Wozu Full-Size-ATX?

TR2013 schrieb:
Gefühlt hat fast niemand in den letzten 20 Jahre je was anderes eingebaut als eine Grafikkarte .
Sorry, aber "gefühlt" ist keine Größe, an der man Einschätzungen ausrichten sollte. "Gefühlt" kannst Du ziemlich falsch liegen. Das Beispiel mit dem 4-sitzigen Auto fand ich schon ganz passend. Die Nutzer wollen das halt so, weil sie sich Optionen offen halten wollen, egal ob sie sie jetzt nutzen oder nicht, vor allem wenn es nicht mal Aufpreis kostet (Micro-ATX und ITX sind meist nicht mal billiger als ATX). Und die Hersteller produzieren was nachgefragt wird. Die Ressourceneinsparung für ein Micro-ATX oder ITX Board bewegen sich zudem höchstens im einstelligen Euro-Bereich, dafür lohnt es sich einfach nicht Optionen aufzugeben. Nicht jeder näht gerne alles auf Kante, viele haben eben gerne Reserven.
 
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TR2013 schrieb:
Schon klar. Davon rede ich ja nicht. Nur bauen wahrscheinlich weniger als 1 % überhaupt andere Karten ein. Wer hat heute noch eine Soundkarte oder Netzwerkkarte oder sonstwas extra?
Ich 😄
 
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Sorry aber die Frage musste etwas provokant sein, damit Response kommt. Ich habe jetzt ein ganz gute Bild. Bis auf die Sache mit der Qualität. Ob bei ATX jetzt wirklich hochwertigere Bauteile verwendet werden ist wahrscheinlich nicht einheitlich zu beantworten.
 
TR2013 schrieb:
Ausser den PCIe Steckplätzen sehe ich in den ganzen Eigenschaften auf Geizhals keinen Unterschied.
Da hast du wohl nicht genau geguckt: Das B450M hat nur 4x SATA. Für mich z.B. ein Ausschlusskriterium...
 
TR2013 schrieb:
Bis auf die Sache mit der Qualität. Ob bei ATX jetzt wirklich hochwertigere Bauteile verwendet werden ist wahrscheinlich nicht einheitlich zu beantworten.
Wo kommt das denn her? Man "hört" also davon, dass µATX minderwertige Bauteile verwendet?

Ich für meinen Teil bin froh, dass es die Auswahl gibt und durch die schiere Vielfalt mein System in Größe und benötigter Steckplätze bauen kann.
 
TR2013 schrieb:
Also warum werden (fast) immer ATX Boards empfohlen?
Man klammert das aus, weil man mittlerweile in der überwiegenden Anzahl an Kaufgesuchen jedem Detail hinterher laufen muss und/oder die Threads dann trotzdem nach 10 Postings ohne Resultat versiegen.
Als Mini-ITX vor gut 5 Jahren neu und in Mode war, gab es diesbezüglich durchaus mal Nachfragen - von beiden Seiten.

Man könnte sich grundsätzlich die Frage stellen, weshalb ATX nicht an aktuelle Möglichkeiten angepasst wird. Für den deutlichen Großteil der Interessenten befinden sich ausreichende Sound- und Netzwerkkarten auf den Mainboards. Optische Laufwerke werden zunehmend uninteressanter. Es gibt SFX-Netzteile und M.2-Festplatten. Folglich könnte da eine Innovation durchaus stattfinden.
Dass das alles nicht im OEM-Massenmarkt angekommen ist, wo es um jeden Euro und Millionen von Systemen geht, ist mir schon klar. Vielleicht erleben wir da eher einen Wandel in kleine Clients, die ihre Daten von einem Server bekommen. Also weg von der stationären Kiste hin zu wirklich guter Internetverbindung.


Persönlich finde ich die alten, schweren grauen Dinosaurier-Gehäuse nicht mehr zeitgemäß. Die aktuellen Kirmesbuden mit LEDs und mehr Glasflächen als Metall allerdings ebenfalls nicht.
 
Ich war bis dato auch recht froh genug Steckplätze auf dem ATX Board zu haben, denn bei meinem alten Am2+ Board ist die Netzwerkkarte defekt gewesen ... also einfach ne neue reingesteckt.

