Quartalszahlen: Nvidia dank Pascal-GPUs erneut mit starkem Quartal

Volker Rißka 84 Kommentare
Quartalszahlen: Nvidia dank Pascal-GPUs erneut mit starkem Quartal
Bild: Nvidia

Während Nvidia seit zwei Tagen auf der Hausmesse GTC die Werbetrommel für alle Bereiche neben Grafiklösungen rührt, zeigen die Quartalszahlen, dass der Hersteller Geld aber eben fast nur mit GPUs macht. Aber dieses Geschäft läuft auch dank schwacher Konkurrenz derzeit sehr gut, ein Umsatzplus von 48 Prozent wird verbucht.

Mit einem Umsatz von 1,937 Milliarden US-Dollar schlägt Nvidia die Erwartungen an der Börse knapp, beim Gewinn legt der Konzern sogar noch etwas mehr zu: 508 Millionen US-Dollar stehen dort zu Buche, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr.

Mehr als 1,56 Milliarden US-Dollar des Umsatzes kommen von der GPU-Sparte, wobei die DataCenter-Sparte rund um Tesla & Co. prozentual am meisten gewachsen ist und mit 409 Millionen US-Dollar Umsatz nun nach Gaming mit 1,027 Mrd. US-Dollar an zweiter Position rangiert. Die Abteilung Professional Visualization tritt mit einem leichten Umsatzanstieg von 189 auf 205 Millionen US-Dollar binnen eines Jahres ein wenig auf der Stelle, auch das Automotive-Geschäft kommt mit einem Umsatzanstieg von 113 auf 140 Mio. US-Dollar zwar etwas besser in Fahrt, macht aber weiterhin nur einen Bruchteil am Gesamtumsatz aus. Nvidia steht nach wie vor für Grafiklösungen, alle anderen Bereiche sind Nischen.

In den Kommentaren zu den Quartalszahlen erwähnt Nvidia auch, dass 43 Millionen US-Dollar von Intel „den verbliebenen Umsatz für diese Vereinbarung reflektieren“. Gemeint ist das bisherige Patentabkommen, das Intel Nutzungsrechte einräumte. Offiziell ist es damit beendet, von Intel sickerten zuletzt bereits erste Intel-Prozessor-Lösungen mit AMD-Grafik durch. Was die Zukunft in dieser Richtung bringen wird, bleibt abzuwarten.

Für das aktuelle Quartal erwartet Nvidia ganz ähnliche Umsätze, 1,95 Milliarden US-Dollar plus oder minus zwei Prozent werden angepeilt. Die guten Zeichen heute und für die Zukunft sorgen nachbörslich für einen kleinen Aktien-Höhenflug, der zwischenzeitlich bei plus 13 Prozent lag.