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Oppo Find X9 Ultra: Kamera-Flaggschiff deckt Brennweiten von 14 bis 230 mm ab

Nicolas La Rocco
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Oppo Find X9 Ultra: Kamera-Flaggschiff deckt Brennweiten von 14 bis 230 mm ab
Bild: Oppo

Oppo bringt noch oberhalb des Find X9 Pro (Test) das Kamera-Flaggschiff Find X9 Ultra auf den Markt, dessen Kameras vier native Brennweiten von 14 mm bis 230 mm abdecken. Erstmals führt der Hersteller dabei einen internationalen Launch durch, das Find X9 Ultra ist ab sofort zum Preis von 1.699 Euro auch in Deutschland verfügbar.

Nach Vorstellungen wie dem Leica Leitzphone (Hands-on) oder Vivo X300 Ultra (Test) ist jetzt Oppo mit einem Ultra-Flaggschiff an der Reihe, dessen Ausstattung sich in erster Linie über ein aufwendiges Kamerasystem definiert. Wo bei den Wettbewerbern die Partner Leica und Zeiss heißen, setzt Oppo die Kooperation mit Hasselblad fort.

Kamerasystem mit vier nativen Brennweiten

Das Find X9 Ultra bietet ein rückseitiges Kamerasystem mit insgesamt vier nativen Brennweiten, hinter denen jeweils vergleichsweise große Sensoren mit hoher Auflösung verbaut sind. Hinzu kommt ein multispektraler Sensor mit 3,2 Millionen „Spectral Pixels“, der Daten für den Weißabgleich erfasst.

Hauptkamera mit Sony LYTIA 901 und 23 mm

Unter den regulären Kameras macht den Anfang eine 23-mm-Brennweite mit f/1.5 und 200 MP. Die hohe Auflösung stellt ein 1/1,12 Zoll großer Sony-LYTIA-901-Sensor, bei dem es sich laut Oppo um den derzeit größten 200-Megapixel-Sensor für Smartphones handelt. Im Vorgespräch zur heutigen Ankündigung kam nämlich die Frage auf, warum Oppo nicht mehr wie beim Find X8 Ultra (Test) auf einen größeren Sensor der 1-Zoll-Klasse setzt.

Oppo Find X9 Ultra
Oppo Find X9 Ultra (Bild: Oppo)

Auch auf „LOFIC“ (Lateral Overflow Integration Capacitor) verzichtet Oppo. Dabei handelt es sich um eine Sensor­technologie, bei der jedes Pixel einen zusätzlichen seitlichen Kondensator besitzt, der überschüssige Ladung bei starkem Lichteinfall speichert. Dadurch erhöht sich der Dynamikumfang, weil helle Bereiche nicht so schnell ausbrennen, während dunkle Details erhalten bleiben – und das ohne Mehrfachbelichtung wie bei klassischem HDR. Der LYTIA 901 des Find X9 Ultra führt stattdessen eine gleichzeitige dreifache Belichtung durch, um dieses Ziel zu erreichen.

14 mm auf 50-Megapixel-Sensor

Ein weiteres Sichtfeld als die Hauptkamera deckt die 14-mm-Brennweite mit f/2.0 und Autofokus in Kombination mit einem 1/1,95 Zoll großen Sony-LYT-600-Sensor ab. Im Find X8 Ultra kam für die 15-mm-Brennweite noch ein 1/2,75 Zoll großer 50-Megapixel-Sensor zum Einsatz. Oppo gibt an, mit der größeren Neuauflage 56 Prozent mehr Licht einfangen zu können.

Erste Vergrößerung auf 70 mm

Für das erste Teleobjektiv mit 70 mm wechselt Oppo von bislang 50 MP auf 1/1,56 Zoll zu einem 200-MP-Sensor von OmniVision (OV52A), der 1/1,28 Zoll misst. Oppo wirbt mit dem größten Sensor, der jemals für ein Teleobjektiv in einem Smartphone verbaut worden sei. Die Kamera könne mehr Licht einfangen die Pendants der Wettbewerber – konkret 508 Prozent mehr als das iPhone 17 Pro Max (Test) und 890 Prozent mehr als das Galaxy S26 Ultra (Test). Das Teleobjektiv lässt sich mit einer minimalen Fokusdistanz von 15 cm auch als Telemakro verwenden. Die Ultraweitwinkelkamera mit Autofokus deckt dieses Szenario ebenfalls ab.

Erstmals 230 mm nativ in einem Smartphone

Die größte technische Errungenschaft ist das zweite Teleobjektiv mit 230 mm. Es handelt sich um die erste zehnfache optische Vergrößerung mit f/3.5 und 200 MP in einem Smartphone. Erreicht wird dies über das weltweit erste „Quintiple Prism Reflection Periscope“, ein System aus Linsen und Prismen, in dem einfallendes Licht über fünf Reflexionen auf den Sensor geleitet wird, um die Brennweite von 230 mm in der kompakten Bauform eines Smartphones zu realisieren. Ziel des langen Lichtwegs ist ein Samsung Isocell JNL mit 50 MP auf 1/2,75 Zoll, der mittels Sensor Shift direkt am Sensor stabilisiert wird, da ein klassischer OIS für diesen Aufbau nicht funktioniert.