Und auf meinem "aktuellen" 1155 Board hat der DT990 ne extra Soundkarte bekommen, der Onboard hat mittlerweile auch nen wackligen an der Klinkenbuchse .... wäre wohl beides mit kleinerem Formfaktor nicht so easy gewesen. Bzw hätte man das Board vllt. gleich ersetzen müssen.

Generell hab ich beim basteln auch gerne etwas Freiraum und will nicht alles auf engsten Raum quetschen, daher hab ich mit dem Corsair 600t auch ein etwas ausladenden Midi Tower.

Kleiner ist natürlich auch schick und handlich, würde ich aber nur bei nem PC machen den ich öfters mal unter den Arm klemme. Mein Standrechner darf gerne groß, wuchtig und flexibel sein :) Die kleinen Formfaktoren kostet oft gar mehr als ATX, dann haste vllt. nur 2 RAM Bänke etc. pp.

mfg
 
Wenn die Lanes nicht ausreichen bringen die vielen PCIe Steckplätze auch wenig.
Sogar bei meinem µATX Board reichen die Lanes nicht aus um alle PCIe + die 2x M.2 Slots zu bestücken.
-> Wenn man vor hat viel anzuschließen sollte man einen der teuren Chipsätze nehmen

Wenn man ein ATX-Gehäuse kauft, würde ich ein ATX-Mainboard kaufen.
Wenn man es kompakter haben will kann man µATX-Gehäuse und µATX-Mainboard kaufen.
Wenn man es ganz kompakt haben will dann miniITX -> ist mir aber eine zu große Einschränkung.
 
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Die Frage habe ich mir auch schon gestellt. 2013 habe ich mir ein Asus Z87-PRO geholt, falls ich mal auf SLI gehen will. Bin ich nie, werde ich wohl auch nie. Danach kam ein MSI X370 Gaming Pro Carbon, auch ATX, weiß noch nicht mal warum. Ich hatte zwei SATA SSDs dran gehabt, zwei Speicherriegel und eine Grafikkarte benutzt. Es ist schön, die Möglichkeiten zu haben, aber wenn sie nie benutzt werden; wozu noch die Mühe?

Ich schätze, dass >95% auch mit einem mITX Board klar kommen (die hohen Preise außen vorgelassen), da selten mehr als zwei RAM-Riegel und eine Grafikkarte benutzt werden. Und die ADCs bzw DACs der Soundkarten haben im Rechner sowieso nichts zu suchen, wobei die wenigsten solche Audiophilen sein werden. Mein 3900X auf dem Asus ROG STRIX X470-I Gaming läuft problemlos beim Zocken auf 4,2 bis 4,3 GHz und im Handbrake schafft er so 3,9 bis 4 GHz, was aber eher der CPU Kühlung geschuldet ist.

Gehäuse für ATX-Bretter sind groß, da lobe ich mir mein mITX Gehäuse.
 
TR2013 schrieb:
Also sollten die Bauteile und die Stromversorgung genauso hochwertig sein wie bei Full-ATX, oder?
Nein, beide ASRocks sind Budget-Boards. Generell wird Micro-ATX von den Herstellern der Budget (oder Billig-) Schiene zugeordnet, und die Ausstattung und Qualität ist meist schlechter als bei den guten(!) ATX-Boards.

Befass dich mal intensiver mit den Boards, als nur kurz auf Geizhals zu gucken. Mit der Stromversorgung zum Beispiel.
 
Ich hatte für meinen neuen PC schon ein ATX Board gekauft, habe es nun aber zurückgegeben, warum? Die Konfiguration der PCIe Lanes ist auf den meisten Mainstream ATX Brettern mehr schein als sein, nur als Beispiel bei dem von mir gekauften Board waren alle PCIe Slots außer der erste (x16) und der direkt darunter (x4) angebunden mit x1, ich wollte wenn in den untersten Slot eine 10Gbit Netzwerkkarte packen. Diese braucht aber x4 also was bringen mir die ganzen Slots wenn alles nur x1 ist?

Gekauft habe ich jetzt mITX, wenn ich eh am Ende alles per USB Anschliesen muss weil die PCIe Lanes es nicht hergeben nehm ich die kleinere Bauform.
 
