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Nvidias Umsatz- und Gewinnsprung: Nvidia wird zum CPU-Schwergewicht, GeForce nur noch „Edge“

Volker Rißka
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Nvidias Umsatz- und Gewinnsprung: Nvidia wird zum CPU-Schwergewicht, GeForce nur noch „Edge“

Es ist Murmeltiertag, schon wieder! Nvidia liefert wie ein Uhrwerk das nächste Rekordquartal ab. Und der Ausblick überzeugt auch dank Vera-CPUs. Denn diese sollen in den kommenden Quartalen massiv zum Umsatz beitragen – und nebenbei auch eine Unmenge an Speicher benötigen. Auch Speicherhersteller frohlocken deshalb heute.

20 Milliarden US-Dollar Umsatz will Nvidia mit der Arm-CPU „Vera“ schon in diesem Geschäftsjahr, das Anfang 2027 endet, erwirtschaften. Den potenziellen Markt (TAM = Total Addressable Market) beziffert das Unternehmen bereits mit 200 Milliarden US-Dollar – bisher profitierte Nvidia von diesem Markt nicht. Mit den geplanten 20 Mrd. US-Dollar bis Anfang 2027 wird Nvidia kurzerhand zu einem oder wenn nicht gar dem größten Anbieter von Prozessoren im Serverbereich.

AMD und Intel erwirtschaften pro Quartal zwar ebenfalls über 5 Milliarden US-Dollar Umsatz in ihren Profisparten, dabei sind aber viele andere Produkte mit involviert, nicht nur CPUs. Selbst wenn es am Ende nicht ganz aufgeht, Nvidia steigt mit 20 Milliarden US-Dollar Umsatz nur mit Vera-CPUs kurzerhand wohl mindestens auf das gleiche Niveau auf.

... und saugt den Speichermarkt leer

Die Folgen sind nicht nur für AMD und Intel absehbar, sondern auch den Speichermarkt und damit auch Notebooks, Smartphones & Co. Vera-Prozessoren nutzen SOCAMM2 auf Basis von LPDDR5X, dieser Markt dürfte komplett leergefegt werden.

Analysten haben im Nachgang des Quartalsberichts bereits erste Rechnungen angestellt, die eine Unmenge an Speicher für Nvidias Vera-CPU sehen. Zusammen mit Vera Rubin entspricht der Bedarf wohl mindestens dem Gesamtmarkt, der sonst für Smartphones adressiert wird. Vor wenigen Tagen gingen Prognosen ohne die offiziellen Zahlen von Nvidia schon in eine ähnliche Richtung, die DRAM-Krise könnte sich deshalb also noch weiter verschärfen.

GeForce verschwindet in Edge Computing

Der Trend zu weit mehr Umsatz mit Profichips lässt Nvidia die Aufschlüsselung im Quartalsbericht ändern: „Gaming“ oder gar „GeForce“ wird nun gar nicht mehr genannt – aber auch „Automotive“ ist komplett entfallen – alles verschwindet in der Zusammenfassung „Edge Computing“.,„That better reflects our current and future growth drivers“, betont der Hersteller. Diese ist am Ende im Finanzbericht kaum drei Zeilen wert, zumal der Fokus auch noch eher auf Blackwell Workstation liegt:

Edge Computing revenue for the first quarter was $6.4 billion, up 29% from a year ago and up 10% sequentially. The increases were driven by robust Blackwell workstation demand, partially offset by slower consumer PC demand that was tempered by elevated memory and systems prices.

Nvidia
Wo ist GeForce hin? In „Edge Computing“!
Wo ist GeForce hin? In „Edge Computing“! (Bild: Nvidia)

Spätestens nun ist für jedermann erkennbar, wohin das Unternehmen die kommenden Jahre gehen wird. Die 95 Prozent Umsatzwachstum und 211 Prozent mehr Gewinn kommen schließlich fast ausschließlich aus dem Profigeschäft. Dafür hat Nvidia für die nächsten Quartale Produktionskapazitäten gesichert, die ein weiteres Wachstum einschließt.

Nvidia: Umsätze und Erlöse seit Q1/2006 (Fiskaljahr)
-10.00010.00030.00050.00070.00090.000Millionen US-Dollar Q1/2006Q3/2006Q1/2007Q3/2007Q1/2008Q3/2008Q1/2009Q3/2009Q1/2010Q3/2010Q1/2011Q3/2011Q1/2012Q3/2012Q1/2013Q3/2013Q1/2014Q3/2014Q1/2015Q3/2015Q1/2016Q3/2016Q1/2017Q3/2017Q1/2018Q3/2018Q1/2019Q3/2019Q1/2020Q3/2020Q1/2021Q3/2021Q1/2022Q3/2022Q1/2023Q3/2023Q1/2024Q3/2024Q1/2025Q3/2025Q1/2026Q3/2026Q1/2027
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