@Taigabaer
Ich finde deine Frage durchaus berechtigt. Als jemand, der selbs keine Smartwatch hat bzw. der sich evtl. noch nicht allzu sehr mit dem Thema beschäftigt hat, kann die Frage durchaus gestellt werden.
Ich besitze schon lange Smartwatches, jedoch erst seit ca. einem Jahr eine "Richtige". Soll heißen: vorher waren es ausschließlich irgend welche irren Chinakracher mit "Spy-Kamera" und so nem Käse (schon vor über 10 Jahren) und in den letzten 5-7 Jahren warens zwei oder drei verschiedene Xiaomi Mi-Bänder.
Da hatte ich aber keinen besonderen Fokus drauf, was die unbedingt können sollen/müssen. Das war praktisch, denn die Dinger waren mit ca. 30-50 Euro maximal immer recht günstig.
Seit Anfang letztes Jahr haben meine Frau und ich jeweils eine Garmin Forerunner 265 und ich sage dir auch gerne im Detail, wieso (denn die Uhr ist ca. 10x so teuer wie die Xiaomi-Dinger, die ich vorher hatte).
Wenn wir im Urlaub unterwegs sind, dann laufen wir viel in der Natur, sehr viel. Um dabei stets die Orientierung zu behalten und nicht immer mit dem Handy dastehen zu müssen, ist es super praktisch, wenn man eine Uhr hat, die Kartennavigation unterstützt. Bei der Forerunner 265 kann das bspw. wahlweise über die Garmin-eigenen Karten oder über Komoot verlaufen. Letztgenanntes geht mit der sogenannten Krümelnavigation sogar vollkommen kosten- und werbefrei (dann aber ohne angezeigte Karte als Background und eben "nur" mit der linien- und punktgeführten Navigation). Zudem hat die Forerunner 265 auch integriertes GPS und kommt bei Bedarf gänzlich ohne das Smartphone-GPS aus.
Ein weiterer Grund für eine Smartwatch bei mir ist, dass ich meine Handies seit Lebzeiten schon immer auf LAUTLOS betreibe, also auch keine Vibration. Das stört mich einfach tierisch im Alltag und insbesondere auch beim Arbeiten. Um eben dennoch keinen vielleicht wichtigen Anruf oder mal ne wichtige (oder auch weniger
) Nachricht zwischendurch zu verpassen, ist es überaus praktisch, wenn einfach nur kurz das Handgelenk brummt, du nen 2-Sekunden-Blick draufwirfst und die Hand dabei nichtmal von der Tastatur nehmen musst, mit der du vielleicht gerade arbeitest und dann direkt weiterarbeiten kannst.
SCHREIBEN auf der Uhr würde ich nicht. Das Problem mit abgebildeten Tastaturen ist auch, dass die Anzeige der Uhr entsprechend groß sein muss, damit du überhaupt in der Lage bist, halbwegs zielgerichtet etwas zu treffen. Dann rennst du mit nem Pizzateller am Armgelenk rum, sieht ja auch toll aus. Die Alternative wären "Vorgefertigte Antworten", in denen man frei das, was einem so einfällt, hinterlegen und bei Bedarf mit zwei, drei Tastendrucken absenden kann.
Weiterhin überaus praktisch ist es, die Smartwatch als Kamera-Fernauslöser zu benutzen. Brauche ich zwar nicht allzu oft, aber hin und wieder ist das schon besser, als das Handy (oder die Systemkamera, sofern kompatibel) irgendwo mit nem Timer zu platzieren.
Und auch, wenn dich medizinische (gehört Sport/Schlaf auch dazu?) Daten so gar nicht interessieren: auch das war mir eben wichtig. Ich wollte gerne meinen Puls überwachen können, sowie meine Schrittzahl sowie die errechneten, verbrauchten Kcal (damit ich nicht weiter zunehme bzw. evtl. mal wieder ein wenig abnehmen kann).
Was Garmin ebenfalls richtig gut drauf hat, ist die Schlafanalyse. Es ist schon praktisch, wenn man morgens aufsteht und eben nicht nur MERKT, dass man irgendwie groggy ist, sondern das auch durch die Uhr sehr deutlich angezeigt bekommt: "Schlafscore xy, eben weil zu wenig Tiefschlaf, weil zu oft zwischendrin wach, etcpp" - dann hat man durchaus auch mal eine Referenz und weiß vielleicht beim nächsten Mal: "Okay, ich gönne mir mal ne halbe Stunde Schlaf mehr" oder "Ich kauf mir mal nen Topper, vielleicht schlafe ich mit dem ruhiger/gemütlicher" und bekommt auch entsprechend Bestätigung, wenn der Schlafscore dadurch wirklich dauerhaft und deutlich steigt.