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SpamBot schrieb:
Du musst Mal mit deinem Vermutungen zurückschrauben... Du bist nicht der Nabel der Welt.... Es werden schon weit über 1 % der Heim-Anwender eine Soundkarte über PCI haben...

Edit:
Laut CB Umfrage Mützen über 30 Prozent eine Soundkarte, gut es gibt auch USB Soundkarten aber du merkst wohl selber das deine 1 Prozent sehr weit weg liegen.
https://www.computerbase.de/artikel...ge-2019.70231/#abschnitt_fragen_zum_desktoppc
Er dürfte garnicht so falsch liegen wenn ich mir die Verkaufszahlen von Mainboards und Soundkarten auf Mindfactory anschaue.

Edit:
Ok die Umfrage ist ein Punkt für dich
 
TR2013 schrieb:
Also warum werden (fast) immer ATX Boards empfohlen? Wo ist der praktische Zusatznutzen für den Normalo?
Ich hab jedes Mal von neuem mit ITX geliebäugelt, vor Allem da man inzwischen sehr viel über USB lösen kann, was früher noch ans Mainboard musste.

Aber leider sind ITX und µATX immer irgendwo Kompromissbehaftet.
Entweder ist die Spannungsversorgung ausgedünnt, oder die Zahl und Geschwindigkeit der USB (A&C) Ports, mitunter fehlt ein m.2 oder man hat nicht genug Lüfteranschlüsse.

Und dann kommt noch dazu, dass zu Beginn meist eine riesige Bandbreite an ATX Boards zur Verfügung stehen und µATX sowie ITX erst nach und nach erscheinen.

Zum Marktstart von Ryzen gab's z.B. ein halbes Jahr lang ausschließlich ATX Bretter zu kaufen.
 
haste schon mal in ITX-board eingebaut, angeschlossen und im nachhinein bemerkt, dass du noch was umklemmen musst oder vergessen hast?
für mich immer noch ein dicker vorteil: deutlich mehr platz zum arbeiten beim saubermachen, hardwarewechseln oder fehlersuche.
 
SpamBot schrieb:
Du musst Mal mit deinem Vermutungen zurückschrauben... Du bist nicht der Nabel der Welt.... Es werden schon weit über 1 % der Heim-Anwender eine Soundkarte über PCI haben...

Edit:
Laut CB Umfrage Mützen über 30 Prozent eine Soundkarte, gut es gibt auch USB Soundkarten aber du merkst wohl selber das deine 1 Prozent sehr weit weg liegen.
https://www.computerbase.de/artikel...ge-2019.70231/#abschnitt_fragen_zum_desktoppc
Natürlich bin ich nicht der Nabel der Welt und ich wollte, wie gesagt, etwas provokant sein aber die Computerbase-User sind vom Nabel der Welt noch viel weiter enternt als ich und deshalb liege ich mit dem 1 % wahrscheinlich selbst inkl USB-Soundkarten weit näher dran als die 30%. ;-)
 
TR2013 schrieb:
Sorry aber die Frage musste etwas provokant sein, damit Response kommt.
Ich finde es gut Dinge auch einfach mal zu hinterfragen. Wir alle tun Dinge schließlich oft aus Gewohnheit und nicht weil sie so am besten sind.
Für meinen Teil bevorzuge ich aber sogar E-ATX Boards, weil ich die zusätzlichen Slots in der Tat brauche für 10GBit NICs, Soundkarten und SSD-Erweiterungskarten. Bei mir ist es also eine bewußte Entscheidung, zudem habe ich gern wichtige Sachen redundant, daher gehöre ich nicht zur Zielgruppe von Klein- und Leichtbauweise ;)
 
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Ich hab mittlerweile 4 SSD´s in meinem Rechner weil der Platz nie gereicht hat. Upgrades sind bei weniger Anschlüssen natürlich schwieriger. Ausserdem ist der Airflow evt. bei einem beschränkten matx Gehäuse nicht so super wenn es wirklich vollgepackt ist.
 
@AlphaKaninchen: ich würde hier ganz klar zwischen einen CB User PC und einen normalo Office PC unterscheiden.
Hier im Forum haben die Leute doch etwas höhere Ansprüche.
 
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