Xen ohne X-Server

apexero

Lieutenant
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Ich habe mich in den letzten Tagen näher mit dem Xen Hypervisor beschäftigt. Die Installation liegt mittlerweile hinter mir und jetzt möchte ich das gute Stück weiter einrichten.

Eine Frage ist mir dabei aber geblieben und auch in den etlichen Blogs, Foren und Wikis habe ich darauf keine richtige Antwort gefunden - glaube ich jedenfalls..

Ich habe als Dom0 Archlinux verwendet und möchte den Dom0 eigentlich so schmal wie möglich halten - falls das möglich ist.
Demnach die Frage: Kann ich im Dom0 völlig ohne X-Server auskommen? Falls ja würde ich als Deskop eine DomU mit Archlinux anlegen, daneben eine Windows 7 DomU.
Soweit ich es verstanden habe, hat die Dom0 die Hand auf der Hardware und sämtliche Zugriffe erfolgen darüber (Warum nicht üben den Hypervisor?). Ich habe aber gleichzeitig mehrmals Kommentare von Leuten gelesen, die ihren Dom0 auch möglichst schlank - also ohne das X-Zeug - gehalten haben.

Viele Demo-Scripts haben immer vnc als Ausgabe, aber dafür bräuchte ich ja auch wieder einen X-Server. Gelesen habe ich aber auch dass der Hypervisor ein VNC Backend hat - was hat es damit auf sich?

Daneben interessiert mich noch: Klappt mein Plan nur mit einer CPU die VT-d unterstützt? Das habe ich leider nicht (core i7 2700k) ...falls jmd. tauschen will, kann man gern drüber reden ;)

gruß
bel
 
Natürlich kannst du deine Dom0 ohne X-Server ausführen. Dann hast du halt Zugriff via SSH. Das gesamte Linux-System lässt sich über die Konsole konfigurieren. Dafür sind halt entsprechende Linux-Kenntnisse nötig.

Dein i7 unterstüzt VT-d . Selbst mein 5 Jahre alter Q6600 bietet diese Funktion. Wenn dann iss es halt im Bios bzw. im UEFI deaktiviert.

Der Hypervisor bietet VNC unterstüztung zur Ausgabe des Bildschirminhalts der virtuellen Maschinen. Wie will man die sonst installieren? Gibt ja sonst keine Möglichkeit ein System zu starten, da du auf Installationsebene, sprich direkt nach dem Bios, ja noch keinen SSH-Zugang oder VNC-Support vom Betriebssystem hast...

Weiters würde ich Xen eher als XenServer von Citrix bzw. auf Debian verwenden. Debian läuft stabil und wird regelmäig gepflegt. Weiters bietet Debian, ich verwends in der Testing-Version, auch KVM unterstüztung. Dann hast du ein Standard-Host-System mit Virtualisierungsfunktion im Kernel. Bei mir läuft ein vHost mit Ubuntu und einer mit Debian. Bin mit beiden soweit zufrieden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mein 2600k (Tippfehler) unterstützt kein VT-d.... Dafür allerdings hat er nen freien Multiplikator, den ich nicht brauche. Intel trennt da sehr genau.

Die Sache mit dem VNC verstehe ich noch nicht ganz. Ich habe Xen so aufgesetzt, dass der Hypervisor direkt als Dom0 eine Arch-Installation startet (grub2: multiboot + module Kommandos). Diese halte ich minimalistisch bzgl installierter Pakete. openSSH hab ich selbstredend installiert. In diese Arch-Installation kann ich mich zunächst lokal einloggen.

Darin würde ich nun ggf. mehrere DomUs konfigurieren. Also Images bzw. virtuelle disks anlegen, scripte anlegen usw. Aus dieser Dom0 (die Arch-Installation) würde ich die konfigurierten DomUs nun auch starten (per xm oder xl)

An dieser Stelle stellt sich mir die Frage wie diese DomUs an eine grafische Ausgabe kommen? Sie selbst haben ja keinen Zugriff auf die Hardware. Ich könnte mir da allenfalls einen Frambuffer vorstellen..

Ich verstehe es bisher so, dass da ein VNC Backend Hypervisor verfügbar ist und dass ich um den Output der DomUs zu sehen, irgendwo ein entsprechendes Frontend brauche. An welcher Stelle wäre dieses? DomU oder Dom0?
 
belbono schrieb:
Mein 2600k (Tippfehler) unterstützt kein VT-d.... Dafür allerdings hat er nen freien Multiplikator, den ich nicht brauche. Intel trennt da sehr genau.
Dann sollte man evtl. über einen Herstellerwechsel nachdenken... Soweit ich das sehe isses bei AMD weniger eine Frage der CPU als eine des Boards, ob man AMD-Vi (also IOMMU) hat oder nicht. Da hat alles, was wenigstens Phenom II heißt (und auch ist) AMD-Vi grundsätzlich an Bord. Da fürn Server eher n Bulldozer in Frage kommt (und immer noch billiger als n i7 ist), ist der ganze Virtualisierungskram da garantiert.
 
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