Intel: Mit Umsatzplus in vier von fünf Sparten zum Rekord

Michael Günsch 59 Kommentare
Intel: Mit Umsatzplus in vier von fünf Sparten zum Rekord

Umsatzwachstum in vier von fünf Sparten beschert Intel die höchsten Einnahmen für ein zweites Quartal: 14,8 Milliarden US-Dollar bedeuten neun Prozent mehr Umsatz als vor einem Jahr. Das Geschäft mit Client- und Server-Produkten sorgt nach wie vor für den Löwenanteil. Doch prozentual wuchs das Speichergeschäft am stärksten.

Rekordumsatz für ein zweites Quartal

14,8 Milliarden US-Dollar bedeuteten ein Umsatzwachstum von neun Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2016 und zugleich den höchsten Umsatz für diesen Dreimonatszeitraum eines Jahres. Unter Berücksichtigung der Abspaltung der Intel Security Group stieg der Umsatz sogar um 14 Prozent im Jahresvergleich. Nach Steuern liegt der Nettogewinn bei rund 2,8 Milliarden US-Dollar und damit mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr. Das gleiche gilt für den Gewinn pro Aktie, der auf 58 Cent stieg.

Finanzexperten hatten im Vorfeld rund 350 Millionen US-Dollar weniger Umsatz und auch weniger Gewinn pro Aktie erwartet. Gepaart mit einem verbesserten Ausblick auf ein neues Rekordjahr – Intel rechnet nun mit 61,3 Mrd. statt 60 Mrd. US-Dollar Umsatz – beflügelte das Quartalsergebnis den Aktienkurs, der nach Börsenschluss um zwei Prozent zulegte. Für das dritte Quartal erwartet Intel einen Umsatz von 15,7 Milliarden US-Dollar (+3 % im Jahresvergleich).

Q2 was an outstanding quarter with revenue and profits growing double digits over last year [...] We also launched new Intel Core, Xeon and memory products that reset the bar for performance leadership, and we’re gaining customer momentum in areas like AI and autonomous driving. With industry-leading products and strong first-half results, we’re on a clear path to another record year.

Intel-CEO Brian Krzanich

Umsatzwachstum in fast allen Sparten

Die Übersicht der einzelnen Geschäftsbereiche zeigt, das fast überall ein Wachstum gegenüber dem Vorjahr verzeichnet wurde. Das nach wie vor umsatzstärkste Segment in Form der Client Computing Group rund um die Desktop- und Notebook-CPUs legte um 12 Prozent zu und sorgte mit 8,2 Milliarden US-Dollar für mehr als die Hälfte der Einnahmen. Die Data Center Group inklusive der Xeon-Familie folgt mit 4,4 Milliarden US-Dollar Umsatz und neun Prozent Plus.

Umsatz der wichtigen Geschäftsbereiche
Geschäftsbereich Umsatz Q2/2017
in US-Dollar
Veränderung zu Q2/2016
Client Computing Group 8,2 Mrd. +12%
Data Center Group 4,4 Mrd. +9%
Internet of Things Group 720 Mio. +26%
Non-Volatile Memory Solutions Group 874 Mio. +58%
Programmable Solutions Group 440 Mio. -5%

Anteilsmäßig am stärksten wuchs die Non-Volatile Memory Solutions Group rund um das Flash-Speicher-Geschäft im Joint Venture IMFT mit Micron. Mit 58 Prozent mehr Umsatz profitiert auch Intel von den hohen Preisen aufgrund starker Nachfrage bei knapper Versorgung. Die Internet of Things Group macht einmal mehr ihr Wachstumspotenzial deutlich und steigerte den Umsatz um 26 Prozent.

Nur die Programmable Solutions Group musste ein Minus von 5 Prozent verbuchen und bildet mit 440 Millionen US-Dollar Umsatz das kleinste Geschäftsfeld. Die frühere Sparte Intel Security Group gibt es nicht mehr, denn diese hat Intel wie angekündigt inzwischen ausgegliedert.