Überdies schaue ich mir auf der Uhr ab und an das Wetter bzw. die Wettervorhersagen an. Die Daten kommen selbstverständlich vom Handy, schlichtweg durch Appkopplung - aber auch das ist eben praktisch, wenn ich nur zwei Tasten an der Uhr drücken muss und kurz aufs Handgelenk schaue, anstelle des Handies, das ich erst aus der Hosentasche krame, noch aus der Lederhülle herausziehe (die meine Frau mir vor 14 Jahren mal selbst genäht hat ^^) und es dann wieder wegstecke.
Musiksteuerung geht ebenso und ist auch einfacher und schneller getan, als jedes Mal erst am Handy rumtippen zu müssen.
All das, was ich genannt habe, können die anderen Großen auch, wie z.B. Apple, Samsung, Amazfit, Huawei, etc. Wieso also ist es dennoch eine Garmin geworden?
Ganz einfach: AKKULAUFZEIT! Glaub es oder lass es! Ich habe meine Garmin rund um die Uhr an (sogar beim Duschen, da wird das nachträgllich gekaufte Stoffband schön sauber ^^) und habe auch eine 24/7 Puls/Schlaf-Überwachung, etcpp... und wie lange hält sie? MINDESTENS 14 Tage! Wichtig dabei: das Display habe ich nicht auf always on (brauch ich ja nicht, ich schaue ja nicht always drauf ^^).
Andere Smartwatch-Hersteller kommen da auf magere 1-2 Tage Betriebszeit - nein, Danke! Ich lade doch das Ding nicht alle Nase lang auf, was ja meist nur beim Schlafen Sinn ergibt und dann habe ich eben wieder keine ordentliche Schlafüberwachung und muss zudem auch nicht jeden spätestens zweiten Morgen wieder dran denken: "Oh, Uhr nicht vergessen!".
So, das sind meine Main Features die eindeutig für eine gute Smartwatch sprechen. Aber keine Sorge: mein Leben hätte bis hierhin auch weiterhin ohne ein solches Gerät funktioniert
Wenn man jedoch technikbegeisterter Nerd ist, dann hat man eben auch Spaß an solchen Spielereien und es ist nur nachvollziehbar, dass man nach den von mir eingangs erwähnten Billigversionen irgendwann den Schritt hin zu einem "echten" Gerät wagt 
Ich finde deine Frage durchaus berechtigt. Als jemand, der selbs keine Smartwatch hat bzw. der sich evtl. noch nicht allzu sehr mit dem Thema beschäftigt hat, kann die Frage durchaus gestellt werden.
Ich besitze schon lange Smartwatches, jedoch erst seit ca. einem Jahr eine "Richtige". Soll heißen: vorher waren es ausschließlich irgend welche irren Chinakracher mit "Spy-Kamera" und so nem Käse (schon vor über 10 Jahren) und in den letzten 5-7 Jahren warens zwei oder drei verschiedene Xiaomi Mi-Bänder.
Da hatte ich aber keinen besonderen Fokus drauf, was die unbedingt können sollen/müssen. Das war praktisch, denn die Dinger waren mit ca. 30-50 Euro maximal immer recht günstig.
Seit Anfang letztes Jahr haben meine Frau und ich jeweils eine Garmin Forerunner 265 und ich sage dir auch gerne im Detail, wieso (denn die Uhr ist ca. 10x so teuer wie die Xiaomi-Dinger, die ich vorher hatte).
Wenn wir im Urlaub unterwegs sind, dann laufen wir viel in der Natur, sehr viel. Um dabei stets die Orientierung zu behalten und nicht immer mit dem Handy dastehen zu müssen, ist es super praktisch, wenn man eine Uhr hat, die Kartennavigation unterstützt. Bei der Forerunner 265 kann das bspw. wahlweise über die Garmin-eigenen Karten oder über Komoot verlaufen. Letztgenanntes geht mit der sogenannten Krümelnavigation sogar vollkommen kosten- und werbefrei (dann aber ohne angezeigte Karte als Background und eben "nur" mit der linien- und punktgeführten Navigation). Zudem hat die Forerunner 265 auch integriertes GPS und kommt bei Bedarf gänzlich ohne das Smartphone-GPS aus.
