News Breitbandausbau: Bund wird Fördergelder nicht los

Manchmal muss auch die Frage gestellt werden, ob Förderung sinnvoll ist:

Da werden das eine über andere Förderpaket geschnürt.
- Gute Schule 2020
- Kommunalinvestitionsfördergesetz
- Digitalpakt Schule
- uvm.
Ergebnis ist aber, alle bedienen das gleiche Firmenklientel.
Selbst wenn eine Stadt das Geld ausgeben möchte, man bekommt entweder Mondpreise oder hat ewige Wartezeiten.

Dann nach Abschluss der Förderprogramme (3-5 Jahre) stehen die Städte wieder allein da.
Beispiel:
Eine Stadt schafft aus den Programmen ohne Ende Rechner für Schulen an. Programm endet, fünf Jahre später (oder vielleicht sieben) sind die angeschafften Rechner veraltet, aber kein Geld mehr da für Ersatz, da Programm zuende.

Schönes Beispiel aus der Hilfe bei dritte Welt Ländern: Da soll Hilfe zur Selbsthilfe laufen. Modernste Traktoren bringen nichts, wenn Sie später nicht gewartet werden können, lieber beibringen einen Brunnen richtig zu bauen und vernünftige Mehrfelderwirtschaft unterrichten.

Und am Ende der Wirtschaftsförderprogramme hier steht nur eins: Die Wirtschaftsförderung!
Firmen bekommen Geld, damit sie nachher noch besser verdienen.
Wieder Beispiel:
Breitbandausbau - ein Kreis gibt 60 Mio. Euro dafür aus, dass Glasfaserprojekte starten.
Damit gehören die Glasfaserleitungen dem Kreis aber nicht, immer noch den Providern.
Wenn jetzt eine Schule mit Gigabit angebunden werden soll, muss diese nochmal monatlich ca. 1.000 Euro Miete zahlen.

Für mich gehen diese ganzen Förderprogramme am Ziel vorbei (am Bürger).
 
Erstes Problem: Kapazitäten der Tiefbaufirmen. Deutschlandweit sind die so ausgebucht, daß sich die Subunternehmen ein Subunternehmen aus Polen oder Tschechien nehmen. Die können vor Aufträgen grad nicht laufen, manche nehmen nichts mehr für die nächsten zwei Jahre an. Preise haben auch entsprechend angezogen.

Zweites Problem: Zeitplan. Bedarfsermittlungen und Markterkundungsverfahren liefen zum größten Teil 2014 und 2015. Bürokratie, Anträge beim Bund, Planung der beratenden Büros usw. waren 2016 und erste Hälfte 2017, zweite Hälfte 2017 dann der Start der Teilnahmeanträge und die eigentlichen Ausschreibungen. Abgeschlossen mit Zuschlag, finaler Planung, Baugenehmigungen und allem Pipapo ist da nur ein Bruchteil – und Geld gibt’s erst, wenn die Bagger rollen.

Wer wissen will, wie’s in seinem Bundesland aussieht: https://www.breitbandausschreibungen.de/publicOverview

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Wishbringer schrieb:
Breitbandausbau - ein Kreis gibt 60 Mio. Euro dafür aus, dass Glasfaserprojekte starten.
Damit gehören die Glasfaserleitungen dem Kreis aber nicht, immer noch den Providern.
Wenn jetzt eine Schule mit Gigabit angebunden werden soll, muss diese nochmal monatlich ca. 1.000 Euro Miete zahlen.

Erstens steht es der Verwaltungseinheit frei, die Ausschreibung nach einem Pächter/Betreibermodell zu gestalten, bei dem ihr die Infrastruktur selbst gehört oder nach Ablauf einer Frist von x Jahren in ihren Besitz übergeht, und zweitens bekommt niemand Bandbreiten für lau, schon gar kein Gigabit.
 
Zuletzt bearbeitet:
M@tze schrieb:
Also wenn ich so sehe, was Handwerker bei uns so an Rechnungen aufmachen, wundert es mich echt, dass die Bezahlung so schlecht ist. Wo bleibt da die ganze Kohle?

Was meinst du denn was eine Handwerkerrechnung ausmacht? Da hängt schon ein bisschen mehr dahinter als der Stundenlohn.


