News : Microsoft und eBay vertiefen Zusammenarbeit

, 15 Kommentare

Nachdem die enge Zusammenarbeit zwischen dem Online-Marktplatz eBay und Microsoft in Österreich, Deutschland und der Schweiz zu einer deutlichen Reduzierung illegaler Microsoft Angebote geführt hat, weiten beide Partner ihre seit 2002 bestehende Kooperation zum Schutz vor illegalen Softwareprodukten aus.

Wie bereits auf den deutschsprachigen eBay-Seiten wird Microsoft auch auf den eBay-Marktplätzen in Frankreich, Großbritannien, Spanien, Italien und den Niederlanden jeweils eine eigene Informationsseite zur Verfügung stellen. Potenzielle Käufer finden hier Informationen, um sich schon im Vorfeld vor gefälschten Produkten oder wertlosen Kopien schützen zu können. Auch den Verkäufern werden Tipps an die Hand gegeben, worauf sie beim Verkauf achten müssen. Außerdem nutzt Microsoft die Möglichkeit, über das von eBay angebotene Verifizierte Rechte Inhaber (VeRI) Programm den Marktplatzbetreiber auf gegen die Rechte von Microsoft verstoßende Angebote auf dem eBay-Marktplatz hinzuweisen und diese löschen zu lassen.

"Vertrauen und Sicherheit sind Kernelemente unseres Marktplatzes", so Philipp Justus, Vorsitzender der Geschäftsführung der eBay GmbH. "Das VeRI-Programm ist ein gutes Beispiel für unsere Bestrebungen, den eBay-Nutzern größtmögliche Sicherheit zu bieten. Wir informieren die Käufer über unsere Regeln für das Handeln bei eBay und arbeiten mit Unternehmen wie Microsoft zusammen, um den Handel mit Artikeln, die ihre Rechte verletzen, zu unterbinden."

"Ziel unserer Zusammenarbeit mit eBay ist es, Konsumenten davor zu schützen, vermeintliche Microsoft Software zu erwerben, die nicht legal eingesetzt werden darf und auf die somit kein Anspruch auf Garantie, Supportleistungen oder Updates besteht", erklärt Günter Schneider, zuständiger Urheberrechtsschutz-Experte bei Microsoft Österreich. "Die Gefahr liegt dabei nicht nur in der Illegalität dieser Software: Bei einem Großteil der illegalen Software, die über das Internet vertrieben wird, handelt es sich um billige Kopien von schlechter Qualität und mangelnder Funktionalität, die nicht selten Viren enthält."

Softwarepiraterie wird zwar oft als Kavaliersdelikt abgetan, sie schädigt die europäische Wirtschaft jedoch massiv. Aus einer IDC-Studie aus dem Jahr 2003 geht hervor, dass durch eine 10-prozentige Reduzierung der europäischen Piraterierate bis zum Jahr 2006 200.000 neue Arbeitsplätze entstehen und mehr als 20 Milliarden zusätzliche Steuereinnahmen erzielt werden könnten. Allein in Österreich könnten durch eine zehnprozentige Senkung der Piraterierate von derzeit 30 Prozent auf 20 Prozent 3.600 zusätzliche Arbeitsplätze in der IT-Branche geschaffen werden.

Beth Scott, Vice President Business Software Alliance (BSA) Europa, Mittlerer Osten und Afrika, begrüßt die erweiterte Kooperation zwischen Microsoft und eBay: "Kooperationen wie diese sind sehr wichtig, wenn es darum geht, sichere und legale Infrastrukturen für den digitalen Handel aufzubauen. Es ist gut, dass eBay dafür Sorge trägt, dass Verbraucher vor dem Kauf illegaler Software besser geschützt werden. Auf diese Weise lässt sich nicht nur die Piraterierate verringern. Auch das Vertrauen der Verbraucher in den Online-Kauf wird gestärkt."