Oppo Find X9 Ultra
Oppo Find X9 Ultra (Bild: Oppo)

Insgesamt deckt das Find X9 Ultra somit vier native Brennweiten von 14 mm, 23 mm, 70 mm und 230 mm ab. Über die Kamera-App stellt Oppo aber sieben Zoomstufen in „optischer Qualität“ zur Verfügung, weil sich auf der Hauptkamera und den beiden Telekameras aufgrund der hohen Auflösung ein In-Sensor-Zoom für eine „Verdoppelung“ der Brennweite auf 46 mm, 140 mm und 460 mm ausführen lässt. Darüber hinaus wird digital gezoomt.

Optionaler 300-mm-Telekonverter

Über das optionale „Hasselblad Earth Explorer Kit“, das aus einer angepassten Hülle mit zusätzlichen Bedienelemente sowie einem Telekonverter besteht, lässt sich eine native Brennweite von 300 mm erreichen, indem der Telekonverter über einen Adapter auf das 70-mm-Teleobjektiv geschraubt wird. Einen Preis dafür konnte das Unternehmen vor Ablauf des NDAs noch nicht nennen.

Oppo Find X9 Ultra
Oppo Find X9 Ultra (Bild: Oppo)

Abseits der reinen Hardware kommen beim Find X9 Ultra weitere Funktionen über die Kooperation mit Hasselblad hinzu. Mit dem neuen „Hasselblad Master Mode“ lassen sich Aufnahmen mit einer dezenteren Bildverarbeitung im Vergleich zum Standard­modus erstellen. Das Ziel sei eine natürliche und detailreiche Wiedergabe mit einer weniger starken automatischen Abstimmung von Helligkeit und Kontrast. Unterstützt werden damit auch 50 MP JPEG MAX und 50 MP RAW MAX für alle Brennweiten mit Ausnahme von 460 mm. Darüber hinaus stehen neun vom Analogfilm inspirierte Bildstile zur Verfügung. Zusätzlich können individuelle Bildlooks gespeichert werden.

Videomodi mit bis zu 4K60, 4K120 und 8K30

Oppo will auch mit den Videofunktionen des Find X9 Ultra punkten. Unterstützt wird neben klassischem 4K30 unter anderem auch 4K mit 60 FPS und Dolby Vision auf allen Zoomstufen von 14 mm bis 690 mm – auch mit nahtlosem Wechsel zwischen den Kameras während der Aufnahme. Mit den beiden 200-Megapixel-Sensoren, also der 23- und 70-mm-Brennweite, sind auch Aufnahmen in 4K mit 120 FPS oder 8K mit 30 FPS möglich.

Für professionelle Workflows führt Oppo das Formt O-Log2 ein. Das Profil ist darauf ausgelegt, mehr Details in dunklen Bildbereichen zu erhalten, Bildschlieren zu reduzieren und den Spielraum für das Color Grading zu erweitern. Dank der Zertifizierung für das Academy Color Encoding System (ACES) lässt sich das Material dem Hersteller zufolge nahtlos in professionelle Workflows integrieren. ACES war zuletzt auch beim Vivo X300 Ultra an Bord. Erweitert werden die Videofunktionen um die Unterstützung für 3D-LUTs von Drittanbietern, die direkt auf das Smartphone geladen und dort in Echtzeit zur Vorschau individueller Farblooks genutzt werden können. Bei Bedarf kann das gewählte Farbprofil direkt in die Videodatei übernommen werden, was den Workflow weiter vereinfachen soll.

Oppo Find X9 Ultra
Oppo Find X9 Ultra (Bild: Oppo)

Speziell für Social Media arbeitet Oppo mit Meta an einer optimierten Videoweitergabe für Instagram, um Qualitätsverluste zwischen Aufnahme und Upload zu reduzieren.

Android 16 mit ColorOS 16 und sechs Jahren Updates

Abgesehen von den Kamera-Features ist das Find X9 Ultra ein High-End-Smartphone mit Android 16 und ColorOS 16, das der Hersteller für fünf Jahre mit neuen Android-Hauptversionen und sechs Jahren mit Sicherheitsupdates versorgen will.

Zwei Farben: Tundra Umber und Canyon Orange

Oppo bietet das Find X9 Ultra in zwei Farben an: Tundra Umber, das das Design einer Hasselblad-Kamera nachempfindet, und Canyon Orange, das die Muster und Farbverläufe eines Slot Canyon wie dem Antelope Canyon auf die Rückseite bringt. In Canyon Orange baut das Find X9 Ultra mit 8,65 mm statt 9,10 mm etwas dünner. Beide Varianten sind nach IP69 gegen das Eindringen von Staub und Wasser geschützt.