Zum Video von Extra3:

Irgendwie kann ich den Bürgermeister nicht ganz verstehen. Er hat auf Betreiben der Anwohner den Glasfaserausbau begonnen weil es seine Bürger wollten. Warum hat er da jetzt Angst um die Kunden? Wenn es so ist, wie er sagt, dann sollten doch alle Bürger das Glasfasernetz der Gemeinde nutzen.
Natürlich sollte sowas vermieden werden. Aber das ist bei einem freien Markt nunmal schlecht möglich. Funkmasten stehen auch von mehreren Anbietern rum. Wenn die Straßen wieder ordnungsgemäß verschlossen werden sehe ich da kein Problem.
Internetausbau ist nunmal kein Wasser- oder Abwasseranschluss der in kommunaler Hand liegt. Was aus meiner Sicht aber so sein sollte. Für Infrastruktur ist der Staat zuständig. Er könnte das Glasfaserkabel ja an die Provider vermieten. Aber das macht er nunmal nicht.

Was Baufirmen betrifft, besteht das Problem nicht darin das die jungen Menschen nicht mehr auf den Bau wollen. Es besteht darin das über jetzt 2 Jahrzehnte immer weniger Betriebe Lehrlinge ausgebildet haben. Man braucht nur mal 5 oder 10 Jahre zurück schauen und sich an die Meldungen erinnern das zuviele Schulabgänger keinen Ausbildungsplatz bekamen. Seit ein paar Jahren ist es nun umgekehrt. Aber wer will es den Jugendlichen verwehren sich einen körperlich nicht so anstrengenden Job auszusuchen? Ich nicht. Es gab auf dem Bau mal einen Spruch. "Gebaut wird immer". Nur leider ist das nicht der Fall. Anfang der 90er boomte es auf dem Bau. Mitte der 90er kam es zu großen Entlassungen. Ein ruinöser Wettbewerb startete. Firmen unterboten sich gegenseitig um an Aufträge zu kommen. Immer mehr Firmen fingen an bei den Löhnen zu sparen. Dann ging es wieder etwas aufwärts. Aber statt Leute auszubilden und ehemalige Bauarbeiter wieder einzustellen ließ man länger arbeiten. Und wenn der Vater erst spät nach Hause kommt und der Lohn auch nicht die großen Sprünge zulässt, dann braucht man sich nicht zu wundern das die Kinder derer den Bau versuchen zu meiden.
 
@Wishbringer:

Du hast u.a. eine sehr interessante Frage wg. Glasfaser-Anbindung der Schulen aufgeworfen: Wer zahlt dann für den laufenden Betrieb?
Da haben sich imho noch viele Sachaufwandsträger noch keine Gedanken gemacht geschweige denn die Mittel dafür im Haushalt eingeplant.
Viele haben noch den kostenlosen T@School-Zugang im Blick. Da muss ich doch morgen gleich mal nachfragen, wie das bei uns mit den ca. 70 Schulen gehandhabt werden soll/wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
bensel32 schrieb:
Wenn die Straßen wieder ordnungsgemäß verschlossen werden sehe ich da kein Problem.
im Video wurde es teilweise in den Fußweg gelegt (bzw pflaster) - normalerweise wird dafür der Asphalt aufgeschnitten und das ganze bekommt man nicht mehr in den ursprungszustand.
dazu kommt noch, dass die gute telekom lieber dort kabel legen sollte, wo echt noch null gemacht wurde. stattdessen wird aber alles frei Schnauze gemacht - nach plan X, den keiner kennt außer die telekom selbst.
Am ende: wozu sollte es sie auch kümmern, sie baut ja IHR netz aus.
 
Meanwhile in Bayern:

Der Ausbau der digitalen Infrastruktur in Bayern läuft auf Hochtouren. 1.990 bayerische Kommunen nutzen das Breitbandförderprogramm, über 671 Millionen Euro wurden den Kommunen bereits als Förderung zugesagt. Nach Abschluss aller geplanten und aktuell laufenden Baumaßnahmen werden voraussichtlich 96 % der bayerischen Haushalte mit schnellem Internet versorgt sein.
http://www.schnelles-internet-in-bayern.de/

Nuff said
 
Wie soll Deutschland ausgebaut werden, wenn sehr viele Kommunen das Doppelförderungsverbot von 8 Jahre haben?

