Radeon RX 7800 XT & RX 7600 im Test: Langsamer, aber schöner mit FSR Upscaling 4.1

Wolfgang Andermahr
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Radeon RX 7800 XT & RX 7600 im Test: Langsamer, aber schöner mit FSR Upscaling 4.1
Bild: AMD

Im neuen Grafikkarten-Testparcours durchliefen Radeon RX 7800 XT und Radeon RX 7600 ihre Benchmarks bis jetzt mit FSR Upscaling 3.1. Doch mittlerweile unterstützt RDNA 3 auch das moderne FSR Upscaling 4.1, sodass die Redaktion die beiden älteren Modelle neu getestet hat.

RDNA 3 kann nun FSR 4.1 – die Auswirkungen auf den Testparcours

Das Timing war ein wenig unglücklich. Im Mai hat ComputerBase den Grafikkarten-Testparcours erneuert. Neue Spiele sowie aktuelle Treiber und weitere Updates haben die fast anderthalb Jahre alten Ergebnisse wieder in die Moderne gebracht. Auch Upsampling war wie gewohnt mit an Bord: GeForce RTX durchläuft mit DLSS 4 den Parcours, RX 9000 mit FSR Upscaling 4.1, RX 7000 mit FSR Upscaling 3.1 und Intel Arc mit XeSS.

Doch nur wenige Tage später kündigte AMD an, dass das moderne FSR Upscaling 4.1 ab Juli auf RDNA 3 verfügbar sein wird. Und schlussendlich wurde es sogar noch Juni: ComputerBase hat sich FSR Upscaling 4.1 auf Radeon-RX-7000-Grafikkarten bereits im Detail angesehen. Seitdem waren die im Testparcours vorhandenen Ergebnisse der RX-7000-Riege jedoch nicht mehr aktuell. Denn FSR Upscaling 4.1 kostet zwar etwas mehr Leistung als FSR Upscaling 3.1, sieht dabei aber deutlich besser aus.

Neue Benchmarks mit RX 7800 XT und RX 7600 inklusive FSR Upscaling 4.1

Entsprechend folgt nun der Nachtest: Es wurden neue Benchmarks von der Radeon RX 7800 XT und der Radeon RX 7600 mit aktiviertem FSR Upscaling 4.1 durchgeführt. Das ist das Upsampling, mit dem RDNA-3-Besitzer spielen sollten, und zudem gibt es damit wieder eine beinahe perfekte Vergleichbarkeit und Praxisnähe zur aktuellen RX-9000-Serie.

Aus Gründen der besseren Vergleichbarkeit sind die alten Ergebnisse mit FSR Upscaling 3.1 weiterhin im Artikel vorhanden. Es gilt zu bedenken, dass die alten Messwerte mit dem Adrenalin 26.3.1, die neuen dagegen mit dem Adrenalin 26.6.4 erstellt worden sind – hier kann es eventuell kleinere Unterschiede geben.

Performancerating mit und ohne RT in 2.560 × 1.440

Das fällt bei den Benchmarks in WQHD auf:
  • Die RX 7800 XT verliert durch FSR 4.1 sieben Prozent bei Raster- und fünf Prozent bei Raytracing-Grafik gegenüber FSR 3.1.
  • Die RX 7600 verliert durch FSR 4.1 neun Prozent bei Raster- und sieben Prozent bei Raytracing-Grafik gegenüber FSR 3.1.
  • Erfahrungsgemäß verlieren schnellere Grafikkarten eigentlich mehr Performance als langsamere. Doch die RX 7600 stößt mit FSR 4.1 in einigen Spielen an ihr Speicherlimit, da FSR 4.1 geringfügig mehr Speicher benötigt. Das erklärt das ungewöhnliche Verhalten.
  • Mit FSR 4.1 reduziert sich der Vorsprung der RX 7800 XT gegenüber der RX 9060 XT von 19 und elf Prozent mit FSR 3.1 auf zwölf und fünf Prozent.
  • Bei Rasterizer-Grafik büßt die RX 7800 XT ihren Vorsprung von drei Prozent gegenüber der RTX 4070 ein und liegt nun um drei Prozent zurück.
  • Die RX 7600 ist bei Raster-Grafik mit FSR 4.1 satte 20 Prozent langsamer als die RTX 4060, zwölf Prozent sind es mit FSR 3.1.
Performancerating 2.560 × 1.440
Performancerating 2.560 × 1.440 – Rasterizer, AVG-FPS
    • Radeon RX 9070 (16 GB)
      90,7
    • GeForce RTX 5070 (12 GB)
      82,8
    • Radeon RX 9070 GRE (12 GB)
      77,2
    • RX 7800 XT (16 GB) @ FSR 3.1
      70,7
      FSR 3.1, schlechte Bildqualität
    • GeForce RTX 4070 (12 GB)
      68,3
    • RX 7800 XT (16 GB) @ FSR 4.1
      66,1
    • GeForce RTX 5060 Ti (16 GB)
      61,0
    • Radeon RX 9060 XT (16 GB)
      59,2
    • Arc Pro B70 (32 GB)
      58,5
    • Arc B580 (12 GB)
      43,5
    • GeForce RTX 4060 (8 GB)
      41,3
    • Radeon RX 7600 (8 GB) @ FSR 3.1
      36,5
      FSR 3.1, schlechte Bildqualität
    • Radeon RX 7600 (8 GB) @ FSR 4.1
      33,1
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS), Geometrisches Mittel

