Windows 11: Wie Microsoft das Kontextmenü beschleunigt

Andreas Frischholz
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Windows 11: Wie Microsoft das Kontextmenü beschleunigt
Bild: Microsoft

Als versteckte Funktion ließ sich das neue Kontextmenü in Windows 11 bereits aktivieren, nun ist es offiziell: Die kompaktere, schnellere und anpassbare Version startet im Windows Insider Program. Neuerungen gibt es zudem noch für den Datei-Explorer.

Bemerkenswert ist, wie präzise Microsoft beschreibt, dass das Kontextmenü von Windows 11 bislang überfrachtet und dadurch auch zu langsam war. „Wildwuchs (engl. „Clutter“) ist nicht nur ein visuelles Problem; es verlangsamt das Menü, weil jede App, die ihren eigenen Eintrag hinzufügt, bei jedem Öffnen zusätzliche Arbeit verursachen kann“, heißt es im Blog.

Kompakteres Kontextmenü für Windows 11
Kompakteres Kontextmenü für Windows 11 (Bild: Microsoft)

Dieser Wildwuchs bremst. Geschwindigkeit ist jedoch ein relevanter Design-Faktor bei einem Betriebssystem-Element, das so häufig geöffnet wird wie das Kontextmenü.

Kontextmenü: Mehr Auswahl für die Nutzer, die Windows-10-Optik ermöglicht

Was Microsoft konkret vorstellt, bestätigt im Prinzip die Berichte vom Wochenende. Nutzer können beim neuen Kontextmenü in den Einstellungen auswählen, ob Funktionen wie „Verknüpfung erstellen“, „Als Pfad kopieren“ oder das Drehen von Bildern im Kontextmenü erscheinen. App-Erweiterungen lassen sich auf Wunsch jetzt in einem Unterpunkt sammeln.

Die horizontal angeordneten Funktionen wie Ausschneiden, Kopieren und Einfügen können Nutzer wieder als Liste darstellen lassen. Ein bisschen Windows 10, das auf diese Weise zurückkehrt.

Windows 11: Neue Einstellungen für das Kontextmenü
Windows 11: Neue Einstellungen für das Kontextmenü (Bild: Microsoft)

Bislang noch nicht bekannt war, dass entschieden werden kann, ob der Menüpunkt „Eigenschaften“ ans Ende des Menüeintrags wandern. Insgesamt sind es somit neun Einstellungen, die Nutzer anpassen können. Zusätzlich gibt es noch einen Eintrag zu den App-Erweiterungen.

Neues Kontextmenü erreicht den Experimental-Kanal im Windows Insider Program

Testen lässt sich das neue Kontextmenü ab jetzt offiziell über den Experimental-Kanal im Windows Insider Program. Es ist Teil der neuen Build 26340.9212, die noch weitere Änderungen umfasst.

Dazu zählt etwa, dass Microsoft den Rollout der neuen Startmenü-Optionen reduziert. Bei manchen Nutzern könnten diese verschwinden, lassen sich aber händisch wieder im Feature-Flag-Bereich aktivieren. Kein kompletter Rückzieher, reibungslos scheinen die Tests aber auch nicht zu laufen.

Zusätzlich umfasst das Update noch den Support von Emoji 17.0, die Sharing-Funktion Drag Tray wurde entfernt und es gibt mehr Optionen für die Personalisierung in den Einstellungen. Eine vollständige Übersicht liefern die Release Notes.

Microsofts Datei-Explorer wird ebenfalls schneller

Die Fortschritte beim Kontextmenü erfolgen gemeinsam mit dem generalüberholten Datei-Explorer, der sich nun ebenfalls deutlich schneller und flüssiger anfühlen soll. „Wir haben die Gründe für viele Einfrierungen, Hänger und Verzögerungen analysiert, die Nutzer erlebten; dabei wurden Dutzende an potenziellen Blockaden und Unterbrechungen entfernt“, schreibt Microsoft im Blog-Beitrag. Das Resultat ist nun, dass das System seltener hängt, wenn Nutzer sich durch die Ordnerstrukturen bewegen, einzelne Dateien umbenennen oder mehrere Dateien auswählen.

Laut Microsoft sind es weniger die großen Sprünge, sondern eher viele kleine Baustellen, die den Datei-Explorer verbessern. Neben der verbesserten Geschwindigkeit gelte das etwa für das Umbenennen von Dateien, das nicht mehr von der Synchronisation im Hintergrund unterbrochen wird. Die Adressleiste lässt nun mehr Spielraum im Umgang mit Eingaben. Und dass der Explorer neben KB auch MB und GB anzeigt, soll ebenfalls helfen, die Übersicht zu steigern.

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