Ein weiterer Grund für eine Smartwatch bei mir ist, dass ich meine Handies seit Lebzeiten schon immer auf LAUTLOS betreibe, also auch keine Vibration. Das stört mich einfach tierisch im Alltag und insbesondere auch beim Arbeiten. Um eben dennoch keinen vielleicht wichtigen Anruf oder mal ne wichtige (oder auch weniger
SCHREIBEN auf der Uhr würde ich nicht. Das Problem mit abgebildeten Tastaturen ist auch, dass die Anzeige der Uhr entsprechend groß sein muss, damit du überhaupt in der Lage bist, halbwegs zielgerichtet etwas zu treffen. Dann rennst du mit nem Pizzateller am Armgelenk rum, sieht ja auch toll aus. Die Alternative wären "Vorgefertigte Antworten", in denen man frei das, was einem so einfällt, hinterlegen und bei Bedarf mit zwei, drei Tastendrucken absenden kann.
Weiterhin überaus praktisch ist es, die Smartwatch als Kamera-Fernauslöser zu benutzen. Brauche ich zwar nicht allzu oft, aber hin und wieder ist das schon besser, als das Handy (oder die Systemkamera, sofern kompatibel) irgendwo mit nem Timer zu platzieren.
Und auch, wenn dich medizinische (gehört Sport/Schlaf auch dazu?) Daten so gar nicht interessieren: auch das war mir eben wichtig. Ich wollte gerne meinen Puls überwachen können, sowie meine Schrittzahl sowie die errechneten, verbrauchten Kcal (damit ich nicht weiter zunehme bzw. evtl. mal wieder ein wenig abnehmen kann).
Was Garmin ebenfalls richtig gut drauf hat, ist die Schlafanalyse. Es ist schon praktisch, wenn man morgens aufsteht und eben nicht nur MERKT, dass man irgendwie groggy ist, sondern das auch durch die Uhr sehr deutlich angezeigt bekommt: "Schlafscore xy, eben weil zu wenig Tiefschlaf, weil zu oft zwischendrin wach, etcpp" - dann hat man durchaus auch mal eine Referenz und weiß vielleicht beim nächsten Mal: "Okay, ich gönne mir mal ne halbe Stunde Schlaf mehr" oder "Ich kauf mir mal nen Topper, vielleicht schlafe ich mit dem ruhiger/gemütlicher" und bekommt auch entsprechend Bestätigung, wenn der Schlafscore dadurch wirklich dauerhaft und deutlich steigt.
Überdies schaue ich mir auf der Uhr ab und an das Wetter bzw. die Wettervorhersagen an. Die Daten kommen selbstverständlich vom Handy, schlichtweg durch Appkopplung - aber auch das ist eben praktisch, wenn ich nur zwei Tasten an der Uhr drücken muss und kurz aufs Handgelenk schaue, anstelle des Handies, das ich erst aus der Hosentasche krame, noch aus der Lederhülle herausziehe (die meine Frau mir vor 14 Jahren mal selbst genäht hat ^^) und es dann wieder wegstecke.
Musiksteuerung geht ebenso und ist auch einfacher und schneller getan, als jedes Mal erst am Handy rumtippen zu müssen.
All das, was ich genannt habe, können die anderen Großen auch, wie z.B. Apple, Samsung, Amazfit, Huawei, etc. Wieso also ist es dennoch eine Garmin geworden?
Ganz einfach: AKKULAUFZEIT! Glaub es oder lass es! Ich habe meine Garmin rund um die Uhr an (sogar beim Duschen, da wird das nachträgllich gekaufte Stoffband schön sauber ^^) und habe auch eine 24/7 Puls/Schlaf-Überwachung, etcpp... und wie lange hält sie? MINDESTENS 14 Tage! Wichtig dabei: das Display habe ich nicht auf always on (brauch ich ja nicht, ich schaue ja nicht always drauf ^^).
Andere Smartwatch-Hersteller kommen da auf magere 1-2 Tage Betriebszeit - nein, Danke! Ich lade doch das Ding nicht alle Nase lang auf, was ja meist nur beim Schlafen Sinn ergibt und dann habe ich eben wieder keine ordentliche Schlafüberwachung und muss zudem auch nicht jeden spätestens zweiten Morgen wieder dran denken: "Oh, Uhr nicht vergessen!".
So, das sind meine Main Features die eindeutig für eine gute Smartwatch sprechen. Aber keine Sorge: mein Leben hätte bis hierhin auch weiterhin ohne ein solches Gerät funktioniert