Würdet ihr eurem Kind erlauben Radrennprofi zu werden?

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rallyco schrieb:
Ich kenne mich jetzt nur periphär mit Radrennen aus, aber sind die Straßen da nicht normal gesperrt?
Zum einen gibt es immerwieder Geschichten, wo die Absperrung ignoriert wird. Zum Anderen gibt es auch immer wieder Unfälle mit Begleitfahrzeugen. Der Häufigste Grund ist aber dennoch, dass ein Unfall zwischen Radprofi und Kfz auf dem Rad im Alltag und/oder Training passiert.
Allgemein ist das Benutzen des Fahrrades im Verkehr gefährlicher als Rennen (Imho).
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n/a schrieb:
Große Bahn, nicht so hohe Geschwindigkeiten und "Pufferzonen" oder so ähnlich
Große Bahn macht schneller
Die Geschwindigkeit resultiert daraus, dass zum Wettkampf in die Vollen gegangen wird. Regulatorisch wurden die Räder als solches ja schon im schneller werden eingeschränkt.
Die Bahn ist normalerweise die Landezone, da ist wenig Platz für Puffer.
 
n/a schrieb:
Das ist es ja auch nicht ... aber würdest du die TDF komplett verbieten wollen ... wenngleich sie doch auch ein Aushängeschild für Frankreich ist?
Wo habe ich gesagt, dass man es verbieten sollte?
Jeder der es schafft sich dafür zu qualifizieren wird sich den Risiken bewusst sein.
 
Das Leben ist halt tödlich.

Todesfälle 2023 nach Kategorien:

Arbeits-/SchulunfallVerkehrsunfallHäuslicher UnfallSport-/Spielunfall
327293616388172

Im Grunde müsste man seinen Kindern alles verbieten.
 
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Wenns schon ums verbieten geht kannst gleich Fussball mit rein werfen. Was der Sport an gesamtwirtschaftlichem Schaden anrichtet is nimmer normal, und verdienen tun nur ein paar wenige ;)

Und niemand zwingt einen zu so sportlichen Höchstleistungen.. das is alles freiwillig, und wenn sich einer verletzt oder so dann is er das Risiko bewusst eingegangen und soll halt mit den Folgen draus leben. Oder halt vorher überlegen ob er das seiner Familia antun will.


Aber warum Radsport so angehen? Das is ja nix anderes als ein Grossteil der Radfahrer im öffentlichen Strassenverkehr auch macht. :D Die denken halt alle dass die Strasse re Rennstrecke ist und dass sie ihren Schnitt versauen wenn sie vor ner Kurve mal bremsen müssen.. blöd wenn nach 10m dann da was mitten auf der Strasse steht und sie voll rein fahren... :daumen: :evillol: Auf halbe /volle Sicht anhalten können in so Situationen hab ich da mal gelernt :D
 
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Bei uns in der Nachbarschaft wohnt eine Familie, deren Söhne, seit sie laufen können, professionell BMX-Rad fahren, unter anderem sogar deutscher Meister sind.

Nach unzähligen Stürzen und auch Knochenbrüchen habe ich den Vater gefragt, ob es nicht besser gewesen wäre, ihnen das zu verbieten.

Seine Antwort war sehr einfach, ob es denn besser wäre, Kinder zu haben, die dann nicht glücklich sind, mit dem Sport, denn sie dann machen müssten.
 
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n/a schrieb:
Alternativ fahren halt alle nacheinander in einer Halle im Kreis
Und selbst dabei sind schon schwere Unfälle passiert.
 
paukenschlag7 schrieb:
oder wie seht ihr das?
In (noch) Ermangelung eigener Kinder lasse ich das getrost erst einmal auf mich zukommen.

Schlimmer wäre es für mich, wenn mein potentielles Kind Bundespolitiker werden möchte.
 
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Na dann hoffe ich mal, dass du dich nicht erfolgreich reproduzierst mit der Einstellung.

Wie wäre es damit, die Kinder in ihren Vorhaben, Ideen und Möglichkeiten zu Unterstützen? So, dass sie selbstbestimmte Personen werden, die sich ihre eigenen Meinungen und Überzeugungen bilden können?

In diesem Sinne schließe ich mich den Posts an, die das Kind bei dem Versuch Radprofi zu werden, unterstützen würden.
 
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n/a schrieb:
Man muss die Kirche auch mal im Dorf lassen
Sehe ich auch so. Und deshalb sind solche pauschalen Aussagen, die ganze Berufsgruppen negativ darstellen nicht so sinnvoll.
Ich halte auch nichts von Juristen (außer Abstand), trotzdem würde ich mein Kind unterstützen, wenn es diesen Berufsweg einschlagen möchte ;)
 
paukenschlag7 schrieb:
Aber was ist wenn dann was passiert? Dann fühlt ihr euch sicher schuldig.
Wie schon jemand schrieb: dann muss man jeglichen Leistungessport verbieten, u.U. sogar viele Freizeitsportarten.

