RX Vega Gaming OC 8G: Gigabyte setzt auf 100-mm-Lüfter und sechs Anschlüsse

Jan-Frederik Timm 52 Kommentare
RX Vega Gaming OC 8G: Gigabyte setzt auf 100-mm-Lüfter und sechs Anschlüsse
Bild: Gigabyte

Mit der RX Vega Gaming OC 8G ist jetzt auch das Custom Design von Gigabyte offiziell. Das wurde auch höchste Zeit, denn am Freitag kommt mit der PowerColor Radeon RX Vega 64 Red Devil (Test) der erste Konkurrent auf den Markt. Gigabytes Variante bietet zwei große Lüfter und Anschlüsse für gleich sechs Monitore.

2,5-Slot-Kühler mit zwei großen Lüftern

Das Modell ist mit 27,3 cm Länge, 13,2 cm Breite und 5,3 cm Höhe etwas kompakter als die bullige Version von PowerColor und belegt nur 2,5 statt 3,0 PCIe-Slots. Wie bei XFX kommen auf dem Kühlsystem nur zwei Lüfter zum Einsatz, mit 100 mm Durchmesser fallen sie aber sehr groß aus. Die präsentierte Variante entspricht der von ComputerBase bereits vor einem Monat vorab gezeigten Version.

Die Stromversorgung hat Gigabyte (wie auch PowerColor) auf dem Niveau der Referenz belassen, zwölf Phasen für die CPU und eine für den HBM2 sind offensichtlich kein Flaschenhals. Der liegt bei Vega zwar im Endeffekt auch in der zur Verfügung gestellten elektrischen Leistung, am Ende limitiert aber die GPU. Wie viel Leistung die GPU auf dem Custom Design maximal aufnehmen darf, verrät Gigabyte allerdings noch nicht. Bei Asus und PowerColor sind es – per BIOS ohne Treibereingriff – 260 statt 220 Watt.

Dass Gigabyte ab Werk höhere Taktraten eingestellt hat und das Modell deshalb „OC-Edition“ nennt, ist für Kunden übrigens nicht relevant – am Ende entscheidet die maximale Leistungsaufnahme und der Kühler, wie hoch Vega taktet; im BIOS hinterlegte maximale Taktraten waren bisher nicht das Problem. Ohnehin beträgt die Übertaktung der GPU durch Gigabyte lediglich 14 MHz.

Sechs Anschlüsse für Monitore

Ein Alleinstellungsmerkmal der Grafikkarte findet sich an der I/O-Blende: Gleich drei Mal DisplayPort 1.4 und drei Mal HDMI 2.0 stehen hier zur Verfügung. Sie sollen alle parallel nutzbar sein. Schon bei der Aorus GeForce GTX 1080 Ti (Test) hatte Gigabyte auf Anschlüsse abseits der Norm gesetzt.

Preis und Termin noch unbekannt

Wann die Grafikkarte in den Handel kommt und zu welchem Preis, diese Angaben bleibt Gigabyte zur Stunde noch schuldig. Gleiches gilt für die weitere Konkurrenz: XFX und Sapphire haben zwar ebenfalls bereits Custom Designs angekündigt, bisher aber noch keine Details genannt. PowerColors Modell ist ab 559 Euro verfügbar.