Pixel 11 Pro im Test: Das beste Google-Smartphone mit dem skurrilsten Chip

Nicolas La Rocco
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Pixel 11 Pro im Test: Das beste Google-Smartphone mit dem skurrilsten Chip

Das Pixel 11 Pro demonstriert die Android- und Gemini-Funktionen direkt von Google. Es zeigt aber auch, dass viele Neuheiten nur Software-Updates sind. Dessen ungeachtet sammelt das Smartphone Pluspunkte für Bildschirm, Kamera, Haptik und leicht verbesserte Akkulaufzeiten. Der Tensor G6 sorgte im Test für viele Fragezeichen.

Unverbindliche Preise der Pixel-11-Serie

Die Pixel-11-Smartphones lassen sich seit der Vorstellung am 12. August direkt bei Google, mittlerweile aber auch bei Drittanbietern vorbestellen. Die von Google kommunizierten unverbindlichen Preise sind dabei eher Makulatur, nachdem sich diese durch umfangreiche Rabattaktionen, günstigeres Zubehör und den Ankauf von Altgeräten teils deutlich reduzieren lassen.

Festgehalten werden muss dennoch, dass das Pixel 11 und Pixel 11 Pro den Preis des Vorgängers behalten haben, während Pixel 11 Pro XL und Pixel 11 Pro Fold in allen Konfigurationen 100 Euro mehr kosten. Die Pro-Basismodelle kommen zudem mit nur noch 12 GB statt 16 GB RAM, diese Ausstattung gibt es diesmal erst ab 512 GB Speicher.

Modell 128 GB 256 GB 512 GB 1 TB
Pixel 11 999 Euro 1.129 Euro
Pixel 10 899 Euro
Pixel 11 Pro 1.199 Euro 1.329 Euro 1.589 Euro
Pixel 10 Pro 1.099 Euro
Pixel 11 Pro XL 1.399 Euro 1.529 Euro 1.789 Euro
Pixel 10 Pro XL 1.299 Euro 1.429 Euro 1.689 Euro
Pixel 11 Pro Fold 1.999 Euro 2.129 Euro 2.389 Euro
Pixel 10 Pro Fold 1.899 Euro 2.029 Euro 2.289 Euro

Die Farben im Überblick

Das Pixel 11 wird von Google in den Farben Frost, Hibiscus, Pistachio und Obsidian angeboten und ist durchgehend matt ausgeführt. Das Pixel 11 Pro und Pixel 11 Pro XL gibt es erneut in den zwei Größen 6,3 Zoll und 6,9 Zoll, die Farben lauten dieses Jahr Canyon, Fog (Testgerät), Olive und Obsidian, wobei das schwarze Gerät in Obsidian dieses Jahr als einziges Pro-Modell ebenfalls vollständig matt statt glänzend gestaltet wurde. Beim Pixel 11 Pro Fold lässt sich ausschließlich zwischen Olive und Obsidian wählen.

Technische Daten der Pixel-11-Serie

Google Pixel 11
Google Pixel 11 Pro
Google Pixel 11 Pro XL
Software:
(bei Erscheinen)
Android 17.0
Display: 6,30 Zoll, 1.080 × 2.424
421 ppi, 120 Hz
OLED, HDR, Gorilla Glass Victus 2
6,30 Zoll, 1.280 × 2.856
497 ppi, 120 Hz
OLED, HDR, Gorilla Glass Victus 2
6,80 Zoll, 1.344 × 2.992
482 ppi, 120 Hz
OLED, HDR, Gorilla Glass Victus 2
Bedienung: Touch, Fingerabdrucksensor, Gesichtsscanner
SoC: Google Tensor G6
1 × C1-Ultra, 4,11 GHz
4 × C1-Pro, 3,38 GHz
2 × C1-Pro, 2,65 GHz
3 nm, 64-Bit
GPU: IMG CXTP-48-1536
RAM: 12.288 MB
LPDDR5X
12.288 MB
LPDDR5X
Variante
16.384 MB
LPDDR5X
Speicher: 256 / 512 GB 256 / 512 / 1.024 GB
1. Kamera: 48,0 MP, 2160p
f/1,70, AF, OIS, LED
50,0 MP, 4320p
24 mm, f/1,68, AF, OIS, LED
2. Kamera: 13,0 MP, f/2,20 48,0 MP, 12 mm, f/1,70, AF
3. Kamera: 10,8 MP, f/3,10, AF, OIS 48,0 MP, 120 mm, f/2,80, AF, OIS
4. Kamera: Nein
5. Kamera: Nein
1. Frontkamera: 10,5 MP, 2160p
Display-Blitz, f/2,20, AF
42,0 MP, 2160p
Display-Blitz, f/2,20, AF
2. Frontkamera: Nein
GSM: GPRS + EDGE
UMTS: HSPA+
↓42,2 ↑5,76 Mbit/s
LTE: Advanced Pro
5G: NSA/SA
WLAN: 802.11 a/b/g/n/ac/ax
Wi-Fi Direct
802.11 a/b/g/n/ac/ax/be
Wi-Fi Direct
Bluetooth: 6.0
Ortung: A-GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo, QZSS, NavIC
Weitere Standards: USB-C 3.2, NFC USB-C 3.2, UWB, NFC
SIM-Karte: Nano-SIM, Dual-SIM
Akku: 4.985 mAh, 30,0 W
fest verbaut, kabelloses Laden
4.850 mAh, 30,0 W
fest verbaut, kabelloses Laden
5.115 mAh, 45,0 W
fest verbaut, kabelloses Laden
Größe (B×H×T): 72,0 × 152,8 × 8,60 mm 71,9 × 152,7 × 8,40 mm 76,5 × 162,7 × 8,50 mm
Schutzart: IP68
Gewicht: 197 g 204 g 226 g
Preis: 999 € / 1.129 € 1.199 € / ab 1.287 € / 1.589 € 1.399 € / 1.529 € / 1.789 €

