Zu diesem Gehäuse habe ich leider nirgends Tests gefunden. So musste ich eben selbst Versuchskarnickel spielen.
Heute ist also mein Schnäppchen von eSATA 2,5" Gehäuse gekommen und wurde gleich unter die Lupe genommen.
Ich habe von Anfang an nicht zu viel erwartet, da das Gehäuse das günstigste überhaupt mit eSATA-Anschluss ist.
EUR 8,91 für das Gehäuse und ca. EUR 49,81 gingen für die HDD an den Onlineshop.
Getestet wird auf einem ASUS P5E Deluxe mit X48-Chipsatz (man könnte es jetzt aber auch ASUS Rampage Formula nennen). SATA-Controller: ICH9R.
1. Ausstattung
PERFEKT, um es in einem Wort auf den Punkt zu bringen.
Wer zu diesem Preis drei Kabel und eine Slotblende (hier eigentlich Kabel Nr. 4 mit dran!) mitliefert, bei dem kaufe ich auch weiterhin gerne ein. Um genau zu sein sind dabei:
- USB -> Strom
- USB -> Mini-USB
- eSATA - eSATA
- Slotblende zum Anschluss am Mainboard
- leicht gepolsterte Hülle
- schickes Gehäuse mit einem "One-Touch" Knopf für schnelle Backups
- kleiner Schraubenzieher
- Schrauben: 4x für HDD-Befestigung von unten, 8x für den Gehäusemantel
- CD (habe ich nicht gebraucht; Win98 Treiber sind da mit dabei)
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte:

Zum "One-Touch" Knopf: Auf der Homepage von Wintech gibt es diesen Knopf gar nicht auf dem Wintech EX-MOB-30, sondern nur auf dem EX-MOB-29.
Trotzdem findet er sich bei mir und ich denke bei neuen Revisionen wird der schon dabei sein. Allerdings muss man hierzu sicherlich Zusatzsoftware installieren, was ich persönlich nicht möchte.
2. Inbetriebnahme
Leider springt die Platte nicht an, wenn sie nur per USB-Kabel verbunden ist. Der Versuch ist zu hören (die HDD-Scheiben fangen an zu rotieren und hören nach 1sek wieder auf). Mit einer kleineren, stromsparenderen Festplatte könnte es trotzdem funktionieren.
Der Stromanschluss ist eigentlich ein bisschen zu nah beim USB-Anschluss, aber damit kann man leben.
Nachtrag: Habe jetzt eine 160GB HDD verbaut. Auch hier werden beide USB-Kabel zur Stromversorgung benötigt (sowohl am PC als auch an meinem Notebook).

Beim eSATA-Betrieb müssen alle drei Kabel (USB-Strom, Mini-USB, eSATA) angesteckt werden.
Nachtrag:
3. Performanz
3.1 USB 2.0
Jetzt musste ich mich nur noch von der Geschwindigkeit überzeugen, und wurde leider (zumindest bei der USB-Schnittstelle) etwas enttäuscht:





Wie man sieht gibt es gerade am Anfang der Festplatte große Leistungseinbrüche. Ich bin fast am überlegen, die HDD wieder einzuschicken...
Vom Random Access Write wurde ich ziemlich überrascht (warum geht das schneller als Read?!), wobei ich jetzt keinen direkten Vergleich mit anderen 2,5" HDDs habe.
3.2 eSATA
Nach einer kleinen Verzögerung gibt's jetzt auch die Benchmarks zur eSATA-Schnittstelle.
Leider müssen für den eSATA-Betrieb alle Kabel angeschlossen werden, damit die Festplatte genug Strom bekommt.
Hier sieht man einen kleinen Vergleich der Geschwindigkeit zwischen USB- und eSATA-Schnittstelle.

Hier gibt es zum Glück keinen Geschwindigkeitseinbruch in den Anfangssektoren.

Gemischte Gefühle zur Schreibleistung. Hier habe ich schon schöneres gesehen.


