WLAN von Router und DLAN verbinden

blckbird

Cadet 4th Year
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111
Hallo,

ich habe im UG einen Telekom Router der ein WLAN erstellt. Außerdem habe ich vom Router in das OG DLAN, welches wiederum ein eigenes WLAN erstellt.
Ich möchte nun beide WLANs zu einem verbinden, sodass sich mein Endgerät immer mit dem besseren Signal verbindet.

Hat jemand eine Ahnung wie ich das anstelle?
 
Hi,

gebe beiden die gleiche SSID und das gleiche Kennwort und fertig.

VG,
Mad
 
Wobei Roaming so ne Sache ist unter Geräten, die meisten werden so lange an dem einem AP hängen, bis das Signal abbricht.
 
Hi,

nein, ist definitiv nicht der Fall, wenn doppelte SSID vergeben werden. Dann verbindet sich das Gerät immer mit dem empfangsstärksten AP, sofern man das Verhalten nicht anders festlegt.

"Echtes" Roaming hat er so oder so nicht ohne Controller-Lösung - die Verbindung bricht auch kurz ab, wenn der AP gewechselt wird. Reicht aber für Otto Normaluser in der Regel absolut aus.

VG,
Mad
 
Madman1209 schrieb:
nein, ist definitiv nicht der Fall, wenn doppelte SSID vergeben werden. Dann verbindet sich das Gerät immer mit dem empfangsstärksten AP, sofern man das Verhalten nicht anders festlegt.

Das kann man nicht pauschalisieren. Eine doppelte SSID verhindert eben nicht immer, dass ein Gerät nicht bis zum Signalabbruch an einem AP hängen bleibt. Es hängt davon ab, wie der Treiber des WLAN-Adapters standardmäßig mit gleichen SSIDs bei unterschiedlichen BSSIDs umgeht. Wenn ein Endgerät immer sofort zur stärksten Basisstation wechseln würde, hättest du sonst ein Fluktuieren (und unnötige Verbindungs- Verschlüsselungsaufbauten) in den Bereichen wo zwei APs nahezugleiche Signalstärke haben. Ergo ist sowieso eine Hysterese notwendig (z.B. "wechsel erst, wenn AP B mind. x dBm stärker ist"), die je nach Treiberprogrammierung unterschiedlich stark ist. Und mancher Billig-Hersteller verfährt so, wie XMenMatrix beschreiben hat.

Das ganze ist unabhängig von den Treibersettings über Windows, wo man fest die BSSID des APs einstellen kann, zu der sich das Endgerät verbinden und fest bleiben soll.

Kurz: ausprobieren, wie das Gerät sich verhält. Wenn es nicht ordentlich wechselt, nach aktuelleren Treibern schauen und hoffen.
 
Hi,

daher auch mein Satz

sofern man das Verhalten nicht anders festlegt

Das schließt natürlich auch Treibersettings mit ein.

Wenn ein Endgerät immer sofort zur stärksten Basisstation wechseln würde, hättest du sonst ein Fluktuieren (und unnötige Verbindungs- Verschlüsselungsaufbauten) in den Bereichen wo zwei APs nahezugleiche Signalstärke haben.

Genau deswegen sage ich ja, dass es so kein "echtes" Roaming ist, da ohne Controllerlösung im Hintergrund. Dann kann durchaus genau dieses ungewollte Verhalten auftreten, wenn die Konfiguration der Endgeräte nicht korrekt eingestellt ist. Ein Balancing des Endgeräte / AP-Verhältnisses kannst du so oder so nur per Controllerlösung bewerkstelligen, da die Verbindung ja immer vom Client initialisiert wird.

Grundsätzlich macht es ja auch durchaus Sinn, immer zum signalstärksten AP zu wechseln, auch wenn mehrere sich in einem Bereich überlappen.

Egal wie, ich würde es so probieren wie ich es beschrieben habe, in den allermeisten Fällen klappt das - zumal der TE ja auch von "UG" und "OG" schreibt. Da denke ich nicht, dass zur Diskussion steht, welcher AP im OG der stärkere ist...

VG,
Mad
 
Zuletzt bearbeitet:
Deine Formulierung suggerierte, das alles schon mit 2 gleichen SSIDs klappt, sofern man selbst nicht was anderes einstellt. Meine Ergänzung war, das auch ohne eigenes Eingreifen bei 2 gleichen SSID das Problem bestehen kann.

Grundsätzlich macht es ja auch durchaus Sinn, immer zum signalstärksten AP zu wechseln, auch wenn mehrere sich in einem Bereich überlappen.
Dem ist nicht leider so. Die empfangene Signalstärke sagt nichts darüber aus, wie weit der AP entfernt ist. Wenn der AP sendeleistungsmäßig sehr weit auf- oder sogar überdreht ist und dadurch auch aus größerer Entfernung mit gutem Pegel sichtbar ist hast du ein Problem bei den Paketen, die zurückgesendet werden, wenn dein Endgerät regelkonform sendet oder bei 40 mW verbleibt (solche gibt es auch).

Der nächste Faktor ist, dass das stärkste Signal nicht unbedingt das mit dem besten Signal-Rausch-Verhältnis oder der niedrigsten Kanalbelegung ist.
Bsp: AP 1 auf Kanal 1 und ein näherer AP 2 auf Kanal 6. AP2 empfängst du zwar besser, aber wenn dort non-802.11-Signale im Frequenzband sind, die der AP nicht als Störung erkennen kann oder andere 802.11-Signale sind und die Kanalbelegung erhöhen, wirst du bessere Übertragungsraten auf dem schwächeren AP1 haben.

Es gibt etliche Steuerprotokolle, die nebenher sich um diese Thematiken kümmern. Manche sind offen, manche proprietär, mache sind auf Controller angewiesen, manche funktionieren auch im Heimbereich. Z.B. dass der AP darüber dem Endgerät mitteilt, wie gut der AP das Endgerät hören kann (RSSI & SNR). Dummerweise unterstützen die wenigsten Hersteller alle Funktionen. :-/
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi,

ich bleibe in diesem Fall trotzdem bei meiner Aussage:

Egal wie, ich würde es so probieren wie ich es beschrieben habe, in den allermeisten Fällen klappt das - zumal der TE ja auch von "UG" und "OG" schreibt. Da denke ich nicht, dass zur Diskussion steht, welcher AP im OG der stärkere ist...

Alle anderen Faktoren mögen grundsätzlich korrekt sein, spielen aber für diesen Fall in meinen Augen absolut keine Rolle.

Ich habe auch keine Lust, mich jedesmal wieder über Netzwerkgrundlagen zu streiten, die im aktuellen Fall gar nicht zum Tragen kommen und bin daher hier raus, der TE kann es so testen oder lassen, ganz nach Belieben.

VG,
Mad
 
Der TE kann und sollte das natürlich ausprobieren. Wenn es nicht passen sollte, kann bei Windows-Treibern in vielen Fällen die Roaming-Dynamik/Aggressivität angepasst werden. Für Android gibts auch passende Fixes, wenn der mitgelieferte Treiber es nicht optimal handhabt.

Nichtsdestotrotz ist ein theoretischer Einblick immer mal wieder gerne gesehen ;)
 
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