Leserartikel Wintech EX-MOB-30: eSATA & USB2.0 Gehäuse mit 2,5" Samsung M6S 320GB

dEad0r

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Zu diesem Gehäuse habe ich leider nirgends Tests gefunden. So musste ich eben selbst Versuchskarnickel spielen.
Heute ist also mein Schnäppchen von eSATA 2,5" Gehäuse gekommen und wurde gleich unter die Lupe genommen.
Ich habe von Anfang an nicht zu viel erwartet, da das Gehäuse das günstigste überhaupt mit eSATA-Anschluss ist.
EUR 8,91 für das Gehäuse und ca. EUR 49,81 gingen für die HDD an den Onlineshop.
Getestet wird auf einem ASUS P5E Deluxe mit X48-Chipsatz (man könnte es jetzt aber auch ASUS Rampage Formula nennen). SATA-Controller: ICH9R.

1. Ausstattung

PERFEKT, um es in einem Wort auf den Punkt zu bringen.

Wer zu diesem Preis drei Kabel und eine Slotblende (hier eigentlich Kabel Nr. 4 mit dran!) mitliefert, bei dem kaufe ich auch weiterhin gerne ein. Um genau zu sein sind dabei:
- USB -> Strom
- USB -> Mini-USB
- eSATA - eSATA
- Slotblende zum Anschluss am Mainboard
- leicht gepolsterte Hülle
- schickes Gehäuse mit einem "One-Touch" Knopf für schnelle Backups
- kleiner Schraubenzieher
- Schrauben: 4x für HDD-Befestigung von unten, 8x für den Gehäusemantel
- CD (habe ich nicht gebraucht; Win98 Treiber sind da mit dabei)

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte:



Zum "One-Touch" Knopf: Auf der Homepage von Wintech gibt es diesen Knopf gar nicht auf dem Wintech EX-MOB-30, sondern nur auf dem EX-MOB-29.
Trotzdem findet er sich bei mir und ich denke bei neuen Revisionen wird der schon dabei sein. Allerdings muss man hierzu sicherlich Zusatzsoftware installieren, was ich persönlich nicht möchte.


2. Inbetriebnahme


Leider springt die Platte nicht an, wenn sie nur per USB-Kabel verbunden ist. Der Versuch ist zu hören (die HDD-Scheiben fangen an zu rotieren und hören nach 1sek wieder auf). Mit einer kleineren, stromsparenderen Festplatte könnte es trotzdem funktionieren.
Der Stromanschluss ist eigentlich ein bisschen zu nah beim USB-Anschluss, aber damit kann man leben.
Nachtrag: Habe jetzt eine 160GB HDD verbaut. Auch hier werden beide USB-Kabel zur Stromversorgung benötigt (sowohl am PC als auch an meinem Notebook).



Beim eSATA-Betrieb müssen alle drei Kabel (USB-Strom, Mini-USB, eSATA) angesteckt werden.

Nachtrag:
smoke81 schrieb:
Habe das Teil mit der gleichen Samsung 320GB-Platte verbaut und läuft an meinem Notebook [12", SiS-Chipsatz] völlig problemlos mit nur einem USB-Anschluss (und damit nur einer Stromversorgung).


3. Performanz


3.1 USB 2.0

Jetzt musste ich mich nur noch von der Geschwindigkeit überzeugen, und wurde leider (zumindest bei der USB-Schnittstelle) etwas enttäuscht:












Wie man sieht gibt es gerade am Anfang der Festplatte große Leistungseinbrüche. Ich bin fast am überlegen, die HDD wieder einzuschicken...
Vom Random Access Write wurde ich ziemlich überrascht (warum geht das schneller als Read?!), wobei ich jetzt keinen direkten Vergleich mit anderen 2,5" HDDs habe.


3.2 eSATA

Nach einer kleinen Verzögerung gibt's jetzt auch die Benchmarks zur eSATA-Schnittstelle.
Leider müssen für den eSATA-Betrieb alle Kabel angeschlossen werden, damit die Festplatte genug Strom bekommt.

Hier sieht man einen kleinen Vergleich der Geschwindigkeit zwischen USB- und eSATA-Schnittstelle.



Hier gibt es zum Glück keinen Geschwindigkeitseinbruch in den Anfangssektoren.



