Intel-Grafik: Neuer Treiber ermöglicht Auto-Konfiguration in Spielen

Wolfgang Andermahr 43 Kommentare
Intel-Grafik: Neuer Treiber ermöglicht Auto-Konfiguration in Spielen

Von Nvidias Tool GeForce Experience kennt man es schon lange: Wer die Grafikoptionen eines Spiels nicht an die eigene Grafikkarte anpassen möchte, kann dies mittels eines Mausklicks der Software überlassen. Intel hat nun ein großes Treiber-Update für die integrierte Grafik zum Download bereit gestellt, das dasselbe ermöglicht.

Der Treiber 23.20.16.4944 steht für sämtliche Prozessoren des Typs Core 6000, Core 7000, Core 8000 und auch für das kommende Produkt Kaby Lake-G mit AMDs Radeon-RX-Vega-Grafik zur Verfügung. Auf diesen Produkten gibt es ein neues Gaming-Icon im Control Panel der Grafikeinheit, in dem die Spieleoptionen auf Knopfdruck angepasst werden können. Das Spiel muss jedoch unterstützt werden, was aktuell für zehn Titel der Fall ist. Automatisch optimiert werden können Battlefield 4, Battlefield 1, American Truck Simulator, Call of Duty: WWII, Destiny 2, DOTA 2, GTA V, League of Legends, Overwatch und World of Tanks. Die Optimierungsfunktion befindet sich derzeit noch im Beta-Stadium und kann entsprechend Fehler aufweisen.

Ein Selbstversuch der Spieleoptimierung schlug fehl

In einem Selbstversuch auf dem Core i5-7600K mit der Intel Graphics HD 630 gab es jedoch Schwierigkeiten. Zwar erschien im Treibermenü eine neue Option zur Optimierung, doch wurde dort einfach nicht das installierte Battlefield 1, das explizit unterstützt wird, angezeigt. Auch ein Starten des Spiels und ein Neustart des Rechners änderten daran nichts. Da sich die Spielesuche anders als bei GeForce Experience nicht manuell anstupsen lässt und es darüber hinaus nicht die Möglichkeit gibt, ein Spiel per .Exe-Datei manuell auszuwählen, ließ sich das Feature damit nicht nutzen. Warum es zu diesem Problem gekommen ist, ist unklar.

Darüber hinaus soll der Treiber die allgemeine Performance unter Volllast und auch die Leistung beim Encodieren von Videos mit sämtlichen Codecs verbessern. Zudem soll der Speicherverbrauch beim Encodieren des HEVC-Codecs geringer ausfallen. Intel gibt in den Release Notes ab der Core-7000-Generation neue Optimierungen für eine geringere Leistungsaufnahme bei der Videowiedergabe und bei UHD Gaming an. Die Vulkan-API soll zudem durch den Treiber effizienter mit dem vorhandenen Speicher umgehen.

AOE: Definitive Edition und FF XII werden unterstützt

Als weitere Highlights für den 23.20.16.4944 nennt Intel die Unterstützung von Age of Empires: Definitive Edition und Final Fantasy XII: The Zodiac Age HD. Darüber hinaus spricht Intel über die Unterstützung von unter anderem Fortnite: Battle Royale und Kingdom Come: Deliverance, letzteres aber nur auf einer Iris-Pro-Grafikeinheit. Auch von mehreren Fehlerbeseitigungen wie Grafikfehler in Just Cause 3 und lange Ladezeiten in Forza Motorsport 7 ist die Rede.

Den Intel 23.20.16.4944 gibt es derzeit nur für die 64-Bit-Version von Windows 10. Die genauen Änderungen lassen sich bei Intel in den Release Notes (PDF) nachlesen. Der Treiber kann aus dem ComputerBase-Downloadarchiv heruntergeladen werden.

Downloads

  • Intel Grafiktreiber Download

    3,6 Sterne

    Grafiktreiber für Intel-CPUs und ältere Mainboards mit integrierter Grafik.

    • Version 24.20.11016.4 (18.5.1) WHQL, Win 10 Deutsch
    • Version 24.20.11021.1000 (18.6.1), Win 10 Deutsch
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