Huawei MateBook X Pro: 13,9" mit 3.000 × 2.000 Pixeln, GeForce und neuer Kühlung

Nicolas La Rocco et al. 70 Kommentare
Huawei MateBook X Pro: 13,9" mit 3.000 × 2.000 Pixeln, GeForce und neuer Kühlung
Bild: Huawei

Huawei bleibt dem erst vor neun Monaten beigetretenen Notebook-Markt treu und zeigt auf dem MWC 2018 das MateBook X Pro als Modell über dem MateBook X (Test), von dem es sich in vielen entscheidenden Eckdaten unterscheidet. Der Marktstart ist erst für Ende Juni zum Preis von 1.499 Euro angesetzt.

Dünnere Rahmen, höhere Auflösung und Touch

Das 13,9 statt 13,0 Zoll große Display des MateBook X Pro stößt in puncto Verhältnis von Bildschirm zu Gehäuse in eine Region vor, die nicht einmal Dell beim neuen XPS 13 9370 (Test) bietet. Das neue Display im XPS 13 kommt auf 80,7 Prozent, bei Huawei sind es 91 Prozent. Huawei nennt den Bildschirm „FullView-Display“ und setzt wie Microsoft beim Surface Pro und Surface Book auf das im Alltag praktische Format 3:2 mit Touch-Unterstützung, während die Auflösung bei 3.000 × 2.000 Bildpunkten liegt. Das MateBook X bot nur 2.160 × 1.440 Pixel. Ebenfalls neu: Touch. Die erste Generation war überraschend ohne diese Funktion auf den Markt gekommen.

Intel und Nvidia im schlanken Gehäuse

Das Notebook wird es in drei Konfigurationen geben. Sie setzen entweder auf einen Intel Core i5 oder einen Core i7 der achten Generation alias Kaby Lake Refresh sowie immer auf die Nvidia GeForce MX150 mit 2 GB GDDR5. Das MateBook X bietet nur eine iGPU. Bei der CPU kommen derzeit nur Core i5-8250U, i5-8350U, i7-8550U und i7-8650U infrage, weitere U-Modelle für kompakte Notebooks gibt es nämlich noch nicht. Bis Juni könnte sich das allerdings noch ändern. Die Basisversion mit Core i5 ist darüber hinaus mit 8 GB RAM und einer 256 GB großen SSD ausgestattet. Den Core i7 gibt es entweder mit 8/512 GB oder 16/512 GB.

Das MateBook X Pro erscheint in drei Varianten
Das MateBook X Pro erscheint in drei Varianten

Erneut mit passiver Schmelz-Kühlung, aber plus Lüfter

Huawei erwähnt die innovative Schmelz-Kühlung des MateBook X in der Pressemitteilung zwar nicht, auf Nachfrage teilte Huawei Deutschland aber mit, dass sie weiterhin zum Einsatz kommt. Ein zusätzlicher Lüfter soll die passive Kühlung der CPU-GPU-Kombination aber unterstützen. Je nach Temperatur arbeitet das MateBook X Pro in einem passiven oder aktiven Modus.

Huaweis Technologie basiert auf Kapseln, die ein Material enthalten, das bei Raumtemperatur im festen Aggregatzustand vorliegt. Wird die Wärmeenergie des Prozessors wie bei klassischen Passivkühlern über zwei gebogene Heatpipes auf diese Fläche übertragen, geht das in den Kapseln eingeschlossene Material in den flüssigen Aggregatzustand über. Dieser Phasenübergang absorbiert viel Energie. Der klassische Radiator aus Kupfer oder Aluminium erhitzt sich hingegen schnell und muss diese Wärme zügig an die Umgebung abgeben, um weiterhin effizient kühlen zu können. Die Kühlung im MateBook X kann hingegen lange Wärme speichern. Erst wenn das Material vollständig geschmolzen ist, verhält sich die Kühlung von Huawei letztendlich wie der klassische Ansatz – im MateBook X fiel der Takt im Test dann schnell deutlich. Wie sich das beim MateBook X Pro mit zusätzlichem Lüfter verhalten wird, bleibt abzuwarten.

Etwas dicker und schwerer als das MateBook X

Bekannt ist, dass Huawei die Hardware in einem Metallgehäuse verpackt, das an der dicksten Stelle auf eine Bautiefe von 14,6 Millimeter kommt. Das Gewicht liegt bei 1,33 kg. Der Vorgänger wog 1,05 Kilogramm bei 12,5 Millimetern Dicke. Auch das neue Dell XPS 13 ist mit 1,21 kg etwas leichter und kommt auf maximal 11,6 Millimeter. Für den Akku gibt Huawei eine Arbeitszeit von bis zu 14 Stunden an. Bei Dell sind es bis zu 11 Stunden beim Ultra-HD- und bis zu 19 Stunden beim Full-HD-Modell.

Die Kamera versteckt sich in der Tastatur

Interessant ist, wie Huawei das Thema Sicherung der Privatsphäre angeht. Die Webcam ist in die Tastatur integriert und kommt erst dann zum Vorschein, wenn sie der Anwender manuell per Fingerdruck ausfährt. Im An- und Aus-Schalter des Notebooks ist ein Fingerabdrucksensor für die biometrische Anmeldung via Windows Hello integriert.

Bei den Anschlüssen kommt beim Pro gegenüber dem Basismodell einmal USB Typ A hinzu, während einer der beiden USB-Typ-C-Anschlüsse auf Thunderbolt 3 wechselt. Der andere bietet Power Delivery zum Laden. 3,5 mm Klinke ist weiterhin vorhanden.

Ab Juni zu Preisen ab 1.499 Euro

Das MateBook X Pro soll es ab Ende Juni in der Farbe „Mystic Silver“ auf den deutschen Markt schaffen. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt für das Einstiegsmodell bei 1.499 Euro. Das liegt 100 Euro über der UVP des MateBook X, das mittlerweile ab 1.170 Euro verkauft wird.

Huawei MateBook X (2017) Huawei MateBook X Pro
Display 13,0 Zoll,
2.160 x 1.440 Pixel (3:2), 60 Hz
13,9 Zoll,
3.000 x 2.000 Pixel (3:2), 60 Hz
CPU Intel Core i5-7200U Kaby Lake Core i5 (Kaby Lake Refresh)
GPU Intel HD Graphics 620 (iGPU) Intel UHD Graphics 630 (iGPU)
+ GeForce MX150
RAM 8 GB LPDDR3 8 GB
SSD 256 GB (BGA, NVMe, PCIe 3.0 x2) 256 GB
HDD
Anschlüsse 2 × USB Typ C (1 × Power Delivery, 1 × DisplayPort),
1 × 3,5 mm Klinke
2 × USB Typ C (1 × Power Delivery, 1 × Thunderbolt 3)
1 × USB Typ A, 1 × 3,5 mm Klinke
Batterie 41,4 Wh (5.449 mAh, 7,6 Volt) 57,4 Wh
Abmessungen 286,0 × 211,0 × 12,5 mm ? × ? × 14,6 mm
Gewicht 1,05 kg 1,33 kg
Garantie 12 Monate ?
Preis (UVP) 1.399 Euro 1.499 Euro

Hinweis: Das MateBook X Pro wird in drei und nicht - wie von Huawei per Pressemitteilung verteilt – in nur einer Variante auf den Markt kommen. Die Meldung wurde entsprechend angepasst.