Intel Haswell-E: Erster Desktop-Prozessor mit acht Kernen wird eingestellt

Volker Rißka 26 Kommentare
Intel Haswell-E: Erster Desktop-Prozessor mit acht Kernen wird eingestellt

Intel hat heute die Mitte 2014 vorgestellten High-End-CPUs mit dem Codenamen Haswell-E in den Vorruhestand verabschiedet. Damit geht der erste Prozessor, der im Desktop-Segment mit 8 echten Kernen, 16 Threads sowie der Unterstützung von DDR4-Speicher aufwarten konnte.

Im Fahrwasser des Core i7-5960X, wie das Flaggschiff seinerzeit benannt wurde, folgen die beiden kleineren Ableger mit sechs Kernen, der Core i7-5930K und der Core i7-5820K. Insbesondere letzterer legte den Grundstein bei Intel für sechs Kerne im Desktop zu relativ bezahlbaren Preisen, war er zwischenzeitlich doch für nicht einmal 340 Euro verfügbar und damit eine Alternative zu den Core i7 aus dem Mainstream-Segment der Haswell-Prozessoren mit freien Multiplikator. Einzig die teurere X99-Plattform sowie der neuere Speicherstandard DDR4 standen diesem zu Anfang im Weg.

Im Sommer durch Skylake-X ersetzt

Das Einstellungsprogramm umfasst alle drei Modelle und hat bereits begonnen. Dabei wird dieses sehr zügig umgesetzt und soll bereits im August dieses Jahres nahezu abgeschlossen sein. Der Termin dürfte dabei nicht von ungefähr kommen: Denn genau im August wird die nächste Runde an High-End-Ablegern erwartet, Kaby Lake-X und Skylake-X sollen auf der neuen X299-Plattform wieder bis zu zehn Kerne mit diversen Neuerungen im Gepäck bieten.

Wie umfassend diese ausfallen, ist jedoch noch nicht bekannt, da auch Intel deutlich mehr als früher die Hand auf ihren technischen Details hat. Zuletzt wurde bekannt, dass die High-End-Varianten von Skylake einen vierfach so großen L2-Cache besitzen sollen als bisherige Mainstream-Ableger, dafür aber mit geringerer L3-Cache-Menge pro Kern aufwarten müssen. Da die Caches von L1 über L2 zu L3 immer langsamer werden, könnte dies je nach Anwendung für einen entsprechenden Leistungszuwachs sorgen. Ob die Desktop-Varianten allerdings all dies bieten werden, was die Xeons im Server-Segment erhalten, bleibt fraglich – dies gilt auch für AVX-512.