Wie gut ist Pragmata?: Mensch-Maschine-Action ist frisch und gut

Max Doll
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Wie gut ist Pragmata?: Mensch-Maschine-Action ist frisch und gut
Bild: Capcom

Mit Pragmata wagt Capcom, vom Blockbuster-Standardformat abzuweichen. Der Mut zu einem innovativem Kampfsystem wird mit einem ungewöhnlichen Spiel belohnt. Mensch und Maschine werden darin eine echte Einheit, die man beide gleichzeitig steuert. Das ist nicht nur anders, sondern auch richtig gut.

Im Kern von Pragmata stehen Mensch und Roboter, die gemeinsam dem Mysterium einer entvölkerten Raumstation auf den Grund gehen. Der Twist liegt im Gameplay: Spieler steuern beide Protagonisten gleichzeitig. Astronaut Hugh Williams ist in seinem Raumanzug derjenige mit Waffen, Androide Diana diejenige, die Feinde durch Lösen kleiner Rätselspiele hacken kann. Und das muss man, um in Kämpfen siegen zu können, und zwar gleichzeitig: Bewegen, ausweichen, schießen und hacken.

Was schräg klingt, funktioniert, wie Rezensionen einhellig verraten. In der absoluten Mehrheit braucht es nicht einmal lange, bis das System „Klick“ macht, auch wenn bisweilen angemerkt wird, dass die ersten Stunden im Vergleich mit dem, was danach kommt, fast schon ein wenig langweilig wirken können. Was auch gesagt wird: Es ist vor allem das Kampfsystem, das Pragmata trägt und über den Spielverlauf frisch hält. Wie lang der ist, schwankt: Tester nennen Zahlen zwischen 8 und 30 Stunden, die meisten sind nach etwa 10 bis 15 fertig.

Fesseln kann Pragmata darüber hinaus mit der exzellent inszenierten Dynamik zwischen Hugh und Diana. Inhaltlich sei sie zwar recht oberflächlich, lässt sich einhellig lesen, sie berühre aber auf emotionaler Ebene, heißt es unter anderem beim Game Informer. Die Story selbst wird demgegenüber als mittelmäßig beschrieben, sie kann nicht überraschen – und auch der Gegenspieler bleibt nicht im Kopf. Für GamePro fällt zudem das Ende in der Qualität ab, die Seite bemängelt daneben einige Last-Gen-Spielelemente. Beim Sterben werde man in den zentralen Hub zurückversetzt und müsse zwei Ladebildschirme abwarten, bis man wieder zurück im Geschehen sei.

Fazit

Diese Kritikpunkte sind am Ende aber vor allem Kleinigkeiten. Pragmata ist in der Spitze „wahrscheinlich eines der besten Capcom-Spiele aller Zeiten“ (Destructoid). Ob es zündet, hängt zwar unter anderem laut GamePro davon ab, ob der Gameplay-Mix gefällt, das Risiko erscheint aber gering: Er hat es allen Testern, was der Metacritic-Schnitt von 86 Punkten eindrucksvoll unterstreicht. Pragmata ist nicht nur erfrischend anders, es scheint auch ausnehmend gelungen zu sein.

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Wertungsüberblick für Pragmata
Publikation Wertung
4Players 9.5/10
Destructoid 9.5/10
Eurogamer 4/5
Game Informer 8/10
GamePro 77/100
PC Games 8.5/10
PC Gamer 87/100
The Sixth Axis 9/10
Metacritic Presse: 86/100
Nutzer: -/10