Zucker ungesund - Fruchtzucker auch?

Rios

Lieutenant
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952
Hi,

Ich verzichte seit einiger Zeit so weit es geht auf Süßigkeiten und Sachen die viel Zucker enthalten. Also Schokolade, Kuchen, Eis, Kelloggs, Müsliriegel die mit Zucker zugesetzt sind, etc...

Aber da ich zwischendurch trotzdem gerne einen Snack zu mir nehme, esse ich viel Obst. Banane, Beeren, Äpfel, eigentlich alles.

Aber Obst hat ja auch viel Zucker. Jetzt frage ich mich halt, ob ich Obst deswegen auch reduzieren sollte.

Danke im Voraus! :)
 
Fruchtzucker ist auch Zucker.
Denn sollte man auch reduzieren, habe ich mal im Fernsehen gehört.
 
Auf keinen Fall den Obstkonsum einschränken. Siehe: http://www.foodfitness.de/ist-obst-gesund-oder-ungesund/

oder:

"Die schädlichen Effekte treten erst bei einer größeren Zufuhr über eine längere Zeit auf", sagt der Experte. Das bestätigt auch Professor Norbert Stefan, Endokrinologe am Uniklinikum Tübingen. Er rät eindringlich davon ab, wegen der Schattenseiten von Fruktose den Obstkonsum zu reduzieren: "Damit eine Menge zusammenkommt, die deutliche negative Effekte hervorrufen kann, müsste man schon ein ganzes Kilogramm Äpfel verdrücken. Und das regelmäßig." Im Alltag sei häufig eher das Gegenteil der Fall: "Die meisten Menschen essen viel zu wenig Obst."
http://www.apotheken-umschau.de/Ernaehrung/Kann-man-auch-zu-viel-Obst-essen-506399.html
 
Im Überfluss ist alles ungesund.
Statt nur Obst vielleicht auch mal Gemüse (Gurke, Möhre, Paprika, Kohlrabi) probieren.

Aber grundsätzlich ist Fruchtzucker (in Maßen) besser als Industriezucker.
 
Industriezucker besteht aus Fructose (Fruchtzucker)... Der Zucker in vielen Fertiggerichten ist eben Fructose und nicht Glucose und normaler Zucker ist Fructose + Glucose.
 
Ah das wusste ich gar nicht, dass Industriezucker aus Fruchtzucker besteht. Interessant, danke. Fertiggerichte werden ja allgemein wegen den zu hohen Zuckergehalt kritisiert. Und das obwohl es Fruchtzucker ist. Wenn es normaler Zucker wäre, wäre die Kritik wohl noch vernichtender.
 
Es gibt aber keinen Unterschied zwischen Rübenzucker, Rohrzucker, Fruchtzucker, Milchzucker, Maissirup und Honig bei der Verwertung durch unseren Körper.

Zucker egal welcher Art bleibt bei unmäßigem Konsum ungesund, die Unterschiede der Bearbeitungsart des Zuckers und der Ausgangspflanze ändern hierbei nichts.
 
hallo7 schrieb:
Industriezucker besteht aus Fructose (Fruchtzucker)
Woher hast du diese Information? Ich dachte bisher immer Industriezucker ist das weiße Granulat, das sowohl aus Glukose als auch Fruktose besteht und man überall kaufen kann?




Inzersdorfer schrieb:
Es gibt aber keinen Unterschied zwischen Rübenzucker, Rohrzucker, Fruchtzucker, Milchzucker, Maissirup und Honig bei der Verwertung durch unseren Körper.

Zucker egal welcher Art bleibt bei unmäßigem Konsum ungesund, die Unterschiede der Bearbeitungsart des Zuckers und der Ausgangspflanze ändern hierbei nichts.
Bitte mal informieren. Es gibt erhebliche Unterschiede bei den Zuckern. Nicht nur im Verhältnis, sondern auch in der Struktur sowie der Verstoffwechselung in unserem Körper. Aktuell wird davon ausgegangen, dass Fructose wie z.B. in Marmelade oder Sirup wesentlich schädlicher ist als Glukose, da dieser Zucker besser verarbeitet werden kann.

http://www.urgeschmack.de/was-ist-der-unterschied-zwischen-glucose-und-fructose/
 
Zucker ist Zucker ist Zucker

Das ist ganz besonders in Bezug auf diese ganzen Softdrinks dann komplett egal, ob Du Dir nun Cola, Eistee oder Orangensaft rein ziehst ..... Alles so um die 35-45 kcal je 100ml

Umsteigen auf Wasser oder ungesüßten Tee und schon hat man den größten Dickmacher beiseite.
 