Gemischte Gefühle zur Schreibleistung. Hier habe ich schon schöneres gesehen.





Gegen den I/O Fehler konnte ich leider nichts unternehmen. Er tritt auch bei meinen anderen 3,5"-Festplatten, die am SATA-Controller angeschlossen sind, ab dem 1mb-Test auf.


3.3 eSATA vs. USB2.0



Nun sehe ich mich darin bestätigt, die richtige Entscheidung bei der Gehäusewahl getroffen zu haben.
Die USB-Schnittstelle sieht hier in so gut wie keinem Bereich Land, verglichen mit den HDTach-Werten des eSATA-Anschlusses.



4. Lautstärke und Temperatur


Ich kann die Platte, wenn sie am Boden neben meinem PC liegt (Wakü-gekühlt), auch beim Random-Access-Test nicht raushören.

Die Temperatur konnte ich über USB nicht auslesen, über die eSATA-Schnittstelle funktionierte es aber.
Im Gehäuse mit der Schutzhülle kommt man nicht über 38° nach langem Betrieb. Somit auch hier alles im grünen Bereich.



5. Fazit


Dieses Gehäuse erfüllt seinen zweck wie ich es mir vorgestellt hatte. An der USB-Performanz ließe sich noch etwas machen, aber eigentlich ist das Einsatzgebiet der eSATA-Anschluss.
Wer die beste USB-Performanz wünscht, der sollte sich ein anderes Gehäuse suchen.
Im Prinzip ist es aber auch keine Kunst, gute Leistung über eSATA zu bringen, da schließlich alles vom PC-Internen SATA-Controller abhängt.

Der Hersteller gibt zwar an, dass die maximale Festplattengröße für das Gehäuse bei 320GB liegt, jedoch halte ich diese Aussage für haltlos. Technisch gesehen gibt es sicherlich keine festen Größengrenzen, solange genug Strom geliefert wird. Der USB-Controller wurde wahrscheinlich hergestellt, bevor es 500GB 2,5" HDDs auf dem Markt gab. Wintech möchte einfach nicht zu viel versprechen.
Wer eine andere (schnellere oder größere) Festplatte mit diesem Gehäuse verwenden will, dem lege ich einen Artikel von Hartware.at zu Herzen. Dort werden neun Festplatten (unter anderem auch die hier getestete) gründlich mit h2benchw (c't-Tool) unter die Lupe genommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
sehr guter Bericht *daumen hoch* !! :-)

Da du ja ein "billig"-gehäuse verwendet hast, sind demnach teurere Modelle vom usb 2.0 her schneller als nur die mageren 30mb/s beim billig-gehäuse? erfahrungewerte?
 
So, ich bin endlich (nach einwöchiger Pause) fertig geworden mit meinem Review.
Ich werde meine 160GB Notebook-HDD nun durch diese 320GB-HDD ersetzen und die 160GB HDD im Wintech EX-MOB-30 Gehäuse lassen.
Wenn gewünscht, stelle ich auch zur 160GB HDD einen Benchmarkdurchlauf online.


Zu folgender Sache:
theblade schrieb:
sehr guter Bericht *daumen hoch* !! :-)

Da du ja ein "billig"-gehäuse verwendet hast, sind demnach teurere Modelle vom usb 2.0 her schneller als nur die mageren 30mb/s beim billig-gehäuse? erfahrungewerte?

Danke für's Feedback ;-)

Ganz so schlimm schneidet das Gehäuse ja auch nicht ab. Aber generell ist man bei USB2.0 bei 35 MB/sec komplett am Ende.
Ich habe eine 3,5" Externe 1TB HDD mit HDTach untersucht und festgestellt, dass nicht einmal die Burst-Rate über 35 MB/sec kommt.
Von einem guten Gehäuse (bzw. von dessen Controller) sollte man also durchgehend diesen Wert beim Lesen und Schreiben erwarten, sobald eine aktuelle (schnelle) Festplatte eingebaut wird.
Auch sollte die Zugriffszeit klein bleiben, was bei diesem Gehäuse gut gelingt.
 
