Intel Cannon Lake: Neue CPUs mit Gen10-Grafik und Cannon-Point-Chipsatz

Volker Rißka 19 Kommentare
Intel Cannon Lake: Neue CPUs mit Gen10-Grafik und Cannon-Point-Chipsatz
Bild: Intel

Viele neue Einträge im Linux-Treiber weisen nicht nur diverse Varianten der neuen CPUs auf Basis von Cannon Lake für die U- und Y-Serie aus, auch führen sie erneut die neue Gen10-Grafikeinheit auf. Darüber hinaus nennen sie erstmals den neuen Chipsatz beim Namen: Cannon Point.

Cannon Point wird der Chipsatz für Cannon-Lake-CPUs

Erstmals fällt in den Support-Dokumenten der Begriff für den neuen Platform Controller Hub (PCH), umgangssprachlich weiterhin Chipsatz genannt. Demnach wird Cannon Point das Erbe von Kaby Point (200 Series) und Sunrise Point (100 Series) antreten, eine Bezeichnung in der 300er Serie ist anzunehmen. Bei der Ausstattung wird Ähnliches zur aktuellen 200er Serie erwartet, der Gang zu nativen USB-3.1-Ports mit vollen 10 Gbit/s und hier und da kleineren Optimierungen inbegriffen.

Die Gen10-Grafik von Cannon Lake ist offiziell

Ebenfalls in den neuen Linux-Treibern wird noch einmal klargestellt, dass die Grafikeinheit in den neuen Cannonlake-CPUs zur Gen 10 gehören wird. Intel beschreibt dabei die CPU wie folgt: „Cannonlake is a Intel Processor containing Intel HD Graphics following Kabylake. It is Gen10.“ Die Details zur neuen Grafikeinheit sind aber weiterhin vage. Es wird von den üblichen kleineren Verbesserungen ausgegangen, gegenüber Kaby Lake und der Gen-9.5-Grafiklösung dürften diese im Alltag aber wie in der Vergangenheit nicht übermäßig signifikant ausfallen.

Gleichzeitig wird klargestellt, dass Cannonlake-U als Prozessorserie für die Notebooks zu Beginn mit der GT2-Grafiklösung ausgestattet wird – dies ist primär auch bisher der Fall. Ebenfalls wird auch Cannonlake-Y erwähnt, dort greift ebenso wie bisher die 2+2-Konfiguration, also zwei Prozessorkerne treffen auf die GT2-Grafikeinheit.

Weitere Einträge verraten, dass aktuell das B0-Stepping der Prozessoren vorliegt. Dies bedeutet in der Regel, dass die gröbsten Fehler bereits ausgeräumt sind und das Feintuning ansteht. Laut bisherigen Plänen wurde ein Start Ende 2017 angestrebt, im Rahmen der letzten Events wurden die Stimmen aber lauter, dass diverse Varianten auch erst 2018 folgen dürften: “In terms of first shipments, whether it’s before the end of the year, or just after the beginning of [next] year, it’s too close to call,” so Intels Chef der PC-, IoT- und Design-Sparte Venkata Renduchintala im Rahmen des Manufacturing Days. Deshalb werde Kaby Lake-U mit vier Kernen den Auftakt der Core-i-8000-Serie bilden.