Vodafone Smart Platinum 7 im Test : Was taugt ein Smartphone vom Mobilfunkanbieter?

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Vodafone Smart Platinum 7 im Test: Was taugt ein Smartphone vom Mobilfunkanbieter?

Seit zehn Jahren bietet Vodafone bereits Smartphones unter eigenem Namen an, mit dem neuen Smart Platinum 7 erstmals auch im High-End-Segment. Der Preis bleibt mit 399 Euro aber moderat und Käufer sind auch nicht an Vodafone gebunden, sondern können auch die SIM eines jeden anderen deutschen Anbieters einlegen.

5,5 Zoll von Samsung

Mit 5,5 Zoll steigt Vodafone gleich in das Segment der Großformat-Smartphones ein. Das Display löst mit sehr scharfen und VR-tauglichen 2.560 × 1.440 Bildpunkten auf und verwendet ein durch Gorilla Glass geschütztes AMOLED-Panel von Samsung. Wie für diesen Typ Panel üblich fällt die Maximalhelligkeit ohne Display-Boost nicht sonderlich hoch aus, dafür punktet es aber mit poppigen Farben und einem sehr hohen Kontrast.

Das Display wird von gut klingenden Stereo-Lautsprecher flankiert, die einen leicht abgesetzten Rahmen um das Gerät bilden. Das in Deutschland designte Smartphone setzt auf viel Aluminium und Glas, insbesondere Seitenflächen und Tasten hinterlassen einen sehr hochwertigen Eindruck. Auf der Rückseite kommt wieder Glas zum Einsatz, die Kamera steht aber sichtbar hervor und sorgt auf dem Tisch liegend für Wackler.

Besser gefällt die grundsolide Leistung des Smart Platinum 7. Qualcomms Snapdragon 652 wird zwar noch in 28 und nicht schon in 14 Nanometer gefertigt und spielt nicht in der Liga eines Snapdragon 820, die vier Cortex-A72 und vier Cortex-A53 sorgen in Kombination mit 3 GByte Arbeitsspeicher und Stock-Android 6.0.1 jedoch für eine flotte Bedienung ohne spürbare Aussetzer. Der interne Speicher ist mit 32 GByte üppig bemessen und lässt sich zudem per microSD-Karte erweitern. Diese findet im selben Schacht wie die Nano-SIM Platz.

Kamera von Sony

Für die Kamera hat Vodafone den IMX298-Sensor von Sony eingekauft. Dieser ist 1/2,6 Zoll groß bei einer Pixelgröße von 1,12 Mikrometer. Die Auflösung liegt somit bei 16 Megapixel, die Anfangsblende gibt Vodafone mit f/2.0 an. Den Autofokus übernimmt ein Phasenvergleich, für zusätzliche Ausleuchtung sorgt optional ein Dual-Tone-LED-Blitz.

Rückseite aus Glas
Rückseite aus Glas
16-Megapixel-Kamera von Sony
16-Megapixel-Kamera von Sony

Vodafone sagt, die Ergebnisse der Kamera würden nicht weit entfernt von den Flaggschiffen liegen, die Apple oder Samsung bauen. In puncto Farbgestaltung könnte Samsung durchaus zur Seite gestanden haben, denn auch bei Vodafone fallen Farben häufig intensiv aus – manchmal auch etwas zu intensiv, wenn Wiesen wie mit grünem Filzstift gemalt aussehen. Durch das starke Einfärben gehen manchmal auch Farbverläufe verloren, was beispielsweise bei den Makroaufnahmen der Blumen erkennbar ist.

Vodafone Smart Platinum 7 – Kamera

Davon abgesehen schießt das Smartphone zumindest bei Tageslicht Fotos mit hoher Schärfe und einem guten Dynamikumfang, je nach Lichtverhältnissen und Sonnenstand fallen die Aufnahmen ab und zu aber etwas zu dunkel aus. Das ist aber bei weitem noch nicht mit dem vergleichbar, was bei Nacht passiert: Im Automatikmodus sind Fotos stets viel zu dunkel, so dass eine Bewertung der Fotoqualität eigentlich gar nicht mehr möglich ist. Über den manuellen Modus lässt sich glücklicherweise noch eingreifen, aber fürs schnelle Knipsen bei Nacht ist das Smartphone damit nicht mehr geeignet.

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