Android Auto und CarPlay im Test : Google & Apple als Beifahrer im Skoda Rapid Spaceback

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Android Auto und CarPlay im Test: Google & Apple als Beifahrer im Skoda Rapid Spaceback

Apple und Google wollen angeblich eigene Autos bauen, heißt es in der Gerüchteküche immer wieder. Fest steht bisher allerdings erst einmal nur, dass Apple und Google ihren Fuß in die Tür des Automobils bekommen wollen. CarPlay und Android Auto nennen sich die Lösungen der beiden Hersteller, die die Integration des Smartphones ins Automobil einfacher als jemals zuvor gestalten und zudem auch noch besser umsetzen sollen. Manch einer geht sogar schon so weit und prophezeit die Ablöse der altgedienten Bordcomputer und Navigationslösungen der Automobilhersteller. Dass CarPlay und Android Auto zwar noch nicht alle Funktionen übernehmen können, aber dennoch eine sinnvolle Ausstattung sind, zeigt der Vergleichstest beider Systeme.

Skoda Rapid Spaceback im Überblick

Android Auto und CarPlay können über verschiedene Wege in das Automobil integriert werden, sei es direkt ab Werk oder als Nachrüstlösung in Form einer neuen Headunit. Nachrüstoptionen gibt es zum Beispiel von Alpine, Kenwood oder Pioneer zu Preisen von 600 bis 900 Euro. Für manch ältere NEX-Modelle des Jahrgangs 2014 gibt es zudem Firmware-Updates von Pioneer, die die Funktionalität nachliefern.

Ab Werk bieten Android Auto und CarPlay mittlerweile verschiedene Hersteller an. Darunter sind zum Beispiel Audi, Opel, Volkswagen, Seat und Skoda. Eigentlich wollte Audi mit dem neuen Q7 der erste Anbieter beider Systeme in Deutschland sein, Skoda kam den Ingolstädtern aber mit dem aktuellen Superb zuvor. Mittlerweile sind CarPlay und Android Auto auch in den kleineren Fahrzeugklassen von Skoda angekommen, zum Beispiel im Rapid.

Skoda hat ComputerBase einen aktuellen Rapid in der Modellvariante Spaceback Emotion Plus für drei Wochen ausgeliehen, um beide Systeme ausführlich testen zu können. In dieser Variante hat das Fahrzeug einen Basispreis von 19.550 Euro. Bedingt durch diverse Sonderausstattungen liegt der Preis des Testwagens bei 25.030 Euro.

Viel Zusatzausstattung braucht es im Falle von Skoda aber gar nicht, um Android Auto und CarPlay nutzen zu können. Das entscheidende Ausstattungsmerkmal nennt sich SmartLink und kostet 150 Euro. Damit SmartLink wiederum bestellt werden kann, wird das Musiksystem Bolero vorausgesetzt, das im Spaceback Emotion Plus aber serienmäßig verbaut ist.

Der günstigste Skoda Rapid Spaceback kostet 15.590 Euro in der Basisvariante, das Soundsystem Bolero wird allerdings erst ab dem mindestens 17.890 Euro teuren Modell Ambition angeboten und kostet dort 470 Euro Aufpreis. SmartLink für die Nutzung von Android Auto und CarPlay kostet auch in den günstigeren Modellen immer 150 Euro Aufpreis. Der Endpreis mit SmartLink liegt für das günstigere Ambition-Modell somit bei 18.510 Euro und nicht mehr weit entfernt von dem getesteten Sondermodell Emotion Plus für 19.550 Euro mit besserer Basisausstattung.

Modell Basispreis (€) Soundsystem Bolero (€) SmartLink (€)
Spaceback Active 15.590 ×
Spaceback Cool Edition 15.755 ×
Spaceback Cool Edition Red & Grey 16.900 ×
Spaceback Ambition 17.890 470 150
Spaceback Joy 18.770 470 150
Spaceback ScoutLine 18.990 470 150
Spaceback Emotion Plus 19.550 150
Spaceback Style 19.630 470 150
Spaceback Monte Carlo 20.340 470 150
× = nicht verfügbar / = serienmäßig

Das Soundsystem Bolero ergänzt den Rapid Spaceback um einen 6,5 Zoll großen Touch-Bildschirm mit einer Auflösung von 800 × 480 Bildpunkten. Die Modellvarianten des Rapid Spaceback, für die das Soundsystem Bolero geordert werden kann, können alternativ auch mit dem Navigations- und Infotainment-System Amundsen für 760 Euro bestellt werden. Der Bildschirm und die meisten Funktionen sind die gleichen, größter Unterschied zum Bolero ist das Navigationssystem mit Kartenmaterial für Europa.

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