Und wie war das noch mit tödlichen Unfällen von Fahranfängern mit PKW oder Motorrad. Oder wenn auf dem Weg zur Schule etwas passiert, weil man seine Kinder altmodisch in Eigenverantortung auf den Schulweg schickt anstatt Elterntaxi zu spielen?

n/a schrieb:
Alternativ fahren halt alle nacheinander in einer Halle im Kreis
Das nützt auch nichts:
https://www.tagesschau.de/inland/regional/rheinlandpfalz/unfall-bahnrad-dm-in-dudenhofen-100.html
(ok, das hat diesmal "nur" die Zuschauer betroffen)

Kristina Vogel hatte 2018 nicht soviel Glück:
https://de.wikipedia.org/wiki/Kristina_Vogel

n/a schrieb:
Was passiert denn bei Überschreitung? Wer kontrolliert das?
Geschwindigkeitsmesser gibt es auf am Fahrrad, sogar ganz ohne GPS. Dann wird das Rad einfach eingebremst. Da das bei allen Teilnehmern passiert, sollte es auch keine Gefahr darstellen.
 
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Der Sport ist gut wie er ist. Was verhindert werden muss sind Abfahrten zu Etappenziele. Ausgepowert das Risiko in Kauf zu nehmen mit 90 aus der Kurve zu fliegen ist nicht akzeptabel.

Aber wenn es jemand werden will soll er es machen. Würde das Risiko aber eher beim Training sowie ‚Doping’ sehen und weniger bei den Rennen.
 
HtOW schrieb:
Was verhindert werden muss sind Abfahrten zu Etappenziele. Ausgepowert das Risiko in Kauf zu nehmen mit 90 aus der Kurve zu fliegen ist nicht akzeptabel.
Dann verbieten wir noch das Fahren bei Regen oder Regengefahr, weil die Profis ja unfähig sind, ihre Gefahren abzuschätzen. Und gab es bei einigen Profirennen nicht sogar noch Kopfsteinpflaster?

Viel Schlimmer finde ich solche Trainigstragödien:
"Italienische Nachwuchsfahrerin bei Trainingsunfall tödlich verletzt"
https://www.radsport-news.com/sport/sportnews_140499.htm
 
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@gymfan ne das nicht aber man muss das Ziel nicht im Tal direkt nach einem Berg Katg. 1 oder 2 legen. Da kann man auch einfach den Bergsprint mitnehmen.

Ebenso wenn möglich Kopfsteinplaster vermeiden usw.
Man fährt ja auch nicht auf Straßen mit Schlaglöchern oder sonstigem.
 
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Jeglicher Leistungssport kommt mit einem gewissen Risiko. Manche mehr und manche weniger, von Verletzungen und co würde ich sagen ist Fußball, Handball, Skating, Downhill & co schlimmer.

Übrigens fahren die Profis im Alltag auch nicht so wie im Rennen (z.B. die ganze Straßenbreite nutzen) aber klar das Training braucht viel Investition und Zeit.
Auch fahren die Profis nicht mehr so viele Kilometer wie früher, schnelles Intervalltraining ist laut neuster Forschung effektiver als jeden Tag 200km zu fahren aber klar im Straßenverkehr ist auch immer Risiko dabei und je nach Land um so mehr. Gerade Balkan, Osteuropa aber auch Italien ist ein gewagtes Pflaster. Einige Profis wie ich hörte mögen am Liebsten Spanien - weil da Respektvoll um Umsichtig mit Radfahrern umgegangen wird.
 
Ist das jetzt reine Theorie mit dem Kind als Radrenn-Profi?
Denn bevor man sich über so einen eher "exotischen" Berufswunsch Gedanken macht, gibt es ganz andere Überlegungen, in Bezug auf das Risiko.
Zb. dass das Kind beim normalen Fahrrad fahren immer einen Fahrradhelm trägt und nicht nur damit aus dem Haus geht und dann nach der nächsten Ecke den Helm abnimmt. Und dass im Dunkeln immer nur mit Licht vorne und hinten gefahren wird.
Und später dann zb. darf man erlauben, dass es Roller oder Moped fahren darf und danach dann Motorrad? Oder sollte man das auch verbieten? Erfahrungsgemäß wir dann ab 18, wenn man nichts mehr verbieten kann, erstrecht der Motorradführerschein gemacht.
Und das sind jetzt nur ein paar wenige Beispiele aus dem täglichen Alltag, die viel risikoreicher sind und bei denen deutlich mehr passiert, als beim Radrennen fahren.
Und dann gibt es noch Skifahren, Skateboard fahren, Fallschirm springen, Bungee springen etc. ...
Die zentrale Frage sollte also eher sein, bringt es was, etwas zu verbieten oder sollte man an die Vernunft appelieren...
 
Die Stürze mit Todesfolge sind sehr bedauerlich, meines Erachten aber nur das geringere Problem.
Wenn man oben mitspielen möchte muss man heute bereit sein den Körper an das Limit und auch weit darüber hinaus zu treiben.
Ich habe zwei Bekannte die fast professionell Rad gefahren sind, die hatten in jungen Jahren massive Rückenprobleme mit notwendigen Operationen.
Eine Bekannte hat sehr intensiv Handball gespielt, Rücken und Knie kaputt mit Operationen.
Ein Kollege hat extrem Squash gespielt, der hat zwei künstliche Kniegelenke.

Sport ist gut und erforderlich, wenn man heute aber ganz oben mitspielen will muss man sich im klaren sein was man dem Körper antut.
 
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