Gigabyte: Mainboard-Absatz könnte 10-Millionen-Marke reißen

Volker Rißka 189 Kommentare
Gigabyte: Mainboard-Absatz könnte 10-Millionen-Marke reißen

Im Jahr 2013 verkaufte Gigabyte noch über 20 Millionen Mainboards, in diesem Jahr könnte der taiwanische Branchenriese sogar an der 10-Millionen-Einheiten-Marke scheitern. Dies berichten taiwanische Quellen, wobei ihnen der Blick auf die letzten Absatzzahlen Unterstützung liefert.

Bereits 2016 lag Gigabytes Absatz mit 16,2 Millionen Einheiten ein Stück unter dem Rekord. Im vergangenen Sommer wurde eine Restrukturierung beim Hersteller eingeleitet, um in Zukunft effektiver zu arbeiten. Daraufhin stürzten die Absatzzahlen weiter in die Tiefe: Nur noch 12,6 Millionen Einheiten wurden letztlich im Mainboard-Bereich abgesetzt.

Globaler Absatzrückgang bei Mainboards

In diesem Jahr wird branchenweit ein Rückgang bei den Mainboard-Verkäufen von rund zehn Prozent erwartet. Während Asus und MSI dank ihrer Gaming-Brands davon wahrscheinlich kaum betroffen sein werden, soll Gigabyte die Rückgänge stärker zu spüren bekommen. Im ersten Halbjahr 2018 strebe Gigabyte laut DigiTimes nur etwa fünf Millionen Mainboard-Verkäufe an. Eine Jahreshochrechnung auf etwa zehn Millionen verkaufte Exemplare ist das Resultat.

Ob die Marke von 10 Millionen über- oder unterschritten wird, dürfte jedoch vom Herbst- und Weihnachtsgeschäft abhängen, doch auch dort ist Gigabyte auf Neuheiten der CPU-Hersteller angewiesen: AMDs Starts sind bis auf Threadripper 2000 und einzelne zusätzliche Lösungen für dieses Jahr bereits nahezu abgeschlossen. Von Intel wird maximal eine neue CPU-Variante erwartet, die den Z390-Chipsatz nutzt und somit neue Mainboards im Massenmarkt hervorbringt.

Gigabytes Umsatz wächst dennoch stark

Gigabytes Umsatz hat sich in den ersten Monaten des Jahres 2018 dennoch deutlich erhöht. Der Grund dafür ist zum Großteil der anhaltende Mining-Boom, der deutlich höhere Verkäufe von Grafikkarten zur Folge hat. Gegenüber dem Vorjahr stand im ersten Quartal 2018 beim Umsatz ein Plus von über 50 Prozent. Auch für das restliche Jahr wird von einer finanziell positiven Entwicklung ausgegangen.