Zuletzt bearbeitet:
die benchmarks sehen mal extrem merkwürdig aus, haste mal nen bad sektor check gemacht. ich benutze die selbe konstallation allein in 3,5" und kann mich nicht über derartige geschwindigkeitseinbußen beklagen. gerade bei usb 2.0 gebrauch liege ich bei allen bislang getesteten pc´s zwischen 27-30 mb/s konstant, via esata habe ich mit der 3,5" F1 von samsung die selben leistungen, wie direkt am controller, also 90 mb/s, natürlich nich mit der labtop-variante vergleichbar, aber einbrüche gen null hab ich so nur von kaputten platten aus P3 zeiten in erinnerung... naja und von usb 2.0 sollte man halt nicht mehr erwarten, als die innerhalb der grenzen der spezifikation liegenden 30mb/s...
 
Denke der einzige Grossartige unterschied zwischen einem Teueren Case und diesem ist das man vlt nur ein 1 USB Kabel braucht für Datentransfare oder als Strom Lieferanten für eSata

Aber sehr schöner Test :D für den preiss super leistung
 
ganjostyme schrieb:
die benchmarks sehen mal extrem merkwürdig aus, haste mal nen bad sektor check gemacht. ich benutze die selbe konstallation allein in 3,5" und kann mich nicht über derartige geschwindigkeitseinbußen beklagen.


Jo, die Festplatte ist vollkommen in Ordnung. Da sie über eSATA keinerlei Leistungseinbrüche zeigt, schiebe ich die Schuld auf den "billigen" USB-Controller im Gehäuse, denn auch in anderen Computern sehen die Benchmarkgraphen ähnlich aus in den Startsektoren.

Dass dein 3,5" Gehäuse dieses Problem nicht hat, ist doch ein Grund zur Freude ;-)
 
@ dEad0r
Schöner Testbericht, lese ich immer gerne, von User hier einen realen Praxistest abliefern.
Um bei externen Festplatten auch über USB die Temperatur auslesen zu können, funktioniert z.B. mit dem Programm Everest Ultimate Edition neuere Generation, ist aber nicht mehr wie früher Freeware.
https://www.computerbase.de/downloads/systemtools/everest/

MfG schrauber
 
Danke für den Hinweis schrauber. Ich denke über USB wird die Platte bei voller Belastung vielleicht 1-2° kälter, da nicht die gleichen Geschwindigkeiten erreichbar sind. Über eSATA waren es wie gesagt schlappe 38° nach einer halben Stunde Vollast.

Ich habe es gerade unter dem Punkt "1. Ausstattung" editiert:
Es gibt einen kleinen Knopf mit der Beschriftung "One-Touch". Wenn ich diesen drücke, dann passiert einfach nichts.
Hat zufällig jemand dieses Gehäuse gekauft und kann was dazu sagen?

--> Edit: Hab mal online nachgelesen. Ein Backup-Button ist das. Benutzen werd ich den wohl nicht, das bekomme ich auch so hin.
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe das Teil mit der gleichen Samsung 320GB-Platte verbaut und läuft an meinem Notebook völlig problemlos mit nur einem USB-Anschluss (und damit nur einer Stromversorgung).

Dass man also alle Kabel anschließen muss, ist sicherlich systemabhängig. Was mich allerdings wundert, dass es an dem High-End-Mainboard nicht funktioniert, bei mir aber am billigen 12" Läppi mit Sis-Chipsatz dagegen einwandfrei :D
 
Bääääh jetzt binni neidisch, mein 15,4" HP Notebook will auch zwei Kabel ;D Wirst gleich mal Zitiert im Test :P
 
Hab mir aufgrund des Berichts hier auch zwei der doch recht günstigen Gehäuse zugelegt. Funktioniert soweit auch alles tadellos und schnell, auch an nur einem USB-Port (dürfte auch eher vom Mobo und der verbauten Platte abhängen).

Aber: Die 8 beigelegten Gehäuseschrauben sind entweder zu klein oder was ich vermute: jemand im Werk hat die Gehäuse mit zu großen Schrauben getestet und damit die Gewinde völlig vernudelt.

Trifft wie gesagt beide von mit bestellten Gehäuse. Auf der Platine neben den Schrauben für die Plattenbefestigung und aussen am Gehäuse an den Schraublchern sind passende Kratzspuren von Schraubvorgängen. Beide Kartons waren Original verschweisst, der Händler war es demnach meiner Meinung nach nicht.

