig daran liegt, dass die Nachteile bei vorhandener Kompatibilität gar nicht oder nicht wirklich relevant sind.
0x8100 schrieb:
der umbau der klassischen dialoge und systemsteuerung startete mit windows 8 im jahr 2012 und bald 15 jahre später ist man in redmond immer noch nicht fertig...
Ich denke ein Grund dessen liegt u.A. auch darin begründet, dass man Microsoft seitig ewig lange Features mitschleppt, die deprecated sind.
Man kann schon ein paar Dinge daran erkennen - in aller Regel werden neue Features nicht im alten Menü oder in der alten Struktur mit/neu implementiert, sodass der Drang die alten Menüs zu nutzen, mit der Zeit immer geringer ausfällt. Problem ist halt nur, dass nicht alle Features gleichzeitig aus dem Support fallen.
Als Beispiel wäre hier WINS zu nennen - Support in Windows Server 2025 aka 24H2 bis 2034 - das sind noch 8 Jahre von heute.
Es wird keine Implementation von WINS in das Control Panel geben, gehe ich stark davon aus. Es wird beim alten Menü bleiben. Und damit muss auch das alte Menü bis min. 2034 für wenigstens dieses eine Menü existieren.
In einem 2025 Server Nachfolger, der eine neuere Build Codebasis nutzt als 24H2/25H2/26H2 könnte man das theoretisch raus kürzen - doof ist nur, dass dann bis 2034 Clientseitig potentiell WINS auch wieder relevant sein könnte. Der Server kann es noch bis dahin, also darf man davon ausgehen, dass der Client das auch können darf. Zumindest auf dem Papier. Das Menü kann also auch nicht ersatzlos entfallen.
Das alte Control Panel wird wahrscheinlich erst vollends entfallen, wenn all der alte Legacy Kram rausgefallen ist.