News Zehn Jahre Wikipedia

seit 10 jahren gibt es schon wikipedia. hätte ich gar nicht gedacht.
an der uni darf man wiki nicht zitieren, weil halt die informationen nicht wissenschaftlich geprüft werden. dass die lexikas fehler haben liegt daran, dass die auch mal überholt sind, forschungsstand ändert sich. aber selbst dozenten sagen, dass man wenn man sich einen schnellen überblick über sein thema verschaffen will, wiki keine schlechte anlaufstelle ist.
 
ich nutze wikipedia immer wieder, gut das es da ist!

Interessant finde ich, dass die deutschen Artikel schon seit langem auf dem 2. Rang der Menge nach liegen. Es gibt weltweit gesehen sicherlich mehr französisch und auch spanisch sprechende Muttersprachler als deutsche. Dennoch schaffen es weder die französischen noch die spanischen die deutschen Artikel zu überholen. Das nährt meine Hoffnung, dass Deutschland doch noch ein bißchen ein Land der "Dichter und Denker" geblieben ist und Wissen als wichtige Ressource angesehen wird.
 
Happy B-Day Wikipedia. Auf eine weiterhin gute Zusdammenarbeit :D

OT:
Für mich sollte mal der Gründer von Wikipedia oder die Autoren zur "Person of the Year" gewählt werde.
 
Sehr viele Lehrer/Dozenten benutzen wiki für ihren Unterricht/Vorlesungen.

Man muss etwas von den Dingen verstehen, wenn man wiki benutzen will.

Einem "Normalo" könnte man von höherer Physik/Chemie usw. sonst was erzählen und er würde wahrscheinlich alles glauben, was man ihm so zeigt oder erzählt.

Nicht jeder kann gut schreiben und die Informationen in sinnvolle Texte zusammenfassen, deswegen nutzen wahrscheinlich das so viele Lehrer für ihren Unterricht.

"richtige" Bücher werden ja lektoriert, bei wiki kann auch ein grober Fehler übersehen werden.
Als Quelle kann man wiki nicht angeben, weil sich der Artikel auch mal ändern kann.
Ein Buch bleibt ein Buch, da ändert sich nichts, auch wenn die Info falsch war. (evlt in der neuen Aflage dann, aber das gibt man ja auch an)


Was micht viel mehr an Wiki ärgert ist diese ständige Bettlerei, dieses unrasiert Gesicht bei fast jedem Aufruf stört mich viel mehr, als ein Werbebunner :)
Die könnten jede Summe verlangen und das Geld dann sinnvoll einsetzten.

Wenn sie sich immer noch als nichtbeeinflussbar ansehen wollen, dann sollen sie sich 10+ Angebote holen von MS,Apple,Adidas usw. die Namen in einen Topf werfen und dann einfach einen Namen ziehen und das jedes Jahr wiederholen...

Das überschüssige Geld können sie den Armen spenden oder sonstwas damit machen...
 
Zuletzt bearbeitet:
dasuppenhuhn schrieb:
Und wir dürfen es im Studium immer noch nicht als legitime Quelle für Informationen angeben...

Zurecht, Wikipedia ist gut geiegnet um sich einen Überblick zuverschaffen aber nicht um fachlich detailierte Informationen einzuhohlen; zumindest wenn man Wert auf die Zuverlässigkeit der Informationen legt.
...und das, obwohl die anderen Lexica eine höhere Fehlertoleranz aufweisen.
Ich hab selten ein Fachlexikon in der Hand gehalten, dass auch nur annähernd soviele Fehlinformationen in einem Artikel enthielt wie das Äquvivalent von Wikipedia.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wikipedia ist echt ne tolle Sache. Vor allem für Schüler.
Ich habe letztens in einer Abi-Zeitung gelesen:
"Und wieder verhalf Wikipedia zum Abitur".

Ich würde mal sagen, Wikipedia ist äußerst nützlich und aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Happy B-Day Wikipedia!
 