Daher sind diese Gelder nicht abrufbar.
Duzende Kommunen haben Deutsche Glasfaser um Hilfe bebeten, das es voran geht.
Daher wird das Geld niemals alle, da es gar nicht möglich ist deutschlandweit 50 MBIts vor 2030 auszubauen.
 
Bl4cke4gle schrieb:
Also so ein Antisystemgeweine kann man sich in der Hinsicht echt sparen:

Kann man, muss man aber nicht.

Es sind Fakten, die ein Grundgerüst bilden in dem der Fortschritt einfach schwierig ist.
Das Beispiel vorher mit der Schweiz ist hier in Deutschland durchaus nicht unmöglich. Das zeigen bspw. Universitäten, die teilweise auch für Privatabnehmer Internet anbieten.

Der ganze Netzausbau hinkt in Deutschland so hart hinterher, dass in Spielen, die auf Peer to Peer Lösungen basieren die Leute schon Spiele aufmachen, wo explizit nicht mit deutschen gespielt werden soll, weil es dort einfach wegen Überlastungen öfters zu massiv springenden Pings und unzumutbaren Paketverlusten kommt.

In meiner Wohnung in Hamburg bekomme ich maximal 200 Mbit. Auf dem Papier. Was kommt an? Spät in der Nacht maximal 70. Zur Hauptzeit am frühen Abend fällt es auf unter 20Mbit und der Ping springt bis in den vierstelligen Bereich. Anbieterwechsel hat nichts gebracht, da das Netz hier im Stadtteil von der Telekom betrieben wird. Techniker waren auch schon mehrmals da um alles zu prüfen. Ist alles richtig angeschlossen. Mehr Kapazität ist nicht da. Ich kann hier kein besseres Internet bekommen.

Und das Problem der Verbindungsabbrüche ist nicht etwa der Verteilerkasten auf der Straße. Mit nem Tracert sieht man sehr gut die Hops die passiert werden und sieht auch dass die Hops mitten drin überlastet sind und dort diese massiven Ping Sprünge passieren.

Ich weiß nicht woran es liegt, dass hier sich kaum seriöse Anbieter neben den Monolithen an dem Markt etablieren. Es gibt Ausnahmen wie willy.tel hier in Hamburg, allerdings sind die auch nicht überall verfügbar. Und wer die Telekom oder Vodafone als seriös oder vernünftig bezeichnet, dem schildere ich privat gerne mal eine Erfahrung die ich bei dem Versuch von Vodafone zur Telekom umzusteigen gemacht habe. Da ist so viel schief gegangen, dass das echt haarsträubend ist. Freundlicherweise hat mich ein Telekom Mitarbeiter hinterher aufgeklärt wie es dazu kommen konnte. Und in dem Kontext bringt es auch Sinn.

back to topic:
In Deutschland nimmt sich der Staat nicht nur über die gesetzlichen Versicherungen, sondern auch über Mehrwertsteuer etc. mehr Geld als in vielen anderen Ländern. Ein paar Sachen sind dadurch besser als anderswo, aber vieles auch nicht. Die Netz Infrastruktur ist sehr wichtig für die Zukunft. Der Fakt, dass es schlecht und sehr langsam in Deutschland läuft ist nicht wegzudiskutieren und da haben sowohl die Betreiber als auch die Bundesregierung selber ihre Schuld dran.
 
der_Schmutzige schrieb:
...
Aber das isses halt: Sobald es etwas kostet, verzichtet ein Großteil der Menschen & Kommunen gern auf die Zukunft. Ausnahme in D ist (für mich) Bayern, wo das Bewilligungsverfahren wohl weniger kompliziert zu sein scheint (?) und wir teilweise FTTH in einzeln stehende Gehöfte verlegt haben.
Ausserdem scheints in BY noch mal extra Kohle vom Land zu geben.

Na dann bin ich mal gespannt, wann der Landkreis München seine 50MBit erhält, teilweise werden hier ja nicht mal die max möglichen 16 000 erreicht.
 
Die Fördermittel sind eine Farce, es ist insgesamt gar kein Geld da.

