21/21 PowerMagic ATI Radeon 8500 im Test : Abgesang auf die GeForce3?

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Overclocking und Stabilität

Wie bereits schon am Anfang des Reviews erwähnt, die PowerMagic Radeon 8500 lies sich ohne Probleme auf 275Mhz/275Mhz übertakten. Letztendlich Schluss war bei circa 285Mhz/278Mhz, jedoch waren die Unterschiede zu 275Mhz/275Mhz kaum messbar. Während des gesamten Tests stürzte bis auf die Ausnahme GL Excess kein Benchmark mehr mit den neuen Treibern ab und die Karte verrichtete einwandfrei ihren Dienst, wirklich einwandfrei, denn aufgrund des grossen Umfangs an Benchmarks und den dadurch resultierenden Durchläufen lief die Karte Wochenlang Non Stop auf Hochtouren ohne irgendwelche Aussetzer, auch im Spielbetrieb stürzte die Karte unter Windows 98SE kein einziges mal ab. Ausgenommen davon natürlich die eigenen Versuche durch extremes Overclocking der CPU & Mainboards die 8000er Schallmauer beim 3DMark2001 zu durchbrechen ;). Overclockt wurde ausschliesslich mit Powerstrip 3.10, da der Rage3D Tweaker zum Testzeitpunkt noch kein Overclocking der Radeon 8500 unterstützte. Das OC-Limit der Grafikkarte ist höchstwahrscheinlich im OEM Bios festgesetzt, da obwohl exakt die gleichen Komponenten wie in der ATI Version verbaut werden, die meisten Karten kaum mit dem Speichertakt über 260Mhz hinauskommen. Grund hierfür ist aller Wahrscheinlihikeit nach ein zu agressives Speichertiming im Bios der OEM Boards, sowie eine evtl. Absenkung der Spannung. Zwar kursierte im Internet ein Retail Bios Hack für die OEM Karten, davon ist aber dringend abzuraten, weil man sich somit ganz schnelll seine eben erworbene Radeon 8500 auf den Grafikkartenfriedhof befördern kann, da nicht bei jeder Karte garantiert ist, dass sie auch mit 275Mhz/275Mhz läuft - aber wer weiss, vielleicht hält ja PowerMagic schon ein Bios Update für uns bereit?

Fazit

Die Inno3D Tornado GeForce3 und die PowerMagic Radeon 8500 lieferten sich teilweise ein heisses Kopf an Kopf Rennen. Jedoch geht die PowerMagic Radeon 8500 als eindeutiger Sieger hervor, denn Benchmarks, die nur auf bestimmte Karten spezialisiert sind, haben keine grosse Aussagekraft über die allgemeine Performance der Karte, und in der PowerMagic Radeon 8500 (LE) steckt noch einiges an Potential zumal nVidia ein halbes Jahr Vorsprung vor ATI in der Treiberentwicklung hat. Lediglich die grossen Performanceeinbussen unter Verwendung von Smoothvision gibt es zu bemängeln, sowie die etwas mangelhaften Treiber von ATI für Windows XP, die sich immer noch im Betastadium befinden. Darüber hinweg trösten die zusätzlichen Features wie Dual Head Support und das brilliante Fernsehbild, hier wird nVidia wahrscheinlich nicht so schnell an ATI herankommen. Ob sich der Kauf einer Original ATI Karte mit 275/275Mhz lohnt? Ganz sicher nicht, die Performanceunterschiede sind zu marginal, zumal die PowerMagic Radeon 8500 (LE) mit 531 DM ein echtes Schnäppchen ist und eine Original ATI Karte mit 275 Mhz preislich um rund 100-150 DM, sofern überhaupt verfügbar, darüber liegen dürfte. Das gesparte Geld sollte man lieber in eine bessere CPU oder Mainboard investieren, dort ist es besser angelegt.

PowerMagic Radeon 8500
  • Dual Display Support
  • Brilliante TV-Out Qualität
  • Leistung
  • Übertaktbarkeit
  • DX 8.1 Hardware
  • Noch relativ unzufriedenstellende Treiber für Windows XP


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  • Jan-Kristian Parpart E-Mail
    … hat von November 2000 bis Februar 2002 Artikel für ComputerBase verfasst.