Malkavien schrieb:
Schön... aber leider ist der Grundgedanke von Wikipedia mit der Zeit abhanden gekommen... nämlich ein allumfassendes Nachschlagewerk an dem jeder mitmachen kann...
Ein Stück weit ist das auch verständlich, denn um überhaupt irgendwann als korrektes Nachschlagewerk angesehen zu werden, muss das Wiki gegenüber Manipulationen robuster werden.

Nur die Relevanzkriterien und deren Auslegung durch einzelne Verantwortliche sind teilweise absurd.
 
korrektes wissen muss immernoch bezahlt werden und das finde ich richtig, so soll es auch bleiben. wikipedia ist zurecht nicht gültig als quellenangabe bei seminararbeiten, thesis etc. und alle die sich auf die theorie stützen "hat weniger fehler als bücher bla bla" sollten lieber ihren faulen hintern in bewegung setzen und selbst forschen statt sich darauf auszuruhen.
 
Photon schrieb:
Allgemein sind Lexica als Quelle nicht der Bringer. :)
Es gab doch schon vor einiger Zeit (ein, zwei, drei Jahre?!) mal eine Äusserung von einer nicht unbedeutenden Stelle aus (tja, wenn ich die jetzt noch wüsste *g*), dass Wikipedia vom Umfang und Informationsgrad her das bis dato noch gängige Print-Lexikon überholt hätte. Auch MS Encarta wurde unter Anderem aufgrund des riesigen Erfolgs und Zuwachses von Wikipedia (wer kauft da noch Encarta) eingestellt.

Highspeed Opi schrieb:
@dasuppenhuhn:
Das finde ich auch verständlich.
Das meiste mag zwar richtig sein und wenige Fehle beinhalten, aber es gibt noch immer viele Informationen Beiträge, die im eigentlichen Sinne falsch sind oder nur zu Werbezwecken missbraucht werden.
Da hätte ich gerne mal Beispiele für. Nein ernsthaft. Ich zweifel deine Aussage nicht (oder nur indirekt) an, aber so etwas ist mir bisher bei Wikipedia noch nicht aufgefallen. Meine Wissbegierde bezieht sich jedoch die meiste Zeit auf Naturwissenschaftliches oder auf Personen, Lokationen bzw. Medienwissen. Einzelne Produkte würde ich bei Wikipedia garnicht erst vermuten und daher auch garnicht erst nachschlagen. Als Ausnahme würde ich mal AMD und Intel nennen, wenn ich Informationen zu Architekturen oder besser noch Auflistungen vergangener Modelle suche, aber da ist mir auch noch nie auch nur mit einem Satz aufgefallen, dass der eine den anderen im Wikipedia-Artikel schlechtmachen würde.

Ich lese übrigens gleichermaßen deutsche und englische Artikel und kann dies für keine von beiden Quellen/Sprachversionen bestätigen.

Zu guter Letzt:
Herzlichen Glückwunsch, Wikipedia! Ich hoffe, ihr bleibt ewig frei - auf euer Denken und auf Kosten gleichermaßen bezogen.

Cya, Mäxl
 
Ranopama schrieb:
korrektes wissen muss immernoch bezahlt werden und das finde ich richtig, so soll es auch bleiben.
:freak: Sonst geht's eh noch?! Echt traurige Aussage! Das ist der typische Gedanke im 21ten Jahrhundert: "Ich weiß was, das habe ich mir selbst angeeignet und wenns wer wissen will, soll er mich gefälligst dafür bezahlen!" oder irgendwer erfindet etwas, dass der ganzen Menschheit nützen könnte (ein "Wundermedikament", Stromerzeuger,...) patentiert es und es wird dann nicht vermarktet weil ers nicht auf die Reihe kriegt es zu vermarkten/einzusetzen und besser niemand davon profitiert solange sein Teil vom Kuchen nicht groß genug ist.
 