Auch im hinteren Bereich auf der Unterseite nahe der Anschlüsse sieht der Mittelsteg aus wie ausgebrochen. Ist ebenfalls bei beiden Gehäusen so. Kalte Lötstellen haben auch beide, aber einen verutschten, aber doch kontaktierten Wiederstand findet sich nur bei einem (immerhin).

Ist das überall so? Schade das die Gehäuse so billig sind, so lohnt sich dank Versand kein Fernabsatz...

Gruß
FRAG
 
Huch also bei mir konnt ich problemlos schrauben. Habs auch mehrmals geöffnet gehabt und soweit verarbeitungstechnisch nix negatives bemerkt. Schade dass das nicht konsequent durchgezogen wird bei Wintech.
Hmm aber auch Händler können sicher ne Plastikfolie drum herum schweißen^^ "passende Kratzspuren" würde hier schonmal passen...
 
Wenn ich dann eSATA nutzen will und zwangsweise auch per USB am PC anbinde, wie stelle ich dann sicher, das ich über eSATA zugreife?

Oder schaltet das Gehäuse um, sobald ich eSATA anstecke?

Den Test von hartware finde ich etwas unfair, die echt gute Hitachi 5K500.B-Serie fehlt da, ebenso die guten WD Scorpio
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Hitachi hab' ich auch vermisst, ja...

Und genau wie du schon sagst, schaltet das Gehäuse beim Anschluss des eSATA-Kabels um. Läuft problemlos, egal ob man zuerst die USB-Stecker anschließt oder das eSATA-Kabel.
Ich fange aber trotzdem mit dem eSATA-Stecker an, da Windows ansonsten kurz denkt es wäre ein USB2.0 HDD dran - dabei verschwindet sie gleich wieder ("sicheres Entfernen" spielt da möglicherweise auch eine Rolle).
 
Danke für die Info :daumen:
 
Hallo,

ich weiß das das Thema schön etwas älter ist und der Test auch schon eine Weile zurück liegt. Vielleicht kann mir aber doch noch jemand meine Frage beantworten.

Ich habe mir das getestete Wintech Gehäuse gekauft. Nun habe ich festgestellt, daß wenn die das Gehäuse mit USB 2.0 betreibe ich keine externe Stromversorgung per USB mehr brauche. Das USB Kabel über das die Daten auch kommen reicht vollkommen zur Stromversorgung meiner Festplatte.

Anders sieht es allerdings aus wenn ich die Festplatte per eSATA verbinde.
Okay klar mein PC hat keinen Power eSATA Anschluß, somit kann sich da ja auch nichts tun. Nun habe ich mir deshalb ein spezielles eSATA Kabel gekauft welches noch einen zusätzlichen USB Stecker neben dem eSata Stecker hat welcher sich von einem freien USB Port an meinem Rechner der Strom holt und diesen dann in den eSata Stecker (der jetzt zum Power eSATA Stecker wird!) speist welcher dann in die eSATA Buchse des Wintech Gehäuses kommt. Soweit so gut, nur das Problem ist es tut sich nichts. Die Festplatte läuft nicht an. Mein Versacht ist nun, daß der eSATA Port am Wintech Gehäuse kein Power eSATA unterstützt. Kann das sein? Hat jemand die gleiche Erfahrung schon gemacht?

Danke euch schon mal für eure Antworten.
 
Hat kein eSATAp, das ist auch in kaum einem Gehäuse zu finden, nur von Delock sind mir ein paar Modelle damit bekannt. Stromversorgung per USB ist Pflicht.
 
Halllo,

Danke für die schnelle Antwort. Habe mir schon fast gedacht, daß das Wintech Gehäuse kein eSATAp unterstütz. Eigentlich schade aber ich denke für den Preis was man für das Gehäuse zahlt kann man das auch nicht erwarten. Danke für den Tip mit den Delock Gehäusen werde mich da auch mal umschauen und informieren.
 
Danke für den Link! Wahrscheinlich wird mein nächstes Gehäuse dann eins von Delock werden. Wobei ich von dem Wintech Gehäuse mit Ausnahme das es kein eSATAp hat nichts negatives berichten kann.
 
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