Plane im Wohnzimmer auch ruhig mal einen Beamer ein, mache Dir Gedanken über eine eventuell motorisierte Leinwand, und verlege dementsprechend auch an entsprechender Stelle einen Stromanschluß, ein Cat7-Kabel, und ein HDMI-Leerrohr ein. Auch wenn DU jetzt (noch) kein Heimkino planst, das könnte sich ändern.
Eine abgehängte Decke hat noch einen weiteren Installationsvorteil: Wenn Du Anschlüsse, wie z.B. für einen Beamer zwar einplanst, aber noch nicht realisieren willst, dann kannst Du Kabel verlegen, aber nicht endgültig. D.h. Du läßt die losen Kabelende in einer Rolle (großzügig Längenreserve einplanen) in der Decke liegen. Wenn Du dich dann endgültig entschieden hast wo das Ganze am Ende plaziert werden soll bohrst Du entsprechende Löcher in der Decke und holst die Kabelende raus. Da dafür kannst Du dann z.B, vorhandene Deckenspots rausnehmen und durch diese Löcher die Kabelenden erreichen und zum benötigten Austritsloch einführen.
So habe ich das z.B. im Wohnzimmer mit der Beleuchtung gemacht. Da ich uns meine Frau uns bisher nicht über eine Couch(-Landschaft) und deren genauen Standort einigen konnten, habe ich noch keine Löcher für die Beleuchtungsgruppe darüber gemacht. Wenn wir, so Gott will, jemals einigen sollte und die Couch /Couchtisch da sind, dann werde ich die Löcher für die LEDs bohren.
Willst Du so wie ich die Beleuchtung über viele Deckenledspots realisieren, solltest Du dir zusätzlich überlegen die Lampen einzeln anzusteuern, auch wenn sie in einer logischen Gruppe zusammenhängen. Das hat den Vorteil daß Du später bei Bedarf im Schaltkasten unterschiedliche Beleuchtungsmuster "programmieren" kannst. So habe ich z.B. für meine Lampengruppen, die aus bis zu 8 LED-Spots bestehen, ein 12-Adriges NYM-Kabel verwendet. Ist sicherlich etwas teuer, und schon mit etwas mehr Installationsaufwand verbunden. Aber dadurch hast Du dann wirklich alle Möglichkeiten offen. Von Festtagbeleuchtung, bis zum einsamen einzelnen Lese-Spot über der Couch o.ä. Benutzt Du zudem eine Haussteuerung kannst Du dann gemütlich jede Funktion eines Tasters (Schalter gibt es dann nicht mehr), Lichts etc am PC jederzeit umprogrammieren.
Da der Hausbau sicherlich an die finanzielle Substanz geht ist es nicht wichtig all das auch gleich sofort zu realisieren. Hast Du erstmal die nötige Infrastruktur geschaffen, kann dieser ganzer, nicht zwangsläufig notwendiger, Luxus nach und nach bei Bedarf angeschafft werden.
Noch ganz, ganz wichtig: Verbaue wirklich überall die tiefsten Unterputzdosen die Du kriegen kannst. Plane in jeder Taster/Steckdosen Gruppe mindestens 1 Dose mehr ein, als Du glaubst zu brauchen. Vor allem im Bad und in der Küche, wenn diese voll gefliest werden, ist es ganz wichtig lieber zuviel, als nur 1 Ader zu wenig einzuplanen. Ist mir z.B. im Bad passiert, daß ich zwar an alles mögliche gedacht habe, aber nicht daß der Alibert auch noch ein Licht hat, das natürlich ebenfalls mit dem restlichen Licht geschaltet werden sollte. Und ausgerechnet dort hab ich nur ein NYM 3x1,5 qmm genommen und hatte keine Ader mehr zum schalten des Lichts. Also mußte extra wegen dem blöden Alibert ein Funkmodul rein. Weil die Fliesen runterschlagen wäre 30x teurer geworden.