6,82-Zoll-OLED mit 1440p und 144 Hz

Die Vorderseite nimmt ein 6,82 Zoll großes OLED-Display mit Gorilla Glass Victus 2 ein, das 3.168 × 1.440 Pixel bei einer dynamischen Bildwiederholrate von 1 bis 144 Hz bietet. Oppo unterstützt die HDR-Standards Dolby Vision und das in China genutzte dynamische HDR Vivid. Die Herstellerangaben für die Helligkeit belaufen sich auf bis zu 1.800 cd/m² im Vollbild und bis zu 3.600 cd/m² für punktuelle HDR-Highlights. Das PWM-Dimming erfolgt mit 2.160 Hz und soll die Belastung der Augen reduzieren.

Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5

Unter der Haube steckt beim Find X9 Ultra der Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5, den Oppo bei der in Deutschland verfügbaren Variante des Smartphones mit 12 GB RAM und 512 GB UFS 4.1 kombiniert. In anderen Ländern wie etwa in China wird das Smartphone auch mit 16 GB/1 TB angeboten. Beim Find X9 Pro setzt Oppo hingegen auf den MediaTek Dimensity 9500.

Silizium-Kohlenstoff-Batterie mit 7.050 mAh

Im Vergleich zu diesem Smartphone fällt der Akku des Find X9 Ultra mit 7.050 mAh statt 7.500 mAh etwas kleiner aus, was dem großen Kamerasystem geschuldet sein dürfte. Dennoch sind das 1.000 mAh als beim Find X8 Ultra. Oppo gibt folgende Laufzeiten für eine Reihe von Apps an: 32 Stunden Google Maps, 31 Stunden YouTube, 30 Stunden Netflix, 28 Stunden X und 26 Stunden TikTok. Das Laden ermöglicht Oppo mit 100 Watt über USB-C und 50 Watt drahtlos.

Technische Daten des Oppo Find X9 Ultra

Oppo Find X9 Ultra
Oppo Find X9 Pro
Software:
(bei Erscheinen)
Android 16.0
Display: 6,82 Zoll, 1.440 × 3.168
510 ppi, 144 Hz
AMOLED, HDR, Gorilla Glass Victus 2
6,78 Zoll, 1.272 × 2.772
450 ppi, 120 Hz
AMOLED, HDR, Gorilla Glass Victus 2
Bedienung: Touch, Fingerabdrucksensor, Gesichtsscanner
SoC: Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5
2 × Oryon 3, 4,61 GHz
6 × Oryon 3, 3,63 GHz
3 nm, 64-Bit
MediaTek Dimensity 9500
1 × C1-Ultra, 4,21 GHz
3 × C1-Premium, 3,50 GHz
4 × C1-Pro, 2,70 GHz
3 nm, 64-Bit
GPU: Adreno 840
1.200 MHz
Mali G1-Ultra MC12
1.716 MHz
RAM:
12.288 MB
LPDDR5X
Variante
16.384 MB
LPDDR5X
16.384 MB
LPDDR5X
Speicher: 512 / 1.024 GB 512 GB
1. Kamera: 200,0 MP, 4320p
23 mm, f/1,50, AF, OIS, LED
50,0 MP, 2160p
23 mm, f/1,50, AF, OIS, LED
2. Kamera: 50,0 MP, 14 mm, f/2,00, AF 50,0 MP, 15 mm, f/2,00, AF
3. Kamera: 200,0 MP, 70 mm, f/2,20, AF, OIS 200,0 MP, 70 mm, f/2,10, AF, OIS
4. Kamera: 50,0 MP, 230 mm, f/3,50, AF, OIS Nein
5. Kamera: Nein
1. Frontkamera: 50,0 MP, 2160p
Display-Blitz, f/2,40, AF
50,0 MP, 2160p
Display-Blitz, f/2,00, AF
2. Frontkamera: Nein
GSM: GPRS + EDGE
UMTS: HSPA+
↓42,2 ↑5,76 Mbit/s
LTE: Advanced Pro
5G: NSA/SA
WLAN: 802.11 a/b/g/n/ac/ax/be
Wi-Fi Direct
Bluetooth: 6.0
Ortung: A-GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo, QZSS, NavIC
Weitere Standards: USB-C 3.2, NFC, Infrarot
SIM-Karte: Nano-SIM, Dual-SIM
Akku: 7.050 mAh, 100,0 W
fest verbaut, kabelloses Laden
7.500 mAh, 80,0 W
fest verbaut, kabelloses Laden
Größe (B×H×T):
77,0 × 163,2 × 9,10 mm
Variante
77,0 × 163,2 × 8,65 mm
76,5 × 161,3 × 8,30 mm
Schutzart: IP69
Gewicht: 236 / 235 g 224 g
Preis: 1.699 € / – ab 1.099 €

ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Oppo unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.