DJMadMax: Ja, Wiki ist um Welten besser und umfangreicher als jedes Lexikon, kann aber trotzdem oft nicht von einem guten Fachbuch zum Thema ersetzt werden. Ich bin auch mehr auf naturwissenschaftliche Bereiche spezialisiert, was das Lesen von Wiki-Artikeln angeht und oft findet man zwar korrekte Definitionen, aber anständige Herleitungen (verständlicherweise) eher selten.
 
Ich hab nun dreimal versucht meinen Teil zu Wikipedia beizutragen. Ersteres waren die Korrektur massiver Rechtschreibfehler welche aber mit einen Revert "Keine Verbesserung des Artikels." zurückgesetzt wurde. Der zweite Teilnahmeversuch war als ich einen fehlenden Faktor bei der Erlang-Verteilungsfunktion ersetzt hatte - diesmal ein Revert wegen "Fehlender Quellenangabe". Witzigerweise gab es auch keine Quellenangabe zur falschen Formel. Der letzte Versuch war als ich für mein Heimatdorf den Absatz mit "Bezirke" gelöscht hatte weil es bei uns schlicht und einfach keine Bezirke gibt. Als Änderungskommentar schrieb ich "Wenn man keine Ahnung von einen Ort hat, bitte nichts dazu schreiben!". Der Revert wurde mit "Persönlicher Beleidigungen sind hier nicht erlaubt" begründet.

Alles in allem, ein oberflächliches Nachschlagewerk mit einem authoritären System auf Galileo Niveau.
 
@HighTech-Freak: wenn alle so denken würden wie du würde es bald kein hightech mehr geben für dich freak. Weil es sich einfach nicht lohnt etwas zu entwickeln. Deshalb war die DDR ja beipsielsweise erfolgreich, da gehörte ja auch alles allen.

@DJMadMax: Beispiele für Werbenutzung gibt es einige, allerdings ist immer schwer zu sagen ob das Werbung von der Firma ist oder Werbung eines überzeugten Käufers. Such einfach mal nach Herstellern die eine Besodnerheit bzw Patent sehr umfassend ausnutzen. Konkretes Beispiel zB Snowboardbindungen von Flow usw. Such einfach nach einem Hersteller der für Endverbraucher Hobbygeräte herstellt und lese da mal einen Artikel.

Wer sagt das Fachartikel bei Wiki gut wären hat schlicht nie weiter als oberflächlich gesucht. Spätestens wenn man selber in die Verlegenheit gerät einen wissenschaftlichen Text zu schreiben merkt man ganz schnell wo man bei wikipedia ist.
Bei BWL sind zum Beispiel unmengen falsch erklärt. Teilweise sogar erkennbar aus welchen Büchern falsch zusammengeschrieben. Geht sogar soweit dass Studenten nach der Klausur bei dem Dozenten stehen und sagen "hier steht aber.." und dann leider erkennen müssen dass es dort einfach falsch ist oder aus dem Kontext falsch ist.
Was Themen die in der Schule behandelt werden betrifft ist wiki aber meistens gut verwendbar aber sobald Themen behandelt werden auf deren Gebiet es nur eine Handvoll Fachleute gibt, wäre man meist ohne Artikel besser beraten.

edit: es liegt in der Natur der Sache dass bei PC betreffenden Artikel oft bessere Qualität zu finden ist als bei BWL, Physik etc.
 
Zuletzt bearbeitet:
Photon schrieb:
DJMadMax: Ja, Wiki ist um Welten besser und umfangreicher als jedes Lexikon, kann aber trotzdem oft nicht von einem guten Fachbuch zum Thema ersetzt werden.

Ich würde nie behaupten, dass ein "simpler" Wikipedia-Artikel Fachliteratur überflüssig werden lässt. Das wäre ja auch Quatsch. Ich kenne kein Buch, das nur ein, zwei drei Seiten hat (wie die - schon richtig großen und "umfangreichen" - Wikipedia-Artikel).

