Wlan + Nachbar: Muss ich überwachen?

xplay888

Lt. Commander
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1.183
Guten Abend,
sicher schon zig Mal gestellt die Frage. Habe nicht direkt eine Antwort per Suche gefunden. Es wird niemand sterben, wenn ich sie erneut stelle, hoffe ich doch.

Ich habe meinem Nachbarn für 10€ erlaubt mein Wlan ohne Einschränkung zu nutzen mit der Bitte nichts illegales zu tun.
Muss ich das überwachen bzw. darf ich mein Wlan gegen Geld teilen?

Darf ich meinen Nachbarn überwachen und ggf. Pakete sniffen?

Wie würde es aussehen, wenn ein Mahnbescheid oder direkt die Polizei zu mir nach hause kommt. Ich könnte kaum nachweisen, dass ich unschuldig bin bzw. mein Nachbar schuldig.

Vielleicht gibt es auch eine FAQ zu den Thema. Bin auch über passende Keywords für die Forensuche glücklich, wenn dort alle Fragen beantwortet werden.
Danke.
 
Vertrag aufsetzen mit Haftungsausschluss, damit er für das was er herunterlädt selber haftbar bleibt.
 
Überwachung ohne seine Einwilligung wäre illegal.
Ob du deinen Internetzugang weitervermieten darfst – also Geld dafür bekommst –, steht in deinem Vertrag mit dem Internetanbieter. Bei normalen Verträgen mit Privatpersonen bezweifle ich das aber.
 
xplay888 schrieb:
Ich habe meinem Nachbarn für 10€ erlaubt mein Wlan ohne Einschränkung zu nutzen mit der Bitte nichts illegales zu tun.

Das war ein Fehler.

xplay888 schrieb:
Muss ich das überwachen bzw. darf ich mein Wlan gegen Geld teilen?

1. Frage: Nein, aber es wäre in deinem Sinne. Du MUSST nicht...
2. Frage: Nunja, dein Provider wird das Sharing des Internetanschlusses im normalen Rahmen sicher nicht verbieten, aber esplizit erlaubt ist es wohl nicht. Aber wo kein Richter...

xplay888 schrieb:
Darf ich meinen Nachbarn überwachen und ggf. Pakete sniffen?

Ohne weiteres? Nein.
Geht auch "einfach so" garnicht richtig.

xplay888 schrieb:
Wie würde es aussehen, wenn ein Mahnbescheid oder direkt die Polizei zu mir nach hause kommt. Ich könnte kaum nachweisen, dass ich unschuldig bin bzw. mein Nachbar schuldig.

Von den juristischen Terminologien mal abgesehen, es sähe eher schlecht für dich aus und zwar aus genau dem Grund.
Siehe dazu auch die Antwort auf Frage 1 :D
 
Ob so ein vertraglicher Haftungsausschluss vor Gericht wasserdicht ist, würde ich mal bezweifeln.

In der Mahnung steht wohl immer nur deine IP / dein Anschluss. Wie willst du denn beweisen, dass das runtergeladene Material von deinem Nachbarn runtergeladen worden ist?
 
xplay888 schrieb:
darf ich mein Wlan gegen Geld teilen?
Falls du den Internet-Zugang teilst und nicht nur das WLAN: ich bin mir relativ sicher, dass die Internet-Anbieter sowas in ihren AGBs ausschließen.

Obs jemand merkt ist natürlich eine andere Sache.

Ansonsten wie schon gesagt Vertrag anfertigen, aber trotzdem zweifelhaft, ob das dann im Zweifelsfall was bringt.

Ich würd an deiner Stelle das Sharing ganz lassen.
 
@
"..Es wird niemand sterben, wenn ich sie erneut stelle, hoffe ich doch." Nein, ABER du müllst das Forum zu und erwartest Einzelbehandlung! Ferner hast du bis dato die Forumregeln nicht gelesen. Hole das nach.
Ausserdem lies die AGB deines Providers. Sollte der in Erfahrung bringen, das du deinen Zugang kostenpflichtig an nicht im Haushalt gemeldeten Personen weiterverteilst, wird dir eine Strafanzeige ins Haus flattern.
 
Zuletzt bearbeitet:
Macht doch folgendes: Dein Nachbar soll sich irgendwo einen VPN-Zugang holen und du stellst in der Firewall ein, dass er nur auf seinen VPN-Anbieter zugreifen darf. Dann würden seine gesamten Aktivitäten immer seinem VPN-Server / Account zugeordnet und du wärst auf der sicheren Seite. Die Frage ist nur, ob die zusätzlichen Kosten (kämen nochmal 3-5 Euros drauf) das ganze noch rentabel für ihn machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
DerKleine49 schrieb:
Ausserdem lies die AGB deines Providers. Sollte der in Erfahrung bringen, das du deinen Zugang kostenpflichtig an nicht im Haushalt gemeldeten Personen weiterverteilst, wird dir eine Strafanzeige ins Haus flattern.

Eine Strafanzeige, weil man gegen die AGB verstoßen hat :freak: Blödsinn, die AGB des Providers sind wohl kaum mit den Gesetzen aus den StGB zu vergleichen ;) Schlimmstenfalls wird ihm sein Provider den Vertrag kündigen.
 
Ich würde mit einem Nachbar niemals mein W-Lan teilen. Crazy!!!!!! Die 20 Euronen für einen DSL-Anschluss sollte jeder übrig haben. Du könntest in teufels Küche kommen!