Performancerating mit und ohne RT in 3.440 × 1.440

Das fällt bei den Benchmarks in UWQHD auf:
  • Je mehr Renderpixel es gibt, desto mehr leidet RDNA 3 unter FSR 4.1 im Vergleich zu RDNA 4.
  • Die RX 7800 XT verliert mit FSR 4.1 gegenüber FSR 3.1 acht Prozent ohne und sechs Prozent mit Raytracing.
  • Auch in der Auflösung verliert die RX 7800 XT dadurch ihren Vorsprung von vier Prozent gegenüber der RTX 4070 und ist nun vier Prozent langsamer.
  • Damit ist die RX 7800 XT noch neun Prozent schneller als die RTX 5060 Ti, der Abstand zur RX 9060 XT beträgt 14 Prozent.
Performancerating 3.440 × 1.440
Performancerating 3.440 × 1.440 – Rasterizer, AVG-FPS
    • Radeon RX 9070 (16 GB)
      75,9
    • GeForce RTX 5070 (12 GB)
      69,2
    • Radeon RX 9070 GRE (12 GB)
      64,1
    • RX 7800 XT (16 GB) @ FSR 3.1
      59,4
      FSR 3.1, schlechte Bildqualität
    • GeForce RTX 4070 (12 GB)
      57,1
    • RX 7800 XT (16 GB) @ FSR 4.1
      54,8
    • GeForce RTX 5060 Ti (16 GB)
      50,0
    • Arc Pro B70 (32 GB)
      49,6
    • Radeon RX 9060 XT (16 GB)
      48,1
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS), Geometrisches Mittel

Performancerating mit und ohne RT in 3.840 × 2.160

Das fällt bei den Benchmarks in Ultra HD auf:
  • In Ultra HD wiederholt sich das Spielchen. Die Verluste der RX 7800 XT sind nun zweistellig.
  • Die RX 7800 XT verliert durch FSR 4.1 zehn und sieben Prozent an FPS.
  • Auch in der hohen Auflösung verliert die RX 7800 XT ihren Vorsprung gegenüber der RTX 4070 und ist stattdessen nun leicht langsamer.
  • Die Ultra-HD-Benchmarks der RX 7800 XT sind eher theoretischer Natur. Die Grafikkarte hat in den meisten Spielen nicht die Rechenleistung für so viele Renderpixel.
Performancerating 3.840 × 2.160
Performancerating 3.840 × 2.160 – Rasterizer, AVG-FPS
    • Radeon RX 9070 (16 GB)
      55,8
    • GeForce RTX 5070 (12 GB)
      50,4
    • Radeon RX 9070 GRE (12 GB)
      45,2
    • RX 7800 XT (16 GB) @ FSR 3.1
      43,4
      FSR 3.1, schlechte Bildqualität
    • GeForce RTX 4070 (12 GB)
      41,0
    • RX 7800 XT (16 GB) @ FSR 4.1
      39,2
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS), Geometrisches Mittel

Weitere Analysen zur Gaming-Performance

  • Die Leistungskosten von FSR 4.1 schwanken je nach Spiel enorm.
  • In manchen Spielen kostet FSR 4.1 gegenüber FSR 3.1 kaum Leistung. Zum Beispiel in Anno 117, Assassin's Creed Shadows und Borderlands 4 sind es auf der RX 7800 XT gerade einmal vier Prozent in WQHD, in ARC Raiders und Kingdom Come: Deliverance 2 sogar nur zwei Prozent.
  • In anderen Spielen sind die Leistungskosten dann zweistellig: In F1 25 und Resident Evil Requiem lassen sich elf Prozent messen, in Pragmata zwölf Prozent, in Cyberpunk 2077 13 Prozent, in Crimson Desert 14 Prozent, in COD Black Ops 7 sogar 18 Prozent.
  • Je höher die Auflösung, desto mehr FPS kostet FSR 4.1. In Resident Evil Requiem sind es in WQHD elf Prozent, in UWQHD zwölf Prozent und in Ultra HD 14 Prozent. Das ist nicht in allen Spielen so, aber in den meisten.
  • FSR 4.1 scheint geringfügig mehr VRAM als FSR 3.1 zu benötigen. Das wird der RX 7600 zum Beispiel in Borderlands 4 zum Verhängnis, da FSR 3.1 gerade noch in den VRAM passt, FSR 4.1 jedoch nicht mehr.
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