Apple iPad im Test : Große Klappe. Und dahinter?

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Apple iPad im Test: Große Klappe. Und dahinter?

Geschichte, so weiß der Volksmund, wiederholt sich. Dass dies auch für den Ablauf und die Diskussionen zu viel beachteten Produktveröffentlichungen gilt, zeigen vom iPod Touch über das MacBook Air bis hin zum iPhone all' jene Starts, die Apple seit der Wiederauferstehung als Lifestyle-Phönix aus der Asche bis dato hingelegt hat.

So finden sich auf der einen Seite stets die dauerhaft skeptischen Kritiker, die in Steve Jobs und seinem Konzern eine Meute affektierter Geldmacher sehen und zumeist nicht einmal eingestehen wollen, dass sich das iPhone wirklich gut bedienen lässt. Auf der anderen Seite stehen dagegen die nicht minder radikalen Apple-Jünger, die fernab jedes skeptischen Blickes ein jedes neue Produkt ohne Umschweifen als ultimativen Technik- und Stil-Gral deklarieren.

Und die große Masse? Die geistert irgendwo dazwischen herum, wobei sich aufgrund der zweifelsohne guten Konzeption der Geräte und der von einem etwas unprofessionellen Hype getragenen umfassenden Medienberichterstattung mittlerweile eine Grundstimmung im Vorfeld einer Neuvorstellung breit gemacht hat, die sich wertungsfrei mit „freudiger Erwartung“ beschreiben lässt. Es handelt sich somit um ein durchaus mit Spannung geladenes Umfeld, in das das iPad am 28. Mai auch in Deutschland entlassen wird.

Im Vorfeld des Starttermins hatte ComputerBase die Möglichkeit, ein paar Tage mit dem Gerät zu verbringen. Da zu den technischen Raffinessen bereits einige (vor allem englischsprachige) Beiträge verfügbar sind, soll im Folgenden jedoch versucht werden, auch und insbesondere auf praktische Aspekte einzugehen. Einschränkend muss dazu vorab gesagt werden, dass uns für den Test „nur“ die 16-GByte-WLAN-Variante des iPad zur Verfügung stand (die sogleich folgenden Spezifikationen beziehen sich ausschließlich auf dieses Gerät). Dies bedeutet aufgrund des fehlenden 3G-Moduls', dass keinerlei Tests zum Handling und der Performance unter Nutzung von mobilem Internet gemacht werden konnten.

Diese Einschränkung im Hinterkopf war es uns dennoch möglich, das iPad insbesondere unter Usability-Gesichtspunkten auf Herz und Nieren zu untersuchen. Über Tage hinweg, nicht nur in Stunden! Viel Spaß beim Lesen unserer Erfahrungen.

Spezifikationen

iPad Spezifikationen
Komponente Ausstattung
Typ Tablet-PC
Bedienung Touchdisplay
Prozessor Apple A4 (1 GHz Single-Core, vermutlich ARM Cortex A8, zzgl. GPU)
Arbeitsspeicher 256 MByte
Betriebssystem iPhone OS
Akku Lithium-Polymer-Batterie (25 Wattstunden)
Speicherplatz 16 GByte Flash-Laufwerk (Samsung)
Größe 243 x 190 x 13,5 (L x B x H in mm)
Gewicht 700 Gramm
Display 9,7 Zoll, IPS-Display mit LED-Hintergrundbeleuchtung (1024 x 768 Pixeln bei 132 ppi), Multitouch
Sensoren Beschleunigungs- und Umgebungslichtsensor
Ein- und Ausgänge 30-poliger Dock-Anschluss, Stereo-Kopfhöreranschluss (3,5 mm), Integrierter Lautsprecher, Mikrofon
Kommunikation WLAN (802.11 a/b/g/n), Bluetooth 2.1 EDR & A2DP
Audio-Unterstützung HE-AAC (V1), AAC (16 bis 320 KBit/Sek.), Protected AAC (aus dem iTunes Store), MP3 (16 bis 320 KBit/Sek.), MP3 VBR, Audible (Formate 2, 3 und 4), Apple Lossless, AIFF und WAV
Video-Unterstützung H.264/MPEG-4 (720p)

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