Qualcomm: Snapdragon 820A fährt ab 2019 auch bei VW mit

Volker Rißka 6 Kommentare
Qualcomm: Snapdragon 820A fährt ab 2019 auch bei VW mit

Ein Jahr nach der Enthüllung des Snapdragon 820A zur CES 2016 nutzt Qualcomm die CES 2017, um eine Partnerschaft mit VW im Bereich Automotive bekannt zu geben. Das aktuelle Flaggschiff-Modell der Snapdragon-Familie 820A fährt demnach ab 2019 auch bei Volkswagen mit. Ebenfalls neu für Automotive: das X16-Modem.

Völlig überraschend kommt die Ankündigung von VW und Qualcomm hinsichtlich der Verwendung des Snapdragon-SoC nicht: Audi wurde bereits vor einem Jahr als Partner für dieses System vorgestellt. Der bekannte SoC des Branchenriesen mit seinen vier Kryo-Kernen, Adreno-530-Grafikeinheit und dem bis zu 600 Mbit/s (Downstream) schnellen X12-Modem ist genauso ausgestattet wie das für Smartphones und Tablets bekannte Modell 820, welches laut Qualcomm zur CES 2017 in mittlerweile über 200 verschiedenen Designs zum Einsatz kommt. Bei VW soll es gemäß Qualcomm in bestimmten Modellen der Volkswagen AG im Infotainment-System genutzt werden. Welche genau dies sind, wurde standesgemäß noch nicht verraten.

Qualcomm zur CES 2017
Qualcomm zur CES 2017

Neben dem Basispaket und der passenden Referenzplattform rund um den Snapdragon 820A und seinem X12-Modem für Automotive soll auch die neue Ausbaustufe X16, die erstmals beim Snapdragon 835 genutzt wird, ab 2017 für erste Tests in diesem Bereich eingesetzt werden. Dafür wird jedoch erst eine Referenzplattform gebildet, sodass dort noch einige Monate ins Feld ziehen dürften. Highlight des neuen X16-LTE-Modems ist zweifelsohne die Geschwindigkeit, die bis zu einem Gigabit im Downstream betragen kann, die Referenzplattform soll darüber hinaus aber auch Wi-Fi 802.11ac, Bluetooth 4.2, Bluetooth Low Energy 4.2 sowie alle möglichen Arten von Anschlüssen und Standards unterstützen.

Ob es am Ende deshalb zu einer Ausbaustufe Snapdragon 835A kommen wird, ist derzeit noch nicht sicher. Denn wenngleich diese logisch erscheint, ist der SoC aktuell noch eine Nummer zu groß respektive zu schnell. Da Zertifizierungen im Auto-Bereich aber oft Monate/Jahre dauern, könnte eine entsprechende Ankündigung aber doch zügiger folgen als gedacht.