Änder das ganz schnell wieder. Vertrauen ist gut, aber das kannste nicht kontrollieren.

MfG
 
Zuletzt bearbeitet:
GSXArne schrieb:
In der Mahnung steht wohl immer nur deine IP / dein Anschluss. Wie willst du denn beweisen, dass das runtergeladene Material von deinem Nachbarn runtergeladen worden ist?

Soweit ich weiß hat jedes Gerät eine eigene IP, d.h., man könnte zwischen deinem PC und dem des Nachbarn unterscheiden, FALLS sich die IP Adressen nicht oder nur selten ändern.
Falls du deinen PC als Hotspot umfunktionierst, d.h. Modem/ Router -> dein Pc -> Wlan Adapter/ Karte -> Pc Nachbar, wäre es noch schwieriger.

Ich kann dir zwar nicht sagen, ob das legal ist, aber du könntest ein Netzwerklog mit den Daten "IP --> MAC-Adresse" erstellen, dann kannst du genau nachverfolgen, wer wann welche IP hatte. Ob das ganze nun vor Gericht gültig ist, wäre wieder eine andere Sache.
 
Hypeo, das funktioniert so nicht. Der Anschluss hat nach außen hin eine IP. Die IP Adressen der Rechner im LAN sind nicht relevant und nach außen hin auch garnicht bekannt.
 
na sacht mal ist denn die rechtslage nicht eindeutig genug? er ist der anschlussinhaber!..

alles weitere ist rechtlich wohl nicht eindeutig bestimmt.

aber wenn es, wie in diesem land um faktor geld geht, dann würde ich da in rechtssicherheit und vernunft keinen pennie für wetten.
 
Interessant wie kontrovers das diskutiert wird. Damit meine ich: ich bin so klug als wie zuvor.
Da ist es ja leichter Mehl und Milch zu verleihen und die Klage wegen verunreinigten Lebensmitteln ab zu bekommen.

Anscheinend darf ich sein surfverhalten nicht überwachen (quelle?), also KANN ich für seine Fehler nicht haftbar gemacht werden. In dubio pro reo, wenn sie beweisen können, dass mein Nachbar nichts getan hätte, sondern ich.
Kompliziert, dabei sollte Internet irgendwie einfacher verleihbar sein als Mehl...
Wie gesagt, schlauer bin ich nicht wirklich, außer das ich eine Gefahr wie bei jedem zwischenmenschlichem Kontakt eingegangen bin...
 
Das mit nicht überwachen dürfen:
Naja, er überwacht ja schließlich seinen eigenen Traffic - da er ja der Anschlussinhaber ist.
Mal davon abgesehen wie er das überhaupt anstellen will...

Aber: der Nachbar kann machen was er will, letztendlich wirst du zur Rechenschaft gezogen.
Ein "mimimi, der Nachbar hat aber, mimimi" gibts hier nicht.

Lass es oder setze dich neben ihn, wenn er bei dir vorm Rechner surft, das ist die einzig sichere und auch wohl legale Methode.
 
Interessant, dass DAS dein Fazit aus dem hier Gesagten sein soll. Das geht ja irgendwo voll an der Realität vorbei.

Es wird eigentlich garnicht kontrovers diskutiert, insgesamt ist eigentlich jeder der Meinung, dass das ein Fehler ist. Manche scheinen nur noch zu glauben, dass das Problem mit einem Vertrag zu lösen sei, was allerdings reichlich fragwürdig ist.

Du darfst ihn nicht einfach so überwachen, das ist korrekt. Das geht auch ohne weiteres garnicht, daher ist das sowieso keine Option.
Daraus ergibt sich aber nicht, dass du für sein Handeln nicht verantwortlich gemacht werden kannst.
In Dubio Pro Reo greift da nicht, denn es ist ja unstrittig, dass die in Frage stehende Aktivität über deinen Anschluss ausgeführt wurde. Es ist dann deine Verantwortung nachzuweisen, dass du es nicht selbst warst.
Das funktioniert genau so wie wenn du dein Auto an jemanden verleihst und derjenige dann einen Strafzettel bekommt. Als Halter stehst du erstmal in der Verantwortung und zwar solange bis du beweisen kannst, dass Person XYZ gefahren ist zu dieser Zeit.
 
ich habe hier sehr viele meinungen und ideen, aber keine konkreten quellen auf die ich mich verlassen kann.

solange bis du beweisen kannst, dass Person XYZ gefahren ist zu dieser Zeit.
ich muss also meine unschuld beweisen und man muss nicht mehr beweisen, dass ich gefahren und schuldig bin?
das würde mien rechtsverständniss pervertieren.

ich gehe davon aus, dass wenn nicht geklärt werden kann wer eine tat begangen hat (fehlender beweis) wird die sache eingestellt. den ärger hab ich am hals, klar.
 
Wenn du wegen DLs deines Nachbars besorgt bist, sperre doch einfach alles im Router, sofern dein Router diese Einstellungsmöglichkeiten bietet.

Davon ab, hast du deinem Nachbarn ein VLan bzw VWLaneingerichtet?

Ich persönlich würde ihm auch eher nen eigenen Vertrag anraten, bei Alice hätte er z.B. ne schnelle Kündigsmöglichkeit, wenn die 2 jährige Vertragsdauer bei den anderen Anbieter der Grund ist, dass er keinen eigenen Anschluss hat.
 
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