Ich habe gestern am eigenen Leib erfahren, dass es mit einem Image nicht immer zu 100 % klappt.
Da ich mein System gerade neu ordne, stand auch eine Neuinstallation von Windows 11 auf der ToDoListe. Mein altes System war ursprünglich ein Upgrade von Windows 8 auf 10 auf 11. Ich hatte diese Installation jahrelang mitgeschleppt und nur ein‑ oder zweimal zurückgesetzt. Jetzt wollte ich aber endlich ein System ohne Altlasten.
Also habe ich mit dem Media Creation Tool einen USB‑Stick erstellt und Windows 11 neu installiert. Dabei ist jedoch etwas schiefgelaufen, offenbar gab es Probleme mit der EFI‑Partition. Ich habe mehrere Laufwerke im System, und Windows hat wohl die falsche Partition erwischt.
Nach dem Neustart kam ein Fehler, und danach wollte mein Stick nicht mehr installieren.
Selbst das System „runterzubauen“, sodass nur noch die System‑NVMe angeschlossen war, hat nichts gebracht. Der Stick wollte einfach nicht booten. Zu dem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass der Stick völlig in Ordnung war, nur die Partitionen auf der NVMe waren verhunzt.
Da ich kein funktionierendes Windows mehr hatte, blieb mir nur der Mac. Aber damit habe ich es nicht geschafft, einen sauberen Installationsstick zu erstellen. Es kam immer der Fehler mit dem fehlenden Medientreiber. Ich habe Stunden damit verbracht, neue Sticks zu erstellen, die ISO mehrfach neu heruntergeladen usw.
Mit Balena oder dem Raspberry Pi Imager ließ sich das Image zwar auf den Stick schreiben, aber der gleiche Fehler kam immer wieder. Selbst das Image auf eine NVMe zu schreiben und davon zu installieren funktioniert mit nicht so einfach.
CMOS löschen, BIOS‑Defaults laden usw. hat ebenfalls nichts gebracht.
Gerettet hat mich am Ende ein alter Windows‑10‑Installationsstick. Also Windows 10 installiert, damit das Media Creation Tool ausgeführt, einen neuen Windows‑11‑Stick erstellt – und damit lief die Installation dann problemlos.
Auf dem Weg habe ich einiges gelesen, was man angeblich machen soll, aber die größten Stolpersteine waren Secure Boot, die 4‑GB‑Grenze und zusätzliche Partitionen auf dem Stick.
Diese Anleitung dazu habe ich allerdings erst gefunden, als ich schon mit dem neuen win11 Stick installiert habe. Da war es aber bereits 1:30 Uhr nachts… und wie man so schön sagt "Nach müde kommt blöd" ^^
Daher würde ich jedem empfehlen, Solange ihr noch ein funktionierendes Windows habt, nutzt das Media Creation Tool und erstellt euch direkt zwei Sticks, um auf Nummer sicher zu gehen. Es gibt nichts einfacheres.
Lasst außerdem nur die Platte aktiv, auf der Windows installiert werden soll. Das erleichtert es dem Boot Manager, auf der richtigen Platte zu landen.
Gerade wenn man Windows nicht mehrmals im Jahr neu installiert, ist das Tool von Microsoft auf jeden Fall die bessere Wahl. Der damit erstellte Stick funktioniert auch mit aktiviertem Secure Boot. Selbst erstellte Sticks tun das nur bedingt.
Von daher Mach es dir einfacher, außer du hast einen guten Grund, warum du unbedingt ein altes Image installieren möchtest.