Wenn trotz unterdurchschnittlicher Personalbesetzung ein städtischer Ratsbeschluss zur weiteren Personalkostenreduzierung getroffen wird, weil nur so der Zuschuss des Landes fließt, muss man sich nicht wundern, wenn einfach keiner da ist, um das Fördergeld auch zu verbauen. Von den Löhnen für Ing. im ÖD ganz zu schweigen. Dafür gibt es aber kein Fördergeld.

Daher schafft Bayern es auch das Fördergeld besser zu nutzen, die haben keinen so hohe Personalabbau in der Verwaltung gefahren, weil sie die Einsparung eh zum Teil in den Länderfinanzausgleich gegeben hätten.
 
Ich hab mich mal mit einem Bürgermeister (Dorf) aus dem Nachbarland unterhalten.

Es ist ein Riesen Flickenteppich aus Gemeinden Landkreisen und Ländern.

In dem mir bekannten Beispiel hat es über 2 Jahre gedauert bis sich alle zu beteiligenden Parteien
geeinigt ausgetauscht bedarfsermittelt etc etc haben.

Nach 2 Jahren ist die AUSSCHREIBUNG für den Bauauftrag FAST fertig ...


Was hier massiv bremst, ist der Verwaltungsapparat.

Die Leuchtturmprojekte wo es schnell und Effizient ging, sind imho alles Kommunale Unternehmen aka Stadtwerke die ausgebaut haben ... größtenteils OHNE Förderung.

Absurd
 
Zuletzt bearbeitet: (Grammatik)
@Beitrag-also was die Verantwortlichen in MV so abziehen,ist schon schlimm.Wenn ich dort unterwegs bin ist beim Handynetz oft alles zu spät.
Die Versorgung mit DAB/DVBT hat mehr weiße Flecken als Schnee in der Arktis.Wenn man im Hotel WLAN haben will ,löst das bei der Rezeption
oft Krämpfe aus.Schlimmer gehts kaum.Dazu noch die untertarifliche Bezahlung in vielen Brachen.Aber Merkels Wahlkreis wählt was ?
..und die SPD führt das Land,wohin ?
 
Die Regierung bekommt das zur Verfügung gestellte und bereit stehende Geld nicht los?

IDEA 😎
Sie überweisen mir den Betrag den es kostet, die Telekom oder wen auch immer, zu beauftragen, mir eine Glasfaser ins Haus legen zu lassen.
Sobald man mit Geld droht werden die schwach...
 
Also ich sag mal so. Ich nehm gern denen 70.000€ ab um unsere Straße zu verglasfasern.

Tiefbau hab ich am Start.

Also wo kann ich mich eintragen?

Das war Ironie!

Das traurige ist, das es nicht mal ein Witz ist, und ich das sofort umsetzen könnte.
 
Schon traurig die ganze Geschichte... ich weiß noch 2000-2005 hat die Telekom hier auch keinen Finger krumm gemacht, nicht einen Einzigen. Man durfte damals schon mit der 3K Leitung die ü60€ gekostet hat versauern und wurde Jahre lang bei Laune gehalten "wir bauen bald aus, wir bauen bald, wir garantieren das" - alles blödes Geschwätz.

Die Telekom gibt schon seit Jahren mehr für die Telefonhotline Geld aus als der Netzausbau kostet, so wie der Telefonterror losgeht wenn man seinen Vertrag kündigt gibt es wohl auch saftige Prämien wenn man den Kunden bei Laune halten kann.
War damals genau das Gleiche wie Heute... VDSL 25 gibts hier wohl nur weil KabelBW damals richtig ausgebaut hat, ansonsten würden die weiter 3K Leitungen abfarmen.

Beim Kumpel ist es auch so, der hat keine Konkurrenz und damit folglich nur ne schicke 1K Leitung wo die ganze Family dran hockt - mit so einem InterNICHT kann man nix anstellen.

Hatte auch erst diesen Monat meinen Vertrag geköpft auf den Tag genau nach 2 Jahren Mindestvertragslaufzeit und was is? X Tausend Anrufe... da merkt man schon wo das Geld hinfließt von den Kunden die man melken "muss" ohne Konkurrenz - es brauch saftige Strafgelder die die Unternehmen Pleite gehen lassen, ansonsten passiert hier nichts.
 
