27/29 GeForce 7600 GT, 7900 GT und 7900 GTX im Test : nVidia beißt sich an ATi die Zähne aus

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Übertaktbarkeit

Vielen dort draußen wird die gerade neu gekaufte Grafikkarte noch nicht schnell genug sein. Ein probates Mittel, dieses Bedürfnis nach noch mehr Geschwindigkeit zu befriedigen, ist die Hardware zu übertakteten – in unserem Fall mit Hilfe der neuesten Version des RivaTuners. Als kleine Stabilitätsprobe ließen wir den 3DMark05, der besonders grafiklastig ist, laufen und testeten nachfolgend den höchsten Takt mit Hilfe von F.E.A.R, HL2: Lost Coast sowie Quake 4. Jedoch muss man vor den Messungen anmerken, dass sich die Ergebnisse nicht auf jede Karte desselben Typs übertragen lassen, da die Güte von Chip zu Chip unterschiedlich ist.

Übertaktbarkeit
  • Quake 4 - 1600x1200 4xAA/16xAF:
    • GeForce 7900 GTX - Übertaktet (700/900)
      52,2
    • GeForce 7900 GTX - Standard (650/800)
      47,0
    • GeForce 7900 GT - Übertaktet (580/830)
      42,5
    • GeForce 7900 GT - Standard (450/660)
      33,6
    • GeForce 7600 GT - Übertaktet (640/850)
      25,3
    • GeForce 7600 GT - Standard (560/700)
      21,0
  • HL2: Lost Coast - 1600x1200 4xAA/16xAF:
    • GeForce 7900 GTX - Übertaktet (700/900)
      53,1
    • GeForce 7900 GTX - Standard (650/800)
      48,5
    • GeForce 7900 GT - Übertaktet (580/830)
      42,8
    • GeForce 7900 GT - Standard (450/660)
      34,0
    • GeForce 7600 GT - Übertaktet (640/850)
      24,9
    • GeForce 7600 GT - Standard (560/700)
      21,6
  • Fear - 1600x1200 4xAA/16xAF:
    • GeForce 7900 GTX - Übertaktet (700/900)
      45,0
    • GeForce 7900 GTX - Standard (650/800)
      41,0
    • GeForce 7900 GT - Übertaktet (580/830)
      38,0
    • GeForce 7900 GT - Standard (450/660)
      30,0
    • GeForce 7600 GT - Übertaktet (640/850)
      23,0
    • GeForce 7600 GT - Standard (560/700)
      19,0

Bereits vor dem Erscheinen der neuen GeForce-7900-Serie von nVidia kamen erste Gerüchte auf, dass sich die GPU des Flaggschiffs bei beinahe jedem Exemplar auf etwa 700 MHz übertakten lässt – und so kam es auch bei unserer Karte. Mehr als 700 MHz machte der G71-Chip aber nicht mit; darüber trat bereits nach wenigen Sekunden ein kompletter Systemabsturz auf. Der 1,1-ns-Speicher hatte dagegen mehr Spielraum und ließ sich auf 900 MHz übertakten, was aus dem Topmodell noch das ein oder andere zusätzliche Bild pro Sekunde herauslockt.

Bei der GeForce 7900 GT kam uns zwischenzeitlich der Gedanke, dass sich die Grafikkarte wohl endlos übertakten lässt, bis dann bei einem Chiptakt von 580 MHz die ersten Fehler auftauchten. Dies entspricht einer Steigerung von satten 130 MHz, welche man längst nicht aus jeder Grafikkarte herausholen kann. Auch der 1,4-ns-Speicher von Samsung machte eine gute Figur, da er erst bei 830 MHz ausstieg. Damit liegt die Performance nur knapp unterhalb einer deutlich teureren GeForce 7800 GTX 512, welche allerdings über einen doppelt so großen VRAM verfügt und deswegen das Duell knapp für sich entscheiden kann.

Der G73-Chip auf der GeForce 7600 GT ließ ebenfalls eine beachtliche Taktsteigerung zu. Die GPU lief mit 640 MHz noch ohne Fehler und für den Samsung-Speicher waren sogar 850 MHz kein Problem. Dementsprechend arbeitet die GeForce 7600 GT mit den höheren Frequenzen ein gutes Stück schneller als die normalgetaktete Karte.

HDTV-Wiedergabe

Zum Einsatz in dieser Disziplin kam der schon altbekannte Film-Trailer namens „Step into Liquid“, der eine Länge von einer Minute und 56 Sekunden hat und in der Auflösung von 1920x1080 Pixel (1080p) vorliegt. Wer unseren Test auf seinem System nachahmen möchte, kann das Video direkt bei Microsoft herunterladen (Direktlink - 114 MB), benötigt aber zusätzlich jeweils die neuesten Treiber aus dem Hause nVidia und ATi, den Media Player in der Version 10 und ein spezielles Hotfix, damit der Player die HDTV-Beschleunigung auch unterstützt. Die CPU-Last wurde während des Abspielens von uns mittels ThrottleWatch und einem selbst geschriebenen Skript aufgezeichnet.

Wir staunten nicht schlecht, als das selbstgeschriebene Programm die Messergebnisse erstellte. Die GeForce 7900 GTX hat (beinahe) durchgängig eine niedrigere CPU-Auslastung als die GeForce 7600 GT – anscheinend macht sich die deutlich höhere Shader-Leistung in diesem Test bemerkbar. Auf etwa einem Niveau mit der Mid-Range-Karte liegt die Radeon X1900 XTX, welche mal mehr und mal weniger der CPU die Rechenarbeit abnimmt als die preiswertere Karte. Klarer Sieger in dieser Disziplin ist die GeForce 7900 GTX, wobei alle drei Grafikkarten das HD-Video ohne Probleme abspielen können.

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