10/13 GeForce GTX 1080 im Test : Ein Paukenschlag in 16 nm mit 1,8 GHz und GDDR5X

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Leistungsaufnahme

Die Leistungsaufnahme im Desktop-Betrieb

Unter Windows zieht das Testsystem mit der GeForce GTX 1080 48 Watt aus der Steckdose und erreicht damit problemlos eine neuen Bestwert, der die GeForce GTX 980 um sechs Watt hinter sich lässt. Offenbar bringt bereits dort die 16-nm-FinFET-Fertigung erste Vorteile, denn alle anderen Grafikkarten im 28-nm-HP-Prozess liegen quasi gleich auf.

Bekannte Probleme bei Multi-Monitor bleiben

Auch mit zwei Monitoren kann die GeForce GTX 1080 den Vorteil mitnehmen. Sind dagegen drei Monitore angeschlossen, kann auch die GeForce GTX 1080 wie die anderen Nvidia-Grafikkarten nicht mehr richtig herunter takten und hat so mit einer steigenden Leistungsaufnahme zu kämpfen. Und dennoch: Immerhin neun Watt weniger benötigt die GeForce GTX 1080 dann als die GeForce GTX 980. Auch beim 144-Hz-Betrieb auf einem Monitor mit einer Auflösung von 2.560 × 1.440 taktet die Pascal-GPU nicht mehr korrekt herunter. Aber auch dort ist die GeForce GTX 1080 noch neun Watt sparsamer als die Vorgängerkarte.

Die Leistungsaufnahme in Spielen

In Spiele kann die GeForce GTX 1080 die Vorteile der FinFET-Fertigung vollständig ausspielen und ist trotz einer deutlich höheren Leistung mit durchschnittlich 244 Watt deutlich sparsamer als die GeForce GTX 980 Ti. Die um 15 Watt höhere TDP der GeForce GTX 1080 gegenüber der GeForce GTX 980 zeigt sich wiederum zu zwei Dritteln bei den Messwerten: Die Vorgängerkarte benötigt im Durchschnitt neun Watt weniger.

Fährt man die GeForce GTX 1080 Founders Edition mit einem maximalen Power- sowie Temperature-Target voll aus, benötigt das Testsystem mit der Grafikkarte 39 Watt mehr und kommt so auf 283 Watt. Selbst das ist noch weniger als die GeForce GTX 980 Ti im Referenzdesign und kaum mehr als deutlich langsamere Partnerkarten der GeForce GTX 980.

Die Leistungsaufnahme auf YouTube

Leistungsaufnahme des Gesamtsystems – YouTube
Angaben in Watt (W)
  • YouTube-Video in 1.080p (Samsung Iceland Demo):
    • Sapphire R9 Fury Nitro (4GB)
      64
    • Nvidia GeForce GTX 1080 (8GB)
      65
    • Nvidia GeForce GTX 980 (4GB)
      65
    • Gigabyte GTX 980 Ti Gaming (6GB)
      66
    • Asus GeForce GTX 980 Strix (4GB)
      68
    • AMD Radeon R9 Fury X (4GB)
      71
    • Nvidia GeForce GTX 980 Ti (6GB)
      71
    • Asus GeForce GTX 950 Strix (2GB)
      73
    • Asus GeForce GTX 950 2G
      74
    • MSI GeForce GTX 970 Gaming (4GB)
      76
    • Asus GeForce GTX 960 Strix (4GB)
      78
    • AMD Radeon R9 Nano (4GB)
      86
    • Asus Radeon R9 380 Strix (4GB)
      91
    • Asus Radeon R9 370 Strix (4GB)
      96
    • Sapphire R9 380X Nitro (4GB)
      97
    • MSI Radeon R9 390 Gaming (8GB)
      166
    • MSI Radeon R9 390X Gaming (8GB)
      173
  • YouTube-Video in 2.160p (Samsung Iceland Demo):
    • Nvidia GeForce GTX 980 (4GB)
      68
    • Asus GeForce GTX 980 Strix (4GB)
      71
    • Asus GeForce GTX 950 Strix (2GB)
      75
    • Asus GeForce GTX 950 2G
      76
    • Gigabyte GTX 980 Ti Gaming (6GB)
      78
    • MSI GeForce GTX 970 Gaming (4GB)
      80
    • Asus GeForce GTX 960 Strix (4GB)
      80
    • Nvidia GeForce GTX 980 Ti (6GB)
      81
    • Nvidia GeForce GTX 1080 (8GB)
      84
    • Asus Radeon R9 380 Strix (4GB)
      94
    • AMD Radeon R9 Nano (4GB)
      97
    • Sapphire R9 Fury Nitro (4GB)
      99
    • AMD Radeon R9 Fury X (4GB)
      100
    • Sapphire R9 380X Nitro (4GB)
      101
    • Asus Radeon R9 370 Strix (4GB)
      118
    • MSI Radeon R9 390 Gaming (8GB)
      169
    • MSI Radeon R9 390X Gaming (8GB)
      174

Auch bei einem 1.080p-Video auf YouTube schneidet die GeForce GTX 1080 mit 65 Watt sehr gut ab, wobei dies auch schon die GeForce GTX 980 geschafft hat. Schaltet man auf die fordernde 2.160p-Auflösung um, muss die Pascal-Karte mit 84 Watt dagegen ein wenig Federn lassen. Nvidias Vorgängergeneration benötigt dann etwas weniger Energie.