Gegen den I/O Fehler konnte ich leider nichts unternehmen. Er tritt auch bei meinen anderen 3,5"-Festplatten, die am SATA-Controller angeschlossen sind, ab dem 1mb-Test auf.
3.3 eSATA vs. USB2.0

Nun sehe ich mich darin bestätigt, die richtige Entscheidung bei der Gehäusewahl getroffen zu haben.
Die USB-Schnittstelle sieht hier in so gut wie keinem Bereich Land, verglichen mit den HDTach-Werten des eSATA-Anschlusses.
4. Lautstärke und Temperatur
Ich kann die Platte, wenn sie am Boden neben meinem PC liegt (Wakü-gekühlt), auch beim Random-Access-Test nicht raushören.
Die Temperatur konnte ich über USB nicht auslesen, über die eSATA-Schnittstelle funktionierte es aber.
Im Gehäuse mit der Schutzhülle kommt man nicht über 38° nach langem Betrieb. Somit auch hier alles im grünen Bereich.
5. Fazit
Dieses Gehäuse erfüllt seinen zweck wie ich es mir vorgestellt hatte. An der USB-Performanz ließe sich noch etwas machen, aber eigentlich ist das Einsatzgebiet der eSATA-Anschluss.
Wer die beste USB-Performanz wünscht, der sollte sich ein anderes Gehäuse suchen.
Im Prinzip ist es aber auch keine Kunst, gute Leistung über eSATA zu bringen, da schließlich alles vom PC-Internen SATA-Controller abhängt.
Der Hersteller gibt zwar an, dass die maximale Festplattengröße für das Gehäuse bei 320GB liegt, jedoch halte ich diese Aussage für haltlos. Technisch gesehen gibt es sicherlich keine festen Größengrenzen, solange genug Strom geliefert wird. Der USB-Controller wurde wahrscheinlich hergestellt, bevor es 500GB 2,5" HDDs auf dem Markt gab. Wintech möchte einfach nicht zu viel versprechen.
Wer eine andere (schnellere oder größere) Festplatte mit diesem Gehäuse verwenden will, dem lege ich einen Artikel von Hartware.at zu Herzen. Dort werden neun Festplatten (unter anderem auch die hier getestete) gründlich mit h2benchw (c't-Tool) unter die Lupe genommen.
Heute ist also mein Schnäppchen von eSATA 2,5" Gehäuse gekommen und wurde gleich unter die Lupe genommen.
Ich habe von Anfang an nicht zu viel erwartet, da das Gehäuse das günstigste überhaupt mit eSATA-Anschluss ist.
EUR 8,91 für das Gehäuse und ca. EUR 49,81 gingen für die HDD an den Onlineshop.
Getestet wird auf einem ASUS P5E Deluxe mit X48-Chipsatz (man könnte es jetzt aber auch ASUS Rampage Formula nennen). SATA-Controller: ICH9R.
1. Ausstattung
PERFEKT, um es in einem Wort auf den Punkt zu bringen.
Wer zu diesem Preis drei Kabel und eine Slotblende (hier eigentlich Kabel Nr. 4 mit dran!) mitliefert, bei dem kaufe ich auch weiterhin gerne ein. Um genau zu sein sind dabei:
- USB -> Strom
- USB -> Mini-USB
- eSATA - eSATA
- Slotblende zum Anschluss am Mainboard
- leicht gepolsterte Hülle
- schickes Gehäuse mit einem "One-Touch" Knopf für schnelle Backups
- kleiner Schraubenzieher
- Schrauben: 4x für HDD-Befestigung von unten, 8x für den Gehäusemantel
- CD (habe ich nicht gebraucht; Win98 Treiber sind da mit dabei)
Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte:

Zum "One-Touch" Knopf: Auf der Homepage von Wintech gibt es diesen Knopf gar nicht auf dem Wintech EX-MOB-30, sondern nur auf dem EX-MOB-29.
Trotzdem findet er sich bei mir und ich denke bei neuen Revisionen wird der schon dabei sein. Allerdings muss man hierzu sicherlich Zusatzsoftware installieren, was ich persönlich nicht möchte.
2. Inbetriebnahme
Leider springt die Platte nicht an, wenn sie nur per USB-Kabel verbunden ist. Der Versuch ist zu hören (die HDD-Scheiben fangen an zu rotieren und hören nach 1sek wieder auf). Mit einer kleineren, stromsparenderen Festplatte könnte es trotzdem funktionieren.
Der Stromanschluss ist eigentlich ein bisschen zu nah beim USB-Anschluss, aber damit kann man leben.
Nachtrag: Habe jetzt eine 160GB HDD verbaut. Auch hier werden beide USB-Kabel zur Stromversorgung benötigt (sowohl am PC als auch an meinem Notebook).