Das Problem ist nicht, dass niemand das Geld haben will, oder das die Bürger zuviel Mitsprache haben, sondern das der komplette Bausektor leer ist. Jahrelang wurde gespart und die Firmen haben abgebaut, einige sogar zugemacht. Jetzt wird überall die Infrastruktur erneuert (DSL, Bahn, Straße, Elektro etc.). Der Markt ist einfach leer an Firmen die das noch leisten könnten.

Ich sehe das an meinem eigenen Job. Es gibt kaum noch Firmen in und um Deutschland die so etwas mal eben so (ohne mehrmonatigen / mehrjährigen Vorlauf) erledigen könnten, ohne andere Jobs abzusagen.
 
cruse schrieb:
im Video wurde es teilweise in den Fußweg gelegt (bzw pflaster) - normalerweise wird dafür der Asphalt aufgeschnitten und das ganze bekommt man nicht mehr in den ursprungszustand.

Nö. Eigentlich wird meist Pflaster aufgenommen. Eben weil die Verteilerkästen nunmal am Straßenrand stehen und nicht in der Straße. Und bei Straßenquerungen wird oft geschossen. Ist meist billiger und schneller als eine Asphaltstraße komplett aufzureisen. Und selbst wenn Asphalt aufgeschnitten wird ist es egal ob da nun ein oder 2 Kabel verlegt werden. Der Flicken ist so oder so da. Selbst wenn er schon einmal verschlossen wurde.
Und wie bereits gesagt: Solange der Staat sich nicht um die Infrastruktur kümmert und alles auf die Privaten abschiebt, solange müssen wir eben mit solchen Doppelausbauten leben.

Was in dem Beitrag auch verschwiegen wird: Wie wurde gefördert? Der Bürgermeister hat sich zwar bei der Telekom erkundigt ob die ausbauen. Aber wer hat ausgeschrieben? Hat vielleicht sogar der Bürgermeister Mitschuld weil er zu schnell ohne umfassende Erkundigungen losgebuddelt hat? Wenn die Ausschreibung der Telekom noch garnicht bekannt war als der Bürgermeister sich entschied selbst zu verlegen, kann man der Telekom keinen Vorwurf machen.
 
Zuletzt bearbeitet:
DeusoftheWired schrieb:
und zweitens bekommt niemand Bandbreiten für lau, schon gar kein Gigabit.
Was für ein Irrglaube. Wer immer noch meint, dass heutzutage noch irgendetwas preiswerter wäre als Gbit-Ausbau, kann gerne mal versuchen noch Technikrestbestände aus dem letzten Jahrtausend aufzutreiben. In irgendeiner Ecke stehen bestimmt noch ein paar ATM-Module und bei entsprechender Bezahlung wird sich auch irgendein eigentlich schon verrenteter Ingenieur finden, der das Teil in Handarbeit betriebsfähig macht. Gbit ist momentan das preiswerteste auf dem Markt, der ganze DSL-Kram wird nur künstlich am Leben gehalten, weil man eben gerade statt auszubauen weiter Internet über Klingeldraht laufen lässt.
 
eax1990 schrieb:
Schon traurig die ganze Geschichte... ich weiß noch 2000-2005 hat die Telekom hier auch keinen Finger krumm gemacht, nicht einen Einzigen. Man durfte damals schon mit der 3K Leitung die ü60€ gekostet hat versauern und wurde Jahre lang bei Laune gehalten "wir bauen bald aus, wir bauen bald, wir garantieren das" - alles blödes Geschwätz.

Und Leute wie du sind der Grund der gut aufzeigt, das man sehr vorsichtig mit dem gelesenen umgehen sollte.
1999 kam erstmal DSL 768 auf den Markt. 2002 kam DSL 1500 und erst ab April 2004 kam DSL 3000 hinzu. Und 2005 kam erst DSL 6000 auf den Markt. Und erst ab 2006 wurden die ersten DSL 16.000er Anschlüsse geschaltet. Und du regst dich auf das du bereits 2000! nur ne 3000er Leitung hattest und keiner bzw. die Telekom nicht ausbaute? Hut ab vor solch einem rumgetrolle.
 
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