Windows 10 Insider Preview: Build 15007 und 15002 bohren Edge gehörig auf

Nicolas La Rocco 26 Kommentare
Windows 10 Insider Preview: Build 15007 und 15002 bohren Edge gehörig auf
Bild: Microsoft

Mit den neuen 15000er Builds der Windows 10 Insider Preview integriert Microsoft zahlreiche neue Funktionen für den Edge-Browser in das Betriebssystem. Build 15002 ist seit einigen Tagen im Fast Ring verfügbar, Build 15007 steht seit wenigen Stunden zum Download bereit. Ein zusammenfassender Überblick.

Edge steht immer wieder im Fokus der Veränderungen für Windows 10, so auch in den jüngsten zwei Insider Builds 15002 und 15007. Für eine bessere Übersicht geöffneter Tabs gibt es jetzt eine Miniaturansicht mit einer visuellen Vorschau des Tabinhalts, die sich über den Winkelstreifen im rechten Bereich der Tableiste öffnen lässt.

Miniaturansicht für offene Tabs
Miniaturansicht für offene Tabs (Bild: Microsoft)
Sammelablage für Tabs
Sammelablage für Tabs (Bild: Microsoft)

Im linken Bereich des Browsers ist ein Menü für die Tabverwaltung hinzugekommen, das als Ablage offener Tabs dient, wenn der Nutzer diese für eine bessere Übersicht nicht mehr in der normalen Tableiste sehen möchte. Über die Windows-Taskleiste ist es ab Build 15002 zudem möglich, ein neues Edge-Fenster per Rechtsklick auf das Browser-Symbol zu starten. Auch ein privates Fenster lässt sich darüber starten.

Neuer Schnellstart für Edge in der Taskleiste
Neuer Schnellstart für Edge in der Taskleiste (Bild: Microsoft)

Adobe Flash wird standardmäßig geblockt

Ab Build 15002 nutzt Edge eine neue Universal-Windows-Platform-Architektur für gewisse Bereiche des Browsers. Die Veränderungen sollen die Stabilität steigern und den Browser schneller auf Eingaben reagieren lassen. Außerdem soll sich Edge robuster gegenüber langsamen oder aufgehängten Seiteninhalten zeigen. Adobe Flash wird nun standardmäßig geblockt und muss zum Ausführen manuell vom Nutzer aktiviert werden. Neu ist zudem die Intgegration der Payment Request API, sodass Nutzer der Microsoft Wallet einfacher mit dem Dienst auf unterstützenden Seiten bezahlen können.

Adobe Flash wird standardmäßig geblock
Adobe Flash wird standardmäßig geblock (Bild: Microsoft)

Speziell mit Build 15007 ist eine Teilen-Funktion für Tabs hinzugekommen. Gruppen von Tabs können so an andere Windows-Anwendungen übertragen werden. Außerdem gibt es jetzt eine Importfunktion für die Daten anderer Browser. Microsoft will damit den Umstieg auf den eigenen Browser vereinfachen. Zu den unterstützten Datensätzen zählen unter anderem Favoriten, der Browserverlauf und gespeicherte Passwörter.

Für den Download von Dateien gibt es eine neue Option zum direkten Ausführen der Anwendung. Der Anwender muss nicht mehr auf die Fertigstellung des Downloads warten, bis die entsprechende Schaltfläche erscheint. Neben dem normalen Speichern ist nun auch das „Speichern als“ möglich. Für Nutzer von Microsofts Web Notes gibt es ab Build 15007 aufgrund einer Angleichung des Funktionsumfangs von Windows Ink wie in Fotos und Karten eine erweiterte Auswahl an Farben auch für Edge. Seit Build 15002 bietet der Windows Ink Workspace eine bessere Übersicht des ausgewählten Stifts, und das teilweise Löschen innerhalb von Sketchpad und Screen Sketch ist möglich.

Neue Windows Ink Features in Edge
Neue Windows Ink Features in Edge (Bild: Microsoft)

Viele kleinere Veränderungen für Windows 10

Mit Build 15002 erfuhr allerdings nicht nur Edge eine Überarbeitung, mit Build 15007 verhält es sich nicht anders. Es bereitet den Windows Store auf den Download von Themes vor. Bald sollen Anwender aus den Windows-10-Einstellungen für Themes direkt in den Windows Store wechseln können, um neue Designs herunterzuladen. Noch funktioniert der Link zum Store nicht, Anwender können neue Themes aber direkt über den Store herunterladen.

Windows 10 Mobile mit erstem Update seit sechs Wochen

Nach einer Pause von gut sechs Wochen ist Build 15007 die erste Version, die Microsoft auch wieder für Windows 10 Mobile anbietet. Nutzer der Azure Active Directory (AAD) Identity können verschiedene Einstellungen des Smartphones nun zwischen verschiedenen Geräten synchronisieren. Dazu zählen unter anderem anderem Passwörter, WLAN-Profile, Favoriten aus Edge, Edge-Leselisten sowie App-Daten von anderen Mobilgeräten und auch dem Desktop. Auch die Anmeldung bei Cortana ist im neuen Build mit der Azure Active Directory (AAD) Identity möglich.

Mit dem neuen Build erhalten Windows-10-Mobile-Nutzer eine auf dem Desktop bereits mit dem Anniversary Update im August des letzten Jahres eingeführte Option: das Zurücksetzen von Apps zum Ursprungszustand. Gibt es mit einer Anwendung zum Beispiel Probleme, lässt sich in den Speichereinstellungen von Windows 10 Mobile das Zurücksetzen der App auf den Zustand direkt nach der Erstinstallation starten.

Cortana beherrscht in Build 15007 die Steuerung von Musik, etwa das Pausieren und Starten von Liedern und auch die Lautstärke. Cortana kann auch danach gefragt werden, welches Lied derzeit abgespielt wird. Diese Fähigkeiten stehen zunächst nur für die Apps iHeartRadio und TuneIn Radio sowie ausschließlich für die Systemsprache US-Englisch zur Verfügung. Cortana ist nun außerdem dazu in der Lage, sich wiederholende Erinnerungen aufzunehmen. Dadurch kann der Dienst zum Beispiel an monatlich fällige Überweisungen oder jährliche Ereignisse wie Hochzeitstage erinnern.

Zu den eher kleineren Veränderungen an Windows 10 Mobile zählen Verbesserungen bei der Darstellung von UWP-Apps im Hochkontrastmodus, die Integration der Payment Request API in Edge, leichte optische Veränderungen an den Einstellungen und eine Option, um Systemupdates für einen Zeitraum von bis zu 35 Tagen zu pausieren.