3/5 Deepcool Captain 240 EX im Test : So leise kann kompakt sein

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Testergebnisse

Um die Kühlleistungen mit herkömmlichen Luftkühlern in Relation zu setzen, wird der von ComputerBase ausgezeichnete Noctua NH-D15 als Leistungsspitze der Luftkühlung ebenfalls im Testsystem eingesetzt. Mit dem Alpenföhn Brocken 2 hält ein weiterer Luftkühler Einzug in den Datensätzen zum Testsystem. Dieser Kühler ist ein beliebtes Modell, das mit guter Kühlleistung zu einem moderaten Preis punkten kann. Da Luftkühler maßgeblich von einer guten Gehäusebelüftung abhängig sind, werden die Messungen dieser Kühler mit 500 U/min und 1.450 U/min des eingesetzten Pure Wings 2 durchgeführt. Alle Details zu Testsystem und Methodik finden sich in einem separaten Artikel.

Messungen mit Serienlüftern

Kühlleistung mit Serienlüftern

Für die Captain EX sieht Deepcool Lüfter mit einer maximalen Drehzahl von gut 1.800 U/min vor – bei einem 120-Millimeter-Lüfter ist das schon laut, doch ein Blick auf die Konkurrenz zeigt, dass noch deutlich mehr möglich ist.

Die Captain EX sortiert sich im Testfeld bei 800 U/min anhand ihrer Radiator-Dicke passend ein: Sie liegt auf Augenhöhe mit dem Liqmax II von Enermax, der ebenfalls auf einen schmalen Wärmetauscher mit 27 Millimetern Tiefe setzt. Bei maximaler Drehzahl fällt die Kühlleistung im Vergleich etwas zurück, weil die Lüfter der Kühllösung von Deepcool nicht so hoch drehen.

Unerreicht bleiben Arctics Liquid Freezer und die A40 Ultimate von Cryorig, die mit einem 38,5 Millimeter tiefen Radiator das Testfeld klar dominieren. Der Brocken 2 von Alpenföhn landet auf dem letzten Platz – kein Wunder, denn der Kühler entstammt einer anderen Preis- und Leistungsklasse.

Schalldruckmessungen mit Serienlüftern

Schalldruckmessungen der Wasserkühlungen erfolgen ohne Gehäuselüfter. Da ein Luftkühler für effektiven Betrieb jedoch Gehäusebelüftung voraussetzt, bleibt dieser bei Messungen von Luftkühlern aktiv.

Bei maximaler Drehzahl ordnet sich die Captain EX entsprechend ihrer Lüfterdrehzahl ein. Wird die Lüfterdrehzahl auf 800 U/min reduziert, ist die Captain EX als einzige bisher getestete Kompaktwasserkühlung dazu in der Lage, mit den beiden Luftkühlern zu konkurrieren.

Messungen mit Referenzlüftern

Kühlleistung mit Referenzlüftern

Für Referenzmessungen setzt ComputerBase auf die Arctic MX-2 als Wärmeleitpaste. Die bekommt dem Captain nicht. Während Deepcools AiO im Serienzustand noch mit dem Liqmax II gleichauf lag, verliert die Kühlung nun gegen den Kontrahenten mit gleich schlankem Radiator. Bei 500 U/min wurde der Test abgebrochen, weil die Kerntemperatur 90°C erreichte. Das Resultat mit Referenzlüftern ist vergleichbar mit der EXllusion von Lepa, die trotz tieferem Radiator auf dem Testsystem eine unerwartet schwache Leistung gezeigt hat.

Schalldruckmessungen mit Referenzlüftern

Bei der Kühlleistung kann die Captain EX nicht brillieren, doch das macht sie bei den Schalldruckmessungen wieder wett. Unabhängig von der Drehzahl der Referenzlüfter ist die Captain EX die leiseste bisher getestete Kompaktwasserkühlung.

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