Industriezucker besteht nicht immer aus Fruchtzucker.
Da gibt es ja jetzt einen neuen Stoff aus den USA, der aber auch nicht wirklich gesund ist.
Deswegen wurde er nicht öffentlich in Deutschland eingeführt.
 
NuminousDestiny schrieb:
Woher hast du diese Information?

Ich könnte dir jetzt eine Biochemie Vorlesung empfehlen, aber ob das noch gelehrt wird weiß ich nicht.

Ansonsten ist Wikipedia schonmal ein Anfang ;)

Fructose hat eine deutlich höhere Süßkraft als Glucose. Durch Verminderung des Glucoseanteils bei gleichzeitiger Vergrößerung des Fructoseanteiles kann die Süßkraft eines Sirups ohne Änderung des Substanzgehaltes deutlich gesteigert werden. Deshalb ist die Steigerung des Fructoseanteiles durch Umwandlung der Glucose wirtschaftlich, da eine vergleichbare Süßkraft mit geringerer Materialmenge erreicht wird. Seit 1978 kann durch neuere Trennverfahren oder durch eine Isomerisierung[2] der Glucose mit dem Enzym Glucoseisomerase zu Fructose der Anteil der Glucose vermindert und der Fructosegehalt auf 90 % (HFCS-90) gesteigert werden. Da die Maisproduktion in den USA subventioniert wird, während der Zuckerimport verzollt werden muss, ist dieses Süßungsmittel ausgesprochen preiswert. Die Mischung von HFCS-42 und HFCS-90 ergibt HFCS-55, hat also einen 55%igen Fructosegehalt. Diese Mischung wird gleichfalls in der Softdrinkindustrie verwendet.

https://de.wikipedia.org/wiki/Maissirup

Aus ökonomischen und logistischen Gründen, v. a. günstiger Transportmöglichkeiten in Tankwagen und wegen gegenüber gewöhnlichem Zucker (Kristall- / Tafel- / Haushaltszucker oder Saccharose) 20 % höherer Süßkraft ist eine zunehmende Verdrängung anderer Süßstoffe durch Fructose zu beobachten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Fructose
 
Also der Duden ist der Meinung, dass das Wort Industriezucker Raffinade, sprich Kristallzucker, sprich Saccharose bezeichnet.
Und egal ob Saccharose (Haushaltszucker), Fructose (Fruchtzucker) oder Glucose (Traubenzucker), dick machen die alle, wenn man sie übermäßig verzehrt.
 
Ich verstehe diesen Aktionismus nicht, in den manche Leute verfallen und anschließend einfach komplett verzichten wollen. Sicher ist Zucker ungesund, aber anstatt den ganzen Tag Nestea und Cola in sich reinzuschütten, würde es auch schon etwas bringen, den Konsum auf 1 Glas pro Tag zu beschränken. Ich trink z.B. meinen Kaffee schwarz, schmeckt sowieso besser. Statt Cornflakes von Nestlé gibt's bei mir mittlerweile Bio-Vollkornmüsli mit selbstgeschnittenem Obst und Naturjoghurt. Schokolade liebe ich auch, am besten mit 85% Kakaoanteil und nicht diesen Milka/Kinder-Dreck. Kuchen/Teilchen ess' ich auch gern, früher fast täglich beim Bäcker in der Mittagspause immer was mitgenommen, mittlerweile noch 1x wöchentlich...
 
simpsonsfan schrieb:
Also der Duden ist der Meinung, dass das Wort Industriezucker Raffinade, sprich Kristallzucker, sprich Saccharose bezeichnet.
Und egal ob Saccharose (Haushaltszucker), Fructose (Fruchtzucker) oder Glucose (Traubenzucker), dick machen die alle, wenn man sie übermäßig verzehrt.

Der Duden erklärt ja auch was die in der Industrie verwenden.
Informiere dich lieber bei Google darüber.

Duden soll doch aussagen, wie Wörter geschrieben werden.
 
@hallo7

Ich hatte deine Aussage so verstanden, dass Industriezucker zu 100% aus Fructose bestehen würden.
Du meintest aber wohl nur "zum größten Teil"?

