Test: Nvidia GeForce GTX 670 (13/13)

K.o. für AMD Radeon HD 7950?
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Fazit

Nvidia platziert die GeForce GTX 670 als Gegenspieler zur AMD Radeon HD 7950, die in Sachen Leistung keine allzu große Herausforderung für die GeForce-Karte ist. Vor allem in der Full-HD-Auflösung 1920x1080 ist die GeForce GTX 670 sehr stark und legt sich sogar erfolgreich mit der Radeon HD 7970 an.

In höheren Auflösungen zieht diese dann der neusten Nvidia-Entwicklung auf und davon, jedoch bleibt die GeForce GTX 670 durchweg um mindestens fünf, meistens einige Prozent mehr, vor der Radeon HD 7950. Das hat zur Folge, dass man die GeForce GTX 580 um gute 20 Prozent hinter sich lässt und zudem nah an der GeForce GTX 680 dran ist. Denn letztere ist nur knapp zehn Prozent schneller. Der Hauptgrund für die gute Geschwindigkeit ist die GPU-Boost-Funktion, denn der Turbo arbeitet auf der Karte deutlich aggressiver als auf der GeForce GTX 680.

Das Kühlsystem konnte uns auf dem Referenzdesign dagegen nicht überzeugen. Die Messwerte attestieren diesem ein ganz ordentliches Ergebnis, allerdings klackert der Lüfter unseres Testexemplars, was einen ziemlich nervigen Eindruck hinterlässt und primär unter Windows, aber genauso im 3D-Modus, unangenehm ist. Ob dies bei allen Verkaufsexemplaren mit Referenzkühler der Fall ist, ist aber fraglich. Bei den Temperaturen gibt es dagegen keine Probleme.

Bei der Leistungsaufnahme orientiert sich die GeForce GTX 670 stark am größeren Bruder: Im Desktop-Betrieb ist das Ergebnis damit zwar nicht hervorragend, aber durchaus gut. Unter Last lässt sich gegen den Energiehunger auch nichts einwenden, wobei die Radeon HD 7950 minimal sparsamer zu Werke geht. Dennoch arbeitet die GeForce GTX 670 rund 30 Watt sparsamer als die GeForce GTX 680.

Nvidia gibt einen Verkaufspreis von 392 Euro (Hochrechnung von 329 Euro plus 19 Prozent Mehrwertsteuer) an, wobei der Marktpreis möglicherweise etwas geringer ausfallen wird. Dies ist aus unserer Sicht auch dringend notwendig, da die Karte preislich sonst mit der Radeon HD 7970 konkurriert, der sie sich in Sachen Performance jedoch geschlagen geben muss. Auf der Habenseite könnte sie allerdings eine deutlich bessere Lautstärke sowie eine niedrigere Leistungsaufnahme für sich verbuchen.

Die Radeon HD 7950 liegt nur beim Energiehunger und bei der Lautstärke gleich auf. Dementsprechend kann AMD den Kampf nur über den Preis gewinnen oder versucht die Kosten einer Radeon HD 7970 auf dem Niveau der GeForce GTX 670 zu halten – was wir aber für unwahrscheinlich halten.

Nvidia ist mit der GeForce GTX 670 somit eine gute Grafikkarte gelungen, die vor allem mit einer sehr hohen Performance punkten kann. Angesichts des kurzen PCBs der GeForce GTX 670 könnten interessante Partnerkarten vorgestellt werden, nach denen sich Käufer aufgrund des verbesserungswürdigen Kühlsystems unserer Referenzkarte umsehen sollten. Wenn sich der Marktpreis der GeForce GTX 670 zwischen dem einer Radeon HD 7970 sowie Radeon HD 7950 eingependelt hat, spricht ansonsten nichts gegen den Kauf der Nvidia-Karte.

Nvidia GeForce GTX 670
  • Meistens schnell genug für 2560x1600
  • Durchgängig AA/AF möglich
  • Sehr gute Bildqualität (nur SSAA könnte besser sein)
  • Recht niedrige Leistungsaufnahme unter Windows
  • Gut funktionierender Turbo
  • DirectX 11.1 und PCIe 3.0
  • Lüfter „klackert“ und stört

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