Predator Atlas 8 im Hands-on: Acer setzt im Gaming-Handheld auf Intel Arc G3 (Extreme)
Der Intel Arc G3 (Extreme) sorgt dafür, dass Handheld-Hersteller nicht mehr auf zweckentfremdete Notebook-Chips für ihre Produkte setzen müssen. Die Kombination aus kleinerer CPU und größerer GPU verbaut Acer als einer der ersten Anbieter im Predator Atlas 8, das der Hersteller zur Computex zeigt, bevor es im 3. Quartal kommt.
Predator Atlas 8 kommt im 3. Quartal
Der Predator Atlas 8 ist ein Gaming-Handheld der 8-Zoll-Klasse und soll voraussichtlich im dritten Quartal auf den Markt kommen. Zur Computex 2026 in Taiwan konnte Acer auf Nachfrage noch keine Preise nennen, diese sollen zur Verfügbarkeit nachgereicht werden. Angesichts exorbitant hoher Speicherpreise und jüngster Preissteigerungen etwa beim Steam Deck muss aber von deutlich mehr ausgegangen werden, als in dieser Geräteklasse üblicherweise von den Herstellern aufgerufen wurde.
Intel Arc G3 und Arc G3 Extreme
Acer bietet den Handheld sowohl mit Intel Arc G3 als auch dem größeren Arc G3 Extreme an. Die Unterschiede sind im leicht angepassten maximalen CPU-Takt, in erster Linie aber in der größeren Arc B390 statt B370 mit dann 12 statt 10 Xe-Cores zu finden. Die Chips unterscheiden sich außerdem in der von 8 bis 30 Watt respektive 35 Watt reichenden Max Turbo Power, die damit niedriger als bei den Notebook-Varianten von Panther Lake ausfällt. Mit Meteor Lake und Panther Lake kamen bei den Herstellern noch zweckentfremdete Notebook-Chips zum Einsatz.
Metalllüfter soll Luftdurchsatz erhöhen
Im Predator Atlas 8 lassen sich Intels Chips mit bis zu 24 GB LPDDR5X-7467 und bis zu 1 TB SSD-Speicher (PCIe Gen4) kombinieren. Zwei Lüfter führen die Abwärme ab, wobei Acer erstmals auch einen „Predator AeroBlade Metalllüfter“ verbaut. Dieser ermögliche aufgrund seiner Bauform mit 89 jeweils nur 0,1 mm dünnen Metallblättern einen höheren Luftdurchsatz im Vergleich zu klassischen Kunststofflösungen, argumentiert Acer. Einen zweiten Plastiklüfter findet sich aber ebenfalls in dem Handheld. Die thermische Architektur sei darauf ausgelegt, auch bei längeren Gaming-Sessions konstante Taktraten und stabile Temperaturen zu gewährleisten, sagt Acer.
Das Unternehmen macht zur Ankündigung noch keine Angaben zur Laufzeit, verbaut aber einen bis zu 80 Wh großen Akku. Diese Variante wiegt laut Acer „unter 810 g“, während eine Variante mit kleinerem 60-Wh-Akku auf „unter 770 g“ kommt. Der Predator Atlas 8 misst 299 × 127,4 × 28,5 mm bis maximal 58,37 mm.
Hall-Effect-Trigger mit zwei Modi
Zum Hands-on in Taiwan fiel der Redaktion auch die anpassbare Steuerung des Predator Atlas 8 auf. Gemeint sind die Hall-Effect-Trigger, die sich über zwei Schalter auf der Rückseite vom regulären Modus etwa für Rennspiele oder Flugsimulatoren in einen Micro‑Switch-Modus mit kürzerem Hub versetzen lassen, um in Shootern etwa eine Waffe schneller auszulösen. Verbaut sind außerdem zwei „Full-Size-Analogsticks“, Schultertasten, klassische „Face Buttons“ (A, B, X, Y), Macro-Buttons, ein PredatorSense-Button sowie ein Power-Button mit Fingerabdrucksensor.
8-Zoll-IPS-LCD mit 120 Hz und 500 nits
Die Bildausgabe erfolgt auf den eingangs erwähnten 8 Zoll im 16:10-Format. Das IPS-LCD-Panel bietet 1.920 × 1.200 Pixel und eine Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz mit VRR-Unterstützung. Außerdem deckt es 100 Prozent des sRGB-Farbraums ab und soll bis zu 500 nits hell werden. Gorilla Glass Victus schützt den Touch-Bildschirm, der außerdem 10-Punkt-Multi-Touch bietet.
Konnektivität stellt der Predator Atlas 8 über die Oberseite und drahtlos via Wi-Fi 7 und Bluetooth 5.4 her. Zweimal Thunderbolt 4, ein UHS-II microSD-Kartenleser und 3,5-mm-Klinke bilden die Port-Auswahl des Handhelds, außerdem gibt es Stereo-Lautsprecher.