Ansonsten gibt es auf Wikipedia nur die Weiterleitung zum allgemeinen "Zucker" und keine Definition von Industriezucker.
https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Industriezucker&redirect=no

Ich denke die meisten werden wie ich Industriezucker mich Saccharose gleichsetzen.
 
Ich setze Industriezucker mit Zucker der in der Industrie eingesetzt wird gleich. Saccharose ist für mich Haushaltszucker, aber gut.

Ich wollte eigentlich nur darauf hinweisen, dass es nicht Industriezucker = schlecht und Fruchtzucker = gut gibt, weil es lustigerweise eigentlich umgekehrt ist, bzw. der Fruchtzucker sogar bevorzugt in der industriellen Lebensmittelverarbeitung eingesetzt wird (natürlich im Verbund).
 
Zuletzt bearbeitet:
TheManneken schrieb:
Ich verstehe diesen Aktionismus nicht, in den manche Leute verfallen und anschließend einfach komplett verzichten wollen.

Ich finde, jeder sollte für sich selber entscheiden dürfen. Wenn man entscheidet komplett auf Zucker zu verzichten, ist das halt eine persönliche Entscheidung. Aber falls du mich damit meintest, ist es bei mir garnicht so extrem. Bei mir ist so, dass ich den Zucker-Konsum nicht komplett abstellen will, sondern mich einfach allgemein gesünder ernähren und fitter werden möchte.

Was ich auf jeden Fall gemerkt habe ist, dass wenn ich mal etwas mehr Schokolade esse, ich voll müde werde. Ist das bei euch auch so?

TheManneken schrieb:
Ich trink z.B. meinen Kaffee schwarz, schmeckt sowieso besser.

Ohja, ganz deiner Meinung. Da bekomm ich glatt Lust auf Kaffee...aber Moment - wie soll ich dann noch einschlafen :D
 
Ich würde die Differenzierung anders setzen. Ich verzichte zum größten Teil auf Fertigprodukte und Softdrinks, die viel Zucker enthalten, esse stattdessen aber viel Obst. Der Zucker ist dabei weniger von Belang, als was noch mit verzehrt wird.
Eine Packung Haribo hat viel weniger Vitamine und Nährstoffe wie Obst mit einem ähnlichen Zuckergehalt. Das bedeutet im besten Fall, dass man weniger Zucker mit Obst zu sich nimmt, als mit Haribo, da man letzteres in größeren Mengen verzehren kann. Imo ist es deswegen besser Obst statt Süßigkeiten zu essen, unabhängig von Fructose oder Saccharose.
Für den Alltag sind in der Tat die Getränke die größte Gefahr, da man diese in viel größeren Mengen aufnehmen kann wie feste Nahrung. Unter anderem ein Grund, warum ich wiederum von selbstgemachten Smoothies weg bin und das Obst einfach esse.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zucker (kurzkettige Kohlenhydrate) ist im Grunde nichts anderes als ein Energieträger, den unser Körper sehr schnell verarbeiten kann. Was passiert, wenn man sich größere Mengen Zucker zuführt? Es wird kurzzeitig Energie im Überfluss bereitgestellt, die in den allermeisten Situationen gar nicht benötigt wird und stattdessen als Körperfett eingelagert wird. Der unangenehme Nebeneffekt: Die Sättigung verfliegt schnell, der Hunger kommt wieder.

Daher gilt bei Zucker ganz besonders: die Dosis macht das Gift.

In verarbeiteten Lebensmitteln ist oft deutlich mehr Zucker konzentriert als beispielsweise in Obst. Wenn ich mir mal als Extrembeispiel eine kleine 100gr-Portion Smacks mit 100gr Apfel oder Birne vergleiche, dann stehen sich 60gr Zucker bei den Smacks nur 10gr beim Apfel oder der Birne entgegen.

In verarbeiteten Lebensmitteln sind oft auch noch große Mengen an Fetten und auch ungesunde Fette enthalten, was gegen den Konsum dieser Produkte spricht. Und dann gibt es noch die ganzen Mikronährstoffe (Vitamine, Mineralien, Spurenelelemente), die für den Konsum von Obst und Gemüse sprechen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das stimmt, selbst wenn Obst relativ viel Zucker enthält, hat es trotzdem noch viele gute Eigenschaften.
 

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