Wolfenstein 2 Beta-Patch: Async Compute bringt 5 Prozent auf einer RX Vega 64

Wolfgang Andermahr 85 Kommentare
Wolfenstein 2 Beta-Patch: Async Compute bringt 5 Prozent auf einer RX Vega 64

Bethesda hat den ersten Beta-Patch zum neuen Wolfenstein 2: The New Colossus zum Download bereit gestellt. Die Patch Notes beinhaltet einen interessanten Hinweis: Demnach war das Low-Level-Feature Async Compute für Radeon-Grafikkarten bis jetzt abgeschaltet. Und der Beta-Patch soll dies ändern.

ComputerBase hat mittlerweile weitere Benchmarks mit dem neuen Beta-Patch durchgeführt und ist zu neuen Erkenntnissen gelangt.

Die einzige Voraussetzung dafür soll die Installation des neusten Treibers Crimson 17.10.3 sein. Zudem muss in Steam der Public-Beta-Branch ausgewählt werden. Das funktioniert in der Tat einwandfrei. Denn mit der derzeitigen finalen Fassung verschwindet die Async-Compute-Option aus dem Menü, wenn eine Radeon-Grafikkarte eingebaut ist.

Mit dem Beta-Patch ist dieser dann plötzlich da. Async Compute darf nur nicht manuell abgeschaltet werden, da die Option dann wieder verschwindet. Für diesen Fall hilft nur ein händisches Löschen der Konfigurationsdatei, die die Grafikeinstellungen beinhaltet. ComputerBase ist bis jetzt davon ausgegangen, dass Async Compute auf Radeon-Grafikkarten durchweg angeschaltet ist und die Option zum Abschalten nur fehlt, da es sinnlos ist, dass Feature auf einem AMD-Beschleuniger abzuschalten. Dem war offensichtlich nicht so.

Benchmarks auf einem Ryzen 7 1700X und einer Asus RX Vega 64 Strix

ComputerBase hat erste Benchmarks mit dem Beta-Patch durchgeführt. Diese sind aber nicht vergleichbar mit den Ergebnissen aus dem Benchmark-Test zu Wolfenstein 2: The New Colossus. Es handelt sich zwar um dieselben Testszenen, jedoch um ein anderes Testsystem und leicht andere Einstellungen. Der genutzte PC hat einen Ryzen 7 1700X, 32 Gigabyte Systemspeicher (DDR4-2.933) und Windows 10 Creators Update installiert. 16-fache anisotrope Filterung wird im Treiber erzwungen. Gerendert wird eine Auflösung von 2.560 × 1.440 Bildpunkten mit dem Mein-Leben-Preset. Die Grafikkarte ist eine Asus Radeon RX Vega 64 Strix.

Wolfenstein 2 – 2.560 × 1.440, Asus RX Vega 64 Strix
  • anspruchsvolle Testsequenz:
    • Beta-Patch (Async on)
      103,3
    • Offizielle Version
      98,2
    • Beta-Patch (Async off)
      98,2
  • Worst-Case-Testsequenz:
    • Beta-Patch (Async on)
      65,3
    • Offizielle Version
      64,0
    • Beta-Patch (Async off)
      63,9

Auf der Radeon RX Vega 64 Strix bringt Async-Compute einen kleinen Geschwindigkeitsvorteil. Während der offizielle Build und der Beta-Build gleich schnell sind, wenn das Low-Level-Feature abgeschaltet ist, legt die AMD-Grafikkarte mit Async Compute etwas zu. So steigert sich die Framerate in der anspruchsvollen Testsequenz um fünf Prozent, in dem Worst-Case-Szenario aber nur um geringe zwei Prozent.

Es ist positiv zu beurteilen, dass Bethesda auch nach dem Erscheinen an der Performance von Wolfenstein 2 arbeitet. Die Fortschritte sind nicht groß, aber vorhanden. Jedoch ist es rätselhaft, warum das Fehlen von Async Compute auf einer Radeon-Grafikkarte bis jetzt verschwiegen wurde. Auf Nvidia-Produkten ist Async Compute dagegen vom ersten Tag an aktiv. Jedoch gibt es damit auf einer GeForce GTX 1080 Ti offenbar Probleme, denn die Entwickler haben Async Compute auf dem Modell abgeschaltet, bis ein neuer Treiber erscheint. Dieser wurde von Nvidia für kommende Woche angekündigt.

Es bleiben Fragen offen

Darüber hinaus klärt das nicht die Frage, warum Grafikkarten von AMD in dem Worst-Case-Testszenario so stark einbrechen. Der Benchmark-Test hat gezeigt, dass GeForce-Grafikkarten deutlich weniger Geschwindigkeit verlieren.