News : RV370 und RV380 doch für AGP 8x?

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Vor gut zwei Wochen stellte ATi offiziell das hauseigene Lineup für PCI Express vor. Mit dabei waren zwei neue Chips, die auf die Codenamen RV370 und RV380 hörten. Neuesten Gerüchte zurfolge sollen diese aber nicht nur für PCI Express erscheinen, sondern auch noch für das totgesagte AGP 8x.

Die Eckdaten der X300- und X600-Serie lesen sich derweil sehr gut, so dass ein Einsatz auch für AGP 8x durchaus logisch klingt. Vor allem die X300 bringt auch endlich bei ATis Low-End-Karten die lange gewünschte Unterstützung von Pixel- und Vertex-Shadern konform dem 2.0-Standard. Aber auch die X600-Serie gefiel uns, zumal sie in der X600 XT endlich die lange herbeigesehnte Erhöhung des Speichertakts mit sich brachte. Dass ATi diese beiden Grafikchips nun auch für AGP 8x bringen möchte, scheint daher nur logisch, sind es doch gerade neue Chips, die die Käufer nahezu magisch anziehen.

ATi Radeon X300
ATi Radeon X300
X300 Spezifikationen
X300 Spezifikationen
ATi Radeon X300 PCI Express
ATi Radeon X300 PCI Express

Allerdings ist derweil noch unklar, wie ATi dies umsetzen möchte. Zur Debatte stehen dabei vor allem zwei Möglichkeiten: Zum einen könnte ATi die gerade neu in den Die implementierte PCI-Express-Bridge wieder durch eine alte AGP-Bridge ersetzen und somit auch die X300 und X600 fit für den alten Standard machen. Rein finanziell wäre dies für ATi kein großer Beinbruch, könnte man doch die Produktion der bisherigen RV360-Chips und der Radeon 9200 - diese würde durch die X300 abgelöst werden - komplett einstellen. Des Weiteren sind die Chips sehr modular aufgebaut, d.h. ATi könnte einfach die beiden Bridges gegeneinander austauschen, ohne großartige Änderungen am Die vornehmen zu müssen. Ähnliches kennt man auch von AMDs Athon 64-Prozessor, dessen Speichercontroller laut Angaben des Unternehmens ähnlich leicht austauschbar ist.

ATi Radeon X600
ATi Radeon X600
X600 Sepzifikationen
X600 Sepzifikationen
ATi Radeon X600 PCI Express
ATi Radeon X600 PCI Express

Eine zweite Möglichkeit wäre ein externer Bridge-Chip, wie ihn auch nVidia bei den GeForce-PCX-Karten nutzt. In einem Gespräch vor drei Wochen bestätigte ATi uns gegenüber bereits die Existenz eines solchen Chips. Wann dieser das erste Mal eingesetzt werden soll, ist allerdings unklar. Bis heute gingen wir davon aus, dass dieser Brücken-Chip, der PCI-Express-Chips fit für AGP 8x machen soll, erst auf späteren Karten zum Einsatz kommen soll, die nur noch ein wirklich natives Interface für PCI Express x16 besitzen. Zur Minimierung der Kosten wäre aber auch ein jetziger Einsatz durchaus denkbar, müsste ATi doch nur eine Produktionslinie für die RV370- und RV380-Chips sowie für den Bridge-Chip laufen lassen. Die Produktion der alten AGP-Mittelklasse-Karten könnte man derweil dann einstellen, da diese durch X300 und X600 ersetzt werden.

Alle weiteren Informationen zu ATis X300- und X600-Karten gibt es in unserem ausführlichen Launchartikel.