T0B3Y schrieb:
Glasfaserkabel basiert auf Licht. Da es nichts schnelleres als Licht geben kann, wird die Geschwindigkeit nicht durch das Kabel limitiert, sondern nur durch die anderen Geräte limitert.
Das hat doch nichts miteinander zu tun!
Aber die Frage ist auch technisch falsch gestellt, man muss hier unterscheiden.
Das eine ist das Medium. Kupferkabel, Glasfaserkabel, und so weiter...
Was man auf diesem Medium macht ist dann die nächste Frage. Das ist sozusagen eine Protokollfrage bzw. eine Frage der Art der Nutzlast, wenn man so will.
Und dann gibt es Unterschiede, z.B. bei der Stabilität der Signale bei der Übertragung über Distanz. Hier lokal bei mir im Netz mache ich Ethernet über Kupfer und schiebe darüber 10 Gbit/s. Das würde bis 100 Meter Kabellänge gesichert funktionieren. Und die Entwicklung geht weiter, 40 Gbit/s über Kupfer kommt und 100 Gbit/s ist in Entwicklung.
Was die Bandbreite angeht sind wir also noch lange nicht am Ende von Kupfer, da geht viel mehr drüber als dir ein Provider in absehbarer Zeit zur Verfügung stellen könnte. Es ist nur einfacher eine hohe Bandbreite über eine größere Distanz zu erreichen, wenn man Glasfasern verwendet. Daher ist der Backbone des Internets ja sowieso schon lange auf Glasfasern basierend.
Was dann den restlichen Weg zum Kunden angeht, so ist hier Kupfer noch in weiten Teilen der Standard und hier findet auch noch Entwicklung statt. Selbst in diesem konkreten Use Case ist Kupfer also noch nicht am Ende.
Du kannst dir nicht ohne weiteres Glasfaser in dein Haus legen lassen. Du brauchst ja jemanden am anderen Ende, der dir darauf etwas bereitstellt. Ist nicht anders als bei Kupfer. Und schon bei Kupfer gibt man dir nicht so viel wie möglich wäre. Bei Glasfaser sähe das genau so aus. Die Telekom macht in ihren Versuchsgegenden maximal 200 Mbit/s über Glasfaser, was gemessen an den Möglichkeiten fast nichts ist.