News Zehn Jahre Wikipedia

..Gast schrieb:
Ich hab nun dreimal versucht meinen Teil zu Wikipedia beizutragen. Ersteres waren die Korrektur massiver Rechtschreibfehler welche aber mit einen Revert "Keine Verbesserung des Artikels." zurückgesetzt wurde. Der zweite Teilnahmeversuch war als ich einen fehlenden Faktor bei der Erlang-Verteilungsfunktion ersetzt hatte - diesmal ein Revert wegen "Fehlender Quellenangabe". Witzigerweise gab es auch keine Quellenangabe zur falschen Formel. Der letzte Versuch war als ich für mein Heimatdorf den Absatz mit "Bezirke" gelöscht hatte weil es bei uns schlicht und einfach keine Bezirke gibt. Als Änderungskommentar schrieb ich "Wenn man keine Ahnung von einen Ort hat, bitte nichts dazu schreiben!". Der Revert wurde mit "Persönlicher Beleidigungen sind hier nicht erlaubt" begründet.

Alles in allem, ein oberflächliches Nachschlagewerk mit einem authoritären System auf Galileo Niveau.

Also wenn ich deine Rechtschreibung so sehe, dann kann ich das schon verstehen :)
 
Ich nutze Wikipedia sehr oft, einmal für den groben Überblick, und wenn ich tiefgreifendere Infos brauche, um die Titel von ein paar Fachbüchern zu dem Thema zu erhalten.
Letztens stand ich vor meiner Facharbeit in Sozialwissenschaften (Thema: Generationenvertrag).
Es war klar, Fachbücher müssen her. Aber wie heißen die?
Kurz bei Wiki geguckt und eine Liste mit möglichen Kandidaten, also auf in die Bibliothek und einige von den Büchern waren sehr gut zu gebrauchen.
 
Malkavien schrieb:
Schön... aber leider ist der Grundgedanke von Wikipedia mit der Zeit abhanden gekommen... nämlich ein allumfassendes Nachschlagewerk an dem jeder mitmachen kann...

Tatsache ist, dass die Betreiber entscheiden, ob etwas wichtig ist oder nicht. Und oft genug werden Informationen, die wissenswert sind nicht aufgenommen. Andernorts nennt man das "Zensur".

Nichts desto trotz kann ich mir die Wikipedia nicht weg denken.

Dies, verbunden mit der Tatsache, dass da 17Jährige Admins die Hebel bewegen ist der Grund für mich, warum ich Wiki in Zukunft wohl eher meiden werde.
 
cal1s schrieb:
..., dass da 17Jährige Admins die Hebel bewegen ist der Grund für mich, warum ich Wiki in Zukunft wohl eher meiden werde.

Selber engagieren ist der einzige Weg das zu ändern ...

Würde Wikipedia mehr Mittel haben, gäbe es auch mehr qualifizierte Leute da. Aber für sowas wie Wikipedia fehlt ja das Geld ...
 
Nun ja, es ist doch aber wie immer, kaum hat da einer Macht in den Händen, geht das schon los...
Das sollte irgendwie anders geregelt werden...verdammt aber nur wie?
 
enttäuschend, ein reiner blabla pr artikel wurde übernommen.
vorgeschriebene artikel die die medien nur abdrucken sollen, wie werbung.

warum wird nichts von den hürden für neu autoren geschrieben, von dem rauen umgang untereinandern, von den löschnazis?
 
Highspeed Opi schrieb:
@dasuppenhuhn:
Das finde ich auch verständlich.
Das meiste mag zwar richtig sein und wenige Fehle beinhalten, aber es gibt noch immer viele Informationen Beiträge, die im eigentlichen Sinne falsch sind oder nur zu Werbezwecken missbraucht werden.
Die fehlende Zitierfähigkeit von Wiki liegt doch nicht an der Qualität. Der Hauptgrund ist doch, das Wikipedia keine Primärliteratur ist, und zumindest in meinem Bereich ist man angehalten auschließlich letztere zu verwenden.
 
chancaine schrieb:
Was mich nur etwas stört, ist die Sache mit dem "schnell im Netz nachschauen".
Und zwar deshalb, weil ich das Gefühl habe, dass heutzutage eher gegoogelt wird, als Informationen im eigenen Gehirnspeicher abzulegen und sich Wissen anzueignen. Also ein Bildungsproblem ;-)

Gut auf den Punkt gebracht. Ich zähle mich leider auch zu der Gruppe. Statt einfach mal vernüftig Wissen von A-Z anzueignen, einfach Googeln, das Hirn wie ein RAM nutzen, sprich nach dem nächsten Reboot (Schlafen) ist wieder alles futsch, denn man kanns ja nochmal ergoogeln fals man es nochmal braucht. :rolleyes:

An diesem Punkt werde ich zukünftig mal an mir arbeiten. :)
 
hardwärevreag schrieb:
Würde Wikipedia mehr Mittel haben, gäbe es auch mehr qualifizierte Leute da. Aber für sowas wie Wikipedia fehlt ja das Geld ...

Geld eigentlich weniger, aber ganz viel Manpower. Die Arbeitsleistung, die in diesem ganzen Kempel steckt, wird glaube ich gerne einmal unterschätzt.
 
Naja, womit willst du die zusätzlichen Mitarbeiter denn bezahlen wenn nicht mit Geld?
Im Grunde läuft es wieder aufs liebe Geld hinaus, ohne Geld keine qualifizierten Mitarbeiter.
 
Ja genau. Der Betrieb für das LAUFENDE Jahr wurde gesichert!
Und das ganz ohne hauptamtliche Leute, die die Qualität der Beiträge zeitnah überprüfen,
wie in den Beiträgen oben gefordert wurde.
Also obwohl der größte Kostenanteil moderner Unternehmen, das Personal, hier durch Freiwillige
ersetzt wurde, haben die noch immer Kosten von ca. 15,5 Mio per anno.
Nicht auszudenken, wie hoch die Kosten wären, wenn es für jedes Fach, jede Sprache bezahlte Mods
und QMS-Leute gäbe.
 
Ohne Wikipedia hätte ich damals sogar für meine Schulpränsentationen echte Arbeit leisten müssen! Spaß bei Seite, Wikipedia ist schon eine geniale Sache, auch wenn ich mich nicht immer nur auf diese eine Quelle verlasse.
 
Metalfreaky schrieb:
Und eins dürft ihr nicht vergessen: Wikipedia ist ein Lexikon und kein Fachbuch.
Ein Fachbuch wird jedem Lexikon egal ob online oder in Buchform immer in dem Gebiet überlegen sein.

Mein Bücherschrank ist auch noch voll! Mir scheint allerdings, bei den wirklichen großen Wikipedia Artikeln verschwindet die Grenze zum Fachbuch aber auch schon!
Man siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:Längste_Seiten
sowas wie der Artikel "Schamanismus" hat doch mindestens schon den Umfang eines kleinen Taschenbuches!

Kann sich ja mal jemand den Spaß machen, den auszudrucken, würde mich mal interessieren wie viel Seiten der hat! :rolleyes:

Genauso auch "Metallurgie" , "Elektronenröhre" und "Photovoltaik" doch eigentlich alles schon kleine Handbücher, die über den reinen Schulstoff schon weit hinaus gehen!
 
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