TorenAltair schrieb:
Leider muss ich sagen, dass ich etliche "Nicht-Nerds" kenne, die noch XP, Vista, 7 und auch älter nutzen. Darunter auch Behörden, nicht wahr Nachbarstadt mit euren NT4-Servern
Also 7 meinetwegen, da läuft ja noch einiges drauf aber auf dem Rest läuft quasi nichts aktuelles mehr, da muss man sich schon sehr drum kümmern, dass man das sinnvoll nutzen kann. Was machen denn die NT4-Server? Also da kann man ja nichts drauf betreiben, was heutigen Anforderungen entspricht.
Und wer überwacht dann 24/7, ob man einen "Computer-Führerschein" hat, was ja auch für Smartphones, Smart-TVs etc. gelten würde? Das ist völlig illusorisch.
@Grimba &
@mchawk777:
Was sollen denn das bitte für Lücken und Viren sein? Klar gibt es zig ungepatchte Lücken, aber entsprechende Schadsoftware benötigt halt idR das Zutun des Nutzers. Was man sich vor über 20 Jahren direkt eingefangen hat (ich übrigens nicht, weil ich Win98SE nutzte, meine Kumpels mit XP aber), kann man sich heute gar nicht mehr einfangen hinter einem Router. Viren als solche gibt es quasi auch nicht mehr, die großen Player sind da Phishing, Botnets, Krypto-Mining und Ransomware (Hab ich was vergessen?).
Grimba schrieb:
Zudem gehen dem System aktuelle Browser und Cryptolibs aus, womit keiner Verbindung des Systems eigentlich noch vertraut werden kann. Aber mach was du willst, nur sei nicht überrascht, wenn‘s dir auf die Füße fällt.
Das stimmt so nicht. XP fehlt zwar der Support, aber Browser und Mail-Programme mit TLS 1.3 support gibt es (gibt's sogar für Win95/98/98SE/ME/2000), meinen offiziellen mirror von roytam1s Browser-Forks hatte ich oben schon verlinkt (
https://soggi.org/misc/tools.htm). Mir und anderen ist da seit weit über zehn Jahren nichts auf die Füße gefallen - wie schon gesagt, sollte man aber wissen, was man tut. BTW kann man nie irgendwem vertrauen, Systeme sind generell erstmal als kompromittiert zu betrachten.
mchawk777 schrieb:
Wenn sich ein Virus dennoch mal (auch über ein anderes Gerät) ins Netzwerk verirrt, dann stehen diese Retro-Kisten mit herunter gelassenen Hosen da.
Das ist doch schon arg konstruiert. Dazu muss erstmal ein Gerät (vermutlich irgendein Smart-/IoT-Gerät infiziert und sich dann mit passender Software zu einem Gerät mit einem nicht mehr supportetem System durchgehangelt werden, wo die Chance äußerst gering ist, dass es überhaupt existiert. Von so einem Angriff hab ich noch nie gehört. Wir reden hier ja nicht von hochinteressanten Zielen, die von staatlichen Akteuren gezielt in Einzelaktionen angegriffen werden (siehe z.B. Stuxnet und selbst das wurde whs mit USB-Sticks eingeschleust).
BTW denke man an Wannacry zurück, das sich wohl über ins Internet geöffnete SMB-Freigaben einnistete, was man schon fahrlässigerweise extra so konfigurieren muss (siehe auch
https://soggi.org/news/WannaCry-Ransomware-Patch-for-Microsoft-Windows-XP-Server-2003-8.htm).
Vll bekommen wir alle demnächst ein Problem, wenn immer mehr Schadsoftware automatisch durch KI erstellt wird, das kostet dann kaum was und man braucht die Spitzenkräfte nicht mehr.
Viele Grüße
soggi