Beim eSATA-Betrieb müssen alle drei Kabel (USB-Strom, Mini-USB, eSATA) angesteckt werden.
Nachtrag:
smoke81 schrieb:Habe das Teil mit der gleichen Samsung 320GB-Platte verbaut und läuft an meinem Notebook [12", SiS-Chipsatz] völlig problemlos mit nur einem USB-Anschluss (und damit nur einer Stromversorgung).
3. Performanz
3.1 USB 2.0
Jetzt musste ich mich nur noch von der Geschwindigkeit überzeugen, und wurde leider (zumindest bei der USB-Schnittstelle) etwas enttäuscht:





Wie man sieht gibt es gerade am Anfang der Festplatte große Leistungseinbrüche. Ich bin fast am überlegen, die HDD wieder einzuschicken...
Vom Random Access Write wurde ich ziemlich überrascht (warum geht das schneller als Read?!), wobei ich jetzt keinen direkten Vergleich mit anderen 2,5" HDDs habe.
3.2 eSATA
Nach einer kleinen Verzögerung gibt's jetzt auch die Benchmarks zur eSATA-Schnittstelle.
Leider müssen für den eSATA-Betrieb alle Kabel angeschlossen werden, damit die Festplatte genug Strom bekommt.
Hier sieht man einen kleinen Vergleich der Geschwindigkeit zwischen USB- und eSATA-Schnittstelle.

Hier gibt es zum Glück keinen Geschwindigkeitseinbruch in den Anfangssektoren.

Gemischte Gefühle zur Schreibleistung. Hier habe ich schon schöneres gesehen.


Gegen den I/O Fehler konnte ich leider nichts unternehmen. Er tritt auch bei meinen anderen 3,5"-Festplatten, die am SATA-Controller angeschlossen sind, ab dem 1mb-Test auf.
3.3 eSATA vs. USB2.0

Nun sehe ich mich darin bestätigt, die richtige Entscheidung bei der Gehäusewahl getroffen zu haben.
Die USB-Schnittstelle sieht hier in so gut wie keinem Bereich Land, verglichen mit den HDTach-Werten des eSATA-Anschlusses.
4. Lautstärke und Temperatur
Ich kann die Platte, wenn sie am Boden neben meinem PC liegt (Wakü-gekühlt), auch beim Random-Access-Test nicht raushören.
Die Temperatur konnte ich über USB nicht auslesen, über die eSATA-Schnittstelle funktionierte es aber.
Im Gehäuse mit der Schutzhülle kommt man nicht über 38° nach langem Betrieb. Somit auch hier alles im grünen Bereich.
5. Fazit
Dieses Gehäuse erfüllt seinen zweck wie ich es mir vorgestellt hatte. An der USB-Performanz ließe sich noch etwas machen, aber eigentlich ist das Einsatzgebiet der eSATA-Anschluss.
Wer die beste USB-Performanz wünscht, der sollte sich ein anderes Gehäuse suchen.
Im Prinzip ist es aber auch keine Kunst, gute Leistung über eSATA zu bringen, da schließlich alles vom PC-Internen SATA-Controller abhängt.
Der Hersteller gibt zwar an, dass die maximale Festplattengröße für das Gehäuse bei 320GB liegt, jedoch halte ich diese Aussage für haltlos. Technisch gesehen gibt es sicherlich keine festen Größengrenzen, solange genug Strom geliefert wird. Der USB-Controller wurde wahrscheinlich hergestellt, bevor es 500GB 2,5" HDDs auf dem Markt gab. Wintech möchte einfach nicht zu viel versprechen.
Wer eine andere (schnellere oder größere) Festplatte mit diesem Gehäuse verwenden will, dem lege ich einen Artikel von Hartware.at zu Herzen. Dort werden neun Festplatten (unter anderem auch die hier getestete) gründlich mit h2benchw (c't-Tool) unter die Lupe genommen.
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