Ubuntu: OTA-15 wird an Ubuntu Phones und -Tablets verteilt

Ferdinand Thommes 14 Kommentare
Ubuntu: OTA-15 wird an Ubuntu Phones und -Tablets verteilt

Ubuntu rollt ab sofort ein Update für Ubuntu Phones in Form von OTA-15 aus. Viel Neues gibt es dabei nicht, das Update behebt lediglich einige wichtige Fehler. Spätestens am 8. Februar sollen alle Anwender von Ubuntu-Touch-Geräten die Mitteilung zu der Aktualisierung erhalten haben.

Bereits im Januar wurde berichtet, dass Ubuntu Touch als eingefroren gilt, bis Ubuntu Personal auf das neue Paketformat Snap umgestellt ist. Der Begriff Ubuntu-Personal steht dabei für „Ubuntu-snapified“, also Desktop und Touch auf der Basis von Snap mit Unity 8 und Mir. Wenn dieser Entwicklungsstand erreicht ist, ersetzt Ubuntu Personal den nie offiziell gewordenen Begriff Ubuntu Touch.

Update ohne Neuerungen

Das jetzt ausgelieferte Update ist hauptsächlich einem Fehler geschuldet, der bewirkte, dass die Benutzung des Internets auf Ubuntu Phones mit per HTTPS abgesicherten Seiten erschwert oder verhindert wurde. Dazu zählen beispielsweise Webseiten von Amazon und eBay. Der in Launchpad beschriebene Fehler stellte sich als mit Googles Browser Chrome in Verbindung stehendes Problem heraus. Der eigentliche Fehler fand sich dann in der Web-Engine-Bibliothek Oxide.

Fehler in Chrome 53

Durch den Fehler in Chromium wurde unbeabsichtigt eine zeitliche Begrenzung von zehn Wochen eingebaut, nach deren Ablauf Webseiten, die mit SSL-Zertifikaten von Symantec, GeoTrust und Thawte geschützt sind, nicht mehr vertraut wird. Der Fehler wurde in Chromium 53 eingeschleppt und betrifft auch die Android-Komponente WebView, wie Symantec im Unternehmensblog erläutert.

Weitere Fehlerbereinigungen betreffen etwa die Frontkamera des Ubuntu Phones Bq E5 und das Tablet Bq M10. Das Tablet soll künftig nicht mehr in den Schlafmodus gehen während Audio oder Video in der Browser-App abgespielt werden. Beim Smartphone Bq E5 soll die Frontkamera nicht mehr invertiert erscheinen. Hinzu kommen Sicherheits-Patches.

Wenig Hoffnung für bestehende Ubuntu Phones

Auch für die nächsten per OTA ausgerollten Aktualisierungen sollten die Anwender keine Neuerungen erwarten, solange Ubuntu Personal noch nicht realisiert ist. Ob die bisher ausgelieferten Ubuntu Phones überhaupt noch Aktualisierungen außerhalb von Fehlerbereinigungen und Sicherheitsaktualisierungen erhalten, ist äußerst fraglich. Der Aufwand, die Geräte von Click auf Snap und bei den Architekturen von armhf auf amd64 umzustellen, ist vermutlich zu groß. Ausnahme hiervon scheint lediglich das Tablet BQ M10 Ubuntu Edition zu sein.