Abo-Preiserhöhung: Sony erhöht die Kosten für PlayStation Plus
Sony erhöht die Preise für das PlayStation-Plus-Abo. Der Schritt folgt auf eine Preiserhöhung der Konsolen. Das liegt im Trend in einer Branche, die aktuell höhere Summen verlangt. Alle Karten legt das Unternehmen jedoch noch nicht auf den Tisch.
Die „Marktlage“ hat Schuld
„Aufgrund der aktuellen Marktlage“ werden ab dem 20. Mai in ausgewählten Regionen für Neukunden höhere Preise für PlayStation Plus verlangt, schreibt Sony knapp. Sie beginnen dann bei rund 10 statt 9 Euro für ein Einmonatsabo, eine Laufzeit von drei Monaten verteuert sich um drei Euro und kostet künftig knapp 28 Euro. Das entspricht einer Preissteigerung von etwas mehr als zehn Prozent, die allerdings nur für neue Abos und nicht für Bestandskunden gilt.
Starting May 20, PlayStation Plus prices for new customers will increase in select regions. Due to ongoing market conditions, prices will start at $10.99 USD / €9.99 EUR / £7.99 GBP for 1-month subscriptions and $27.99 USD / €27.99 EUR / £21.99 GBP for 3-month subscriptions.…
— PlayStation (@PlayStation) May 18, 2026
Ob die darüber liegenden Abos „Extra“ und „Premium“ oberhalb der Basis-Stufe „Essential“, die vor allem die Nutzung von Multiplayer-Modi erlaubt, auch von der Preiserhöhung betroffen sind, geht aus der knappen Ankündigung auf X nicht hervor.
Die Stufen würden bei einem Monat Laufzeit bei etwa 14,50 und 18 Euro liegen, eine ähnliche Anhebung vorausgesetzt. Die muss allerdings nicht gegeben sein, wenn Sony das Verhältnis von Essential- zu Extra- und Premium-Kunden nicht gefällt, sondern kann auch genutzt werden, um die teureren Varianten durch geringere Mehrpreise attraktiver zu machen.
Was heißt Marktlage?
Was genau Sony unter der Marktlage versteht, lässt sich nur abschätzen. Zum einen sind da die durch den KI-Goldrausch massiv gestiegenen Hardwarepreise, die auch und insbesondere das Server-Segment betreffen.
Zum anderen operiert Sony in einem Umfeld, in dem Wettbewerber Preise längst angezogen haben. Das gilt nicht nur für Konsolen, wo das gesamte Trio aus PlayStation, Xbox und Switch teurer geworden ist, sondern auch für die Online-Dienste. Microsoft hatte die Kosten des Game Pass erst deutlich erhöht und dann wieder ein wenig gesenkt. Nintendo hat die Preise für „Online“ im Rahmen der letzten Konsolen-Preiserhöhung angezogen – allerdings aktuell nur in Japan.
In diesem Rahmen kann Sony als letzter Anbieter mit „alten“ Preisen relativ bequem nachziehen und auf gestiegene Sockelkosten reagieren oder einfach die Gewinnspanne optimieren.