Wie gesagt, für die schnelle Suche und Lösung von "alltäglichen Fragen" ist es absolut legitim. Wenn ich nun eine Facharbeit über die Ionisierung in einer Brennstoffzelle und deren CO²-Ausscheidungen im Vergleich zu Kerosinturbinen und sonstigem Schnickschnack schreiben müsste (bin ja kein "Studierter", bin nur dummer "Realist" :D ), hätte ich sicher nicht viel von den kläglichen (aber sachlich dennoch richtigen) Informationen zu diesen Themen aus Wikipedia.

Cya, Mäxl
 
ewndb schrieb:
Bei alle Freude darüber, in der Wikipedia gibt es immernoch die Deutungshoheit der Wenigen die mit vermeintlichen "Relevanz" Kriterien das Wissen künstlich in wichtige und unwichtige Information zerteilen und die Unwichtigen zensieren.
Ich hab noch eine Wikipedia DVD von 2002 irgendwo rumfliegen. :D
 
M00SE schrieb:
@HighTech-Freak: wenn alle so denken würden wie du würde es bald kein hightech mehr geben für dich freak. Weil es sich einfach nicht lohnt etwas zu entwickeln. Deshalb war die DDR ja beipsielsweise erfolgreich, da gehörte ja auch alles allen.
1. Wissen in Form von Büchern/Informationen sollte so frei und günstig wie nur möglich sein!
2. Ich habe von Patenten geschrieben die NICHT vermarktet werden sondern einfach nur vor sich hin gammeln! Weil entweder große Firmen auf Vorrat patentieren, jemand das Patent kauft damit niemand anderes es verwenden kann (Fortschrittsbremse) oder Patente nicht genutzt werden weil das nötige Geld für die Vermarktung fehlt! Das nützt dann nämlich NIEMANDEM und BEHINDERT andere Wettbewerber. Und das BREMST den Fortschritt.
Und das soll gut sein? Unser Patentsystem braucht dringend eine Revision... längerfristig ungenutzte Patente sollten zB frei verfügbar sein!

MFG, Thomas
 
Wer sagt das Fachartikel bei Wiki gut wären hat schlicht nie weiter als oberflächlich gesucht. Spätestens wenn man selber in die Verlegenheit gerät einen wissenschaftlichen Text zu schreiben merkt man ganz schnell wo man bei wikipedia ist.
Ich habe bisher keinen Fehlerhaften Artikel bei Wikipedia entdeckt. Ich bestreite nicht, dass Fehler vorhanden sind, aber ich glaube, dasss hier auch ziemlich übertrieben wird.

Und eins dürft ihr nicht vergessen: Wikipedia ist ein Lexikon und kein Fachbuch.
Ein Fachbuch wird jedem Lexikon egal ob online oder in Buchform immer in dem Gebiet überlegen sein.
 
Viele verwechseln Wikipedia mit einem Fachbuch.

Sollte doch eigentlich jedem klar sein, dass Wiki nur als Überblick dient. Wer einen wissenschaftlichen Text verfasst, kommt mit keinem Lexikon der Welt weiter.
 
Naja, also es wurde schon vor x Jahren an der Uni in Propädeutika-Kursen darauf hingewiesen, dass die
Studenten auf keinen Fall Wikipedia zitieren und als Quellenangabe verwenden sollten.
Eben weil dort keinerlei objektive Informationen zu finden sind und echte Fakten eher zufällig als systematisch dort auffindbar sind. Es handelt sich bei Wikipedia nicht um anerkannte Fachliteratur.

Allerdings reicht es meistens für private Zwecke aus und zu einem ersten groben Überblick alle Male.

Was mich nur etwas stört, ist die Sache mit dem "schnell im Netz nachschauen".
Und zwar deshalb, weil ich das Gefühl habe, dass heutzutage eher gegoogelt wird, als Informationen im eigenen Gehirnspeicher abzulegen und sich Wissen anzueignen. Also ein Bildungsproblem ;-)
 
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