Übertaktbarkeit

Die GP104-GPU taktet auf der GeForce GTX 1080 zwar bereits sehr hoch, jedoch ist das noch nicht das Ende der Fahnenstange. So ließ sich der Basis-Takt von 1.607 MHz um 221 MHz auf 1.828 MHz (Basis-OC-Modus) anheben, bevor es zu ersten Abstürzen gekommen ist. Der GDDR5X-Speicher von Micron ließ ein Plus von 499 MHz und damit eine Frequenz von 5.499 MHz zu. Auch ein noch höherer Takt ist möglich, jedoch sinkt dann die ankommende Geschwindigkeit.

Übertakten der Grafikkarte
  • Anno 2205:
    • GeForce GTX 1080 – Übertaktet (1.828/5.499)
      56,4
    • GeForce GTX 1080 Max – Standard (1.607/5.000)
      51,3
    • GeForce GTX 1080 – Standard (1.607/5.000)
      48,2
  • Rise of the Tomb Raider:
    • GeForce GTX 1080 – Übertaktet (1.828/5.499)
      56,4
    • GeForce GTX 1080 Max – Standard (1.607/5.000)
      51,0
    • GeForce GTX 1080 – Standard (1.607/5.000)
      47,2
  • Star Wars: Battlefront:
    • GeForce GTX 1080 – Übertaktet (1.828/5.499)
      60,3
    • GeForce GTX 1080 Max – Standard (1.607/5.000)
      54,8
    • GeForce GTX 1080 – Standard (1.607/5.000)
      51,6

Die 2,0-GHz-Schallmauer wollte das Testsample damit leider nicht dauerhaft durchbrechen. Kurzfristig liegen zwar mehr als 2,0 GHz an, jedoch spätestens nach fünf Minuten liegt die Frequenz darunter. In Anno 2205 arbeitet die GeForce GTX 1080 letztendlich mit etwa 1.870 MHz anstatt 1.720 MHz und in Star Wars: Battlefront mit 1.970 MHz anstatt 1.780 MHz. Je nach Spiel steigt die Geschwindigkeit damit um zehn bis elf Prozent an.

Das Power-Target fällt niedrig aus

Ein Problem beim Übertakten, auf das Käufer der der GeForce GTX 1080 Founders Edition stoßen werden, ist das Power-Target. Selbst auf dem maximierten Wert greift diese bei einer Übertaktung auf Anhieb ein und senkt den Takt. Ohne dieses Verhalten wäre noch das ein oder andere zusätzliche Prozent an Leistung möglich – Partnerkarten werden mit einem weiteren Stromanschluss auf dem PCB deutlich mehr erlauben, davon ist auszugehen.

Preis-Leistungs-Verhältnis

Preisliste (Stand 17.5.2016)
Angaben in Euro
    • Nvidia GeForce GTX 1080 (8GB)
      789
      Hinweis: Founders Edition, UVP
    • Gigabyte GTX 980 Ti Gaming (6GB)
      653
    • AMD Radeon R9 Fury X (4GB)
      607
    • Nvidia GeForce GTX 980 Ti (6GB)
      599
    • AMD Radeon R9 Nano (4GB)
      478
    • Asus GeForce GTX 980 Strix (4GB)
      469
    • Sapphire R9 Fury Nitro (4GB)
      449
    • Nvidia GeForce GTX 980 (4GB)
      434
    • AMD Radeon R9 Fury (4GB)
      419
    • MSI Radeon R9 390X Gaming (8GB)
      399
    • AMD Radeon R9 390X (8GB)
      369

Die GeForce GTX 1080 Founders Edition geht mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 789 Euro an den Start. Die Grafikkarte wird ab dem 27. Mai unter Nvidia.com sowie bei zahlreichen Online-Händler zu kaufen sein. Für Partnerkarten mit einem unterschiedlichen Kühlsystem und Takt gibt es kein genaues Datum. Nvidia spricht jedoch von „Anfang Juni“, die Preise könnten für einzelne Modell niedriger ausfallen als für das Referenzdesign.

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