Ein neuer Kamerabalken mit HiLight

Google hat das Pixel 11 Pro einer sanften optischen Evolution unterzogen, die in erster Linie den Kamerabalken betrifft. Dieser ist jetzt durchgehend aus Glas gefertigt, sodass der LED-Blitz nicht länger in einem getrennten Bereich mit Metalleinfassung zu finden ist. Zudem hat Google den dort zuvor untergebrachten Temperatursensor in Rente geschickt. Dünner ist der Balken beim Pro nicht geworden, diese Veränderung betrifft lediglich das Pixel 11. Das hat sich damit dem günstigeren Pixel 10a angenähert.

Von einem konventionellen LED-Blitz kann beim Pixel 11 Pro nicht mehr die Rede sein, denn Google verbaut dort neuerdings mehrfarbige RGB-LEDs, die auch als Status-LED fungieren können. Das „HiLight“ getaufte Feature ist zum einen ein Statuslicht für die Kommunikation mit Gemini und zeigt verschiedene Animationen für die Anfrage, den Ladevorgang der Anfrage und die Ausgabe an.

Wer legt das Smartphone auf dem Display ab?

HiLight ist – sofern das Feature generell in den Einstellungen aktiviert wurde – immer dann aktiv, wenn das Smartphone auf das Display abgelegt wird. Das muss man definitiv wollen, denn normalerweise widerstrebt es, einen Gegenstand, der trotz Gorilla Glass Victus 2 schnell verkratzen kann, auf seine empfindlichste Komponente abzulegen. Halbwegs Sinn ergibt das Ganze eigentlich erst dann, wenn man auch Googles eigene Pixel-Schutzhülle verwendet, die durch eine rundum verlaufende, leicht hervorstehende Lippe rund einen Millimeter Abstand zwischen Bildschirm und Ablagefläche schafft.

Ohne Hülle kam es dem Tester kein einziges Mal in den Sinn, das Smartphone bewusst auf das Display zu legen, nur um HiLight verwenden zu können. Warum auch, denn mit dem Always-on-Display gibt es bereits eine vollflächige „RGB-Anzeige“, die sich für allerlei Gemini-Animationen und zusätzliche Informationen nutzen lässt. Im Test spielte HiLight beim Pixel 11 Pro deswegen eine deutlich untergeordnete Rolle.

Von den Gemini-Animationen abgesehen lässt sich HiLight auch als mehrfarbige Status-LED für Anrufe nutzen. Dabei lässt sich aus lediglich fünf Farben wählen, die sich immerhin nicht nur einzelnen Personen, sondern auch Gruppen wie beispielsweise der Familie oder Arbeitskollegen zuweisen lassen. Ein Farbrad für die freie Farbwahl bietet Google in den Einstellungen nicht an.

Die Konfiguration könnte besser gestaltet sein

Wie sich eine Farbe einem Kontakt zuweisen lässt, hat Google nicht sonderlich intuitiv umgesetzt. In den Android-Einstellungen lässt sich HiLight zunächst einmal grundsätzlich für Gemini und/oder Anrufe aktivieren respektive deaktivieren. Die Zuweisung von Farben erfolgt hingegen über die Kontakte-App, nicht die HiLight-Einstellungen. Ein Kontakt muss dafür zunächst als Favorit markiert werden, bevor das entsprechende Untermenü für HiLight in der Kontaktkarte angezeigt wird. Das wiederum wird derzeit nur in Englisch dargestellt, die Detailansicht dann aber doch noch auf Deutsch.

Verarbeitung und Haptik auf Spitzenniveau

Von diesen wenigen neuen Merkmalen abgesehen sieht das Pixel 11 Pro dem Pixel 10 Pro zum Verwechseln ähnlich. Das ist aber nichts Schlechtes, denn auch das neue Modell punktet mit einer hervorragenden Verarbeitung und hochwertigen Haptik. Letzteres wird durch satt klickende Tasten und ein präzises Vibrationsfeedback unterstrichen, das im Android-Ökosystem seinesgleichen sucht. Es ist eines der kleineren Merkmale, die das Pixel in der Hand sofort als Pixel auszeichnen und für Pluspunkte sorgen.

Das lässt sich mittlerweile auch für den Fingerabdrucksensor sagen, der bereits seit dem Pixel 9 auf Ultraschall anstelle einer Kamera hinter dem Display setzt. Im Test reagierte dieser sehr schnell und zuverlässig, wobei man bei ebenfalls aktiver Gesichtserkennung kaum mitbekommt, welche der beiden Technologien für das Entsperren zum Einsatz kam. Seit dem Pixel 8 lässt sich die Kamera auch für Bezahlvorgänge nutzen.

Noch hellere OLED-Displays

Die Displays behalten mit 6,3 Zoll und 6,9 Zoll ihre Diagonalen aus dem Vorjahr. Vor allem das kleinere Pixel 11 Pro (Non-XL) bleibt damit ein vergleichsweise „kleines“ Smartphone. Es mit 72,0 × 152,8 × 8,60 mm und 197 g als kompakt zu bezeichnen, wäre zwar etwas übertrieben, es gehört aber definitiv weiterhin zu den tendenziell eher mit einer Hand beherrschbaren Smartphones.

Den Pixel-11-Pro-Modellen hat Google hellere OLED-Panels spendiert, diese sollen neuerdings 3.600 statt 3.300 cd/m² in der Spitze erreichen. Der Hersteller bezieht sich dabei auf eine Fläche von 5 Prozent, größere Flächen erreichen eine geringere Helligkeit.

Diagramme
Display-Helligkeit max.
  • Automatikmodus 100% APL:
    • Google Pixel 11 Pro
      2.344
      Weißpunkt: ca. 6.500
    • Google Pixel 10 Pro
      2.286
      Weißpunkt: ca. 6.500
    • Google Pixel 9a
      1.903
      Weißpunkt: ca. 7.000
    • Oppo Find X9 Pro
      1.834
      Weißpunkt: ca. 6.800
    • Vivo X300 Ultra
      1.820
      Weißpunkt: ca. 6.700
    • Oppo Find N6 (innen)
      1.785
      Weißpunkt: ca. 6.600
    • Oppo Find N6 (außen)
      1.780
      Weißpunkt: ca. 6.600
    • Honor Magic 8 Pro
      1.666
      Weißpunkt: ca. 7.000
    • Samsung Galaxy Z Fold 8 (innen)
      1.565
      Weißpunkt: ca. 6.800
    • Samsung Galaxy Z Fold 8 (außen)
      1.497
      Weißpunkt: ca. 6.800
    • Samsung Galaxy S26 Ultra
      1.438
      Weißpunkt: ca. 6.900
    • Apple iPhone 17
      1.063
      Weißpunkt: ca. 6.500
    • Apple iPhone 17 Pro Max
      1.057
      Weißpunkt: ca. 6.500
    • Apple iPhone Air
      1.040
      Weißpunkt: ca. 6.500

Im Test ließen sich bei 10 Prozent trotzdem 3.300 cd/m², bei 20 Prozent noch knapp 3.060 cd/m² ermitteln. Die Pixel-Displays gehören darüber hinaus weiterhin zu denjenigen, die selbst vollflächig eine sehr hohe Helligkeit ermöglichen: 2.344 cd/m² und damit weitaus mehr als bei anderen Smartphones ließ